1954

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Jubiläen

Ereignisse

Januar

  • 5. Januar 1954: Für die bedürftige Bevölkerung wurde in der Geiststraße 8 b wieder eine Wärmehalle eröffnet.
  • 19. Januar 1954: Im fast vollendeten 78. Lebensjahre verschied Frau Paula Kronbauer, Gründerin und langjährige Leiterin der seit 1908 bestehenden Konzertdirektion.
  • 31. Januar 1954: Stadtsyndikus Hans Kuhnert verließ Göttingen, um das Amt des Stadtdirektors in Oberhausen anzutreten.

Februar

  • 1. Februar 1954: Nach kurzer Krankheit starb 47jährig das Mitglied des Deutschen Theaters, Siegfried Breuer, der zu den bekanntesten deutschen Filmschauspielern zählte.
  • 13. Februar 1954: Das neue Göttinger Fernschreibamt mit 30 Anschlüssen in Betrieb genommen, zunächst noch als Teilamt des Fernschreibamtes Kassel. Bei steigender Teilnehmerzahl soll es selbständig werden.
  • 18. Februar 1954: Frau Luise Amrhein, geb. Rehberg, verstarb im Alter von 84 Jahren. Sie schenkte 1948 ihr Haus Kepler-Straße 14 der Stadt Göttingen als Altersheim. Als solches dient es seit dem 1. November 1950, bietet 23 Personen Wohnung und trägt seither den Namen der Stifterin.
  • 18. Februar 1954: Staatssekretär a. D. Dr. Erich Wende in Stuttgart ist in Würdigung seiner Verdienste um die Georgia Augusta während seiner Tätigkeit im Niedersächsischen Kultusministerium (1947 bis 50) und als Leiter der Kulturabteilung im Bundesministerium des Innern zum Ehrenbürger der Göttinger Universität ernannt worden.
  • 28. Februar 1954: Nach 50jährigem Dienste bei der Stadtverwaltung trat Kämmereidirektor Georg Voß in den Ruhestand, lange auch Vorstand des Gemeindesteueramtes und um das Rote Kreuz verdient.

März

  • 1. März 1954: Der bisherige Leter des Polizei-Abschnitts Göttingen-Stadt, Polizeihauptkommissar Helmut Knigge, erhielt den Abschnitt Göttingen-Land, Polizeirat Wilhelm Wölfer, bisher Inspektionsoberbeamter im Regierungsbezirk Aurich, trat an seine Stelle.
  • 7. März 1954: In seiner Heimat Michelstadt im Odenwald verschied im Alter von 64 Jahren Prof. Dr. Hanns Niedecken-Gebhard, seit mehr als 30 Jahren Regisseur der Göttinger Händelfestspiele und seit 1947 Inhaber des Lehrauftrages für Theaterwissenschaft an der Georg August-Universität.
  • 31. März 1954: Rektor Franz Schwob, von 1945 an in Göttingen und nach Neueinrichtung der Bonifatius-Schule deren Leiter, trat nach Vollendung des 65. Lebensjahres in den Ruhestand. Ebenso Museumsdirektor Dr. Otto Fahlbusch, um den Ausbau des Städtischen Museums seit 1936 sehr verdient. Sein Nachfolger wurde Dr. Walther Hellige vom Städtischen Verkehrsamt, das Herr Arno Magnus übernahm.

April

  • 1. April 1954: Mit Wirkung vom heutigen Tage wurde von der bisherigen Friedenskirchen-Gemeinde der von der Friedrich Naumann-Straße bis zum Hagenberg laufende Bezirk zu einer neuen Gemeinde zusammengefaßt. Diese erhält den Namen "Christuskirchen-Gemeinde".
  • 1. April 1954: Prof. Dr. Erich Boehringer, bisher Ordinarius für antike lkonographie und Numismatik an der Georgia Augusta, ist zum Präsidenten des Deutschen Archäologischen Institutes, Sitz Berlin, ernannt worden.
  • 1. April 1954: Dr. Ernst Lamla, Honorarprofessor an der Universität, seit 1947 Oberstudiendirektor des Max Planck-Gymasiums, trat mit Erreichung der Altersgrenze von diesem Amt-zurück.
  • 1. April 1954: Die Kämmerei-Kasse der Stadt Göttingen fährt von heute ab die im Bundesgebiet weithin üblich Bezeichnung "Stadthauptkasse".
  • 5. April 1954: Oberstudiendirektor Dr. Hans Deneke aus Salzuflen in sein Amt an der Felix Klein-Oberschule eingeführt.
  • 11. April 1954:Auf der zur Zeit in Mexico-City stattfindenden deutschen, Industrie-Ausstellung sind auch die Göttinger Firmen Phywe und Sartorius vertreten. Unter den deutschen Wissenschaftlern, die zu Vorträgen dorthin eingeladen sind, befindet sich Prof. Dr. Schmucker, Ordinarius für Forstliche Botanik und Forstliche Mykologie an der Georgia Augusta.
  • 26. April 1954: Im ländlichen Volkshochschulheim Mariaspring Eröffnung des ersten Sonderlehrganges in der Bundesrepublik für Spätheimkehrer, der die Erlangung des Reifezeugnisses innerhalb eines Jahres zum Ziele hat. 51 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte nehmen an dem Kurs teil.
  • 28. April 1954: Oberstudiendirektor Dr. Hermann Körner, bisher Oberstudienrat an der Oberschule für Mädchen, am Max Planck-Gymnasium in sein Amt eingeführt.
  • 28. April 1954: 72jährig starb der Besitzer der Filmtheater Capitol, Eden, Kammerspiele und studio für filmkunst, Ernst Heidelberg.

Mai

  • 2. Mai 1954: Der bisherige Kulturdezernent, Dr. Karl Pfauter, verließ Göttingen. Er ist in das Auswärtige Amt berufen worden, um bei der Deutschen Botschaft in Neu-Delhi als Kulturreferent eingestellt zu werden.
  • 8. Mai 1954: Rektorats-Übergabe an der Universität: das Amt ging von Prof. Dr. Heimpel an Prof. Dr. ten Bruggencate über.
  • 9. Mai 1954: Landesbischof D. Dr. Lilje - Hannover führte Superintendent Gerhard Meyer, bisher Stiftsprediger in Loccum, als Ersten Geistlichen von St. Jakobi und Superintendenten des Kirchenkreises Göttingen-Nord ein.
  • 14. Mai 1954: Einweihung des neuen Heimes der Evangelischen Studentengemeinde, Bürger-Straße 24, durch Landesbischof D. Dr. Lilje. Abends in der Universitäts-Kirche Einführung des neuen evangelischen Studentenpfarrers, Dr. Walter Hartmann.
  • 16. Mai 1954: Auf dem Flugplatz stürzte ein Göttinger Segelflugzeug ab, der Pilot, Drogist Ernst-Dieter Purrmann, verunglückte tödlich.

Juni

  • Juni 1954: Göttingen nimmt in der Statistik über die Verschuldung der niedersächsischen Städte mit einem Kopfbetrag von 101,81 DM die zweite Stelle ein. Der durchschnittliche Schulden-Kopfbetrag beläuft sich auf 49,82 DM.
  • 5. Juni 1954: Das Deutsche Theater brachte die Uraufführung des Kriegsgefangenen-Schauspiels "Nr. 228 wird aufgerufen" von Erna Weißenborn.
  • 8. Juni 1954: In der St. Johannis-Kirche ist ein neuer Taufstein aufgestellt. Die Steinmetzarbeiten stammen von ,dem Stuttgarter Bildhauer Helmut Uhrig, der auch die Altarwand und den Kruzifixus in der Christus-Kirche gestaltete.
  • 24. Juni 1954: Amts-Einführung des neuen Rektors der Bonifatius-Schule, Paul Kreuzer, bisher in Northeim.
  • 26. Juni 1954: Bischof Dr. Machens-Hildesheim, weihte das Hildegardis-Mädchen-Wohnheim des Caritas-Verbandes in der Godehard-Straße ein.

Juli

  • 8. Juli 1954: Die Kammer Hildesheim des Landesverwaltungsgerichtes Hannover hob den Senatsbeschluß der Universität vom vorigen Jahre auf, durch den einer Anzahl farbentragender Verbindungen für die Dauer von zwei Semestern die Anerkennung abgesprochen worden war. Danach kann den Couleur-Korporationen das öffentliche Farbentragen nicht verwehrt werden.
  • 21. Juli 1954: Erste Aufführungen in den Räumen der Theaterwissenschaftlichen Abteilung des Seminars für Deutsche Philologie im Hause Geiststraße 4.
  • 23. Juli 1954: An den von der Verkehrswacht und Verkehrspolizei veranstalteten freiwilligen Prüfungen für Radfahrer beteiligten sich 552 Schüler, davon bestanden 533, an 43 konnte ein Ehrenwimpel verliehen werden.
  • 26. Juli 1954: Dr. Heinz Ronte, bisher Lehrbeauftragter für Soziologie an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven-Rüstersiel, vom Hauptausschuß zum Kultur- und Pressereferenten bei der Stadtverwaltung ernannt.
  • 27. Juli 1954: Die Westdeutsche Rektorenkonferenz wählte in Frankfurt am Main Professor Dr. Heimpel-Göttingen zum zweiten Male zu ihrem Präsidenten.

August

  • 9. August 1954: Tischlermeister Harry Lambach, um die Stadt als Bügervorsteher und ehrenamtlicher Senator verdient gewesen, seit 1954 Ehrenbürger, verschied im 88. Lebensjahre.
  • 31. August 1954: Der Erweiterungsbau des Hotels "Zur Sonne" wurde seiner Bestimmung übergeben.

September

  • 3. September 1954: Durch ein schweres Unwetter in den frühen Morgenstunden entstanden in Göttingen über 150 Schadenstellen, die St. Johannis-Kirche wurde von einem kalten Blitzschlag getroffen, ein anderer schlug auf dem Theaterplatz gegenüber dem Gymnasium auf dem Bürgersteig ein.
  • 5. September 1954: Einweihung des am Westhange des Wartberges errichteten Waldheimes der Reformierten Gemeinde.
  • 16. September 1954: In der ehemahligen Wörthkaserne zelebrierte das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der britischen Besatzungszone, Erzbischof Philoteus aus Hamburg, in der Orthodoxen Kapelle die episcopale Liturgie.
  • 18. September 1954: Uraufführung des Schauspiels "Eine Frau, die ich kannte", von Willi Kollo im Deutschen Theater.

Oktober

  • 13. Oktober 1954: Auf dem Grundstück Neustadt 21, neben der Marien-Kirche, fand die Grundsteinlegung eines neuen Gemeindehauses statt.
  • 14. Oktober 1954: Zur Errichtung einer zweiten Fernsprech-Vermittlungsstelle erhält das Hauptpostgebäude auf der Hofseite ein Geschoß aufgestockt.
  • 14. Oktober 1954: Feierliche Verleihung von zwei neuen Fahnen an das seit April 1953 hier garnisonierende I. Bataillon der "Kings Shopsire Light Infantry" durch den Chef des Empire-Generalstabes, Feldmarschall Sir John Harding.
  • 17. Oktober 1954: Die neue Orgel der katholischen St. Paulus-Kirche wurde eingeweiht.
  • 24. Oktober 1954: Nach Freigabe ihres in der nationalsozialistischen Zeit beschlagnahmten Gebäudes Obere Karspüle 47 nahm die Freimaurer-Loge "Augusta zum Goldenen Zirkel" es feierlich erneut in Benutzung.
  • 25. Oktober 1954: Mit 166 Hörern Wiedereröffnung der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Göttingen.
  • 31. Oktober 1954: In der St. Johannis-Kirche Einweihung der neuen, vom Göttinger Orgelbauer Ott geschaffenen Orgel.

November

  • 1. November 1954: Das Fernmeldebauamt Göttingen als selbständige Dienststelle aufgelöst und mit dem Fernmeldeamt vereinigt.
  • 1. November 1954: Prof. Dr. Max Born in Pyrmont, bis 1933 Professor an der Georg August-Universität und seit 1954 Ehrenbürger der Stadt Göttingen, erhielt den Nobel-Preis für Physik, gleichzeitig mit Prof. Dr. Bothe-Heidelberg.
  • 9. - 12. November 1954: Aus Anlaß des 300. Todestages des Kirchenmusikers Samuel Scheidt Festwoche der Göttinger Stadtkantorei.
  • 15. November 1954: Eröffnung einer neuen städtischen Autobuslinie (Linie 7): von der Breslauer Straße durch die Süd-, Innen- und West-Stadt zur Holtenser Landstraße (Siedlung Hagenberg).
  • 22. November 1954: Gründung einer Deutsch-Italienschen Kulturvereinigung.
  • 22. November 1954: Mit Genehmigung des Niedersächsischen Kultusministers hob der Senat der Universität die 1952 erlassene Ordnung für die Anerkennung studentischer Vereinigungen auf. Damit verlieren diese sämtlich den Schutz der Hochschule.

Dezember

  • 8. Dezember 1954: Dechant Robert Marheinecke-Göttingen auf der Kapitelsitzung des Ritterordens vom Heiligen Grabe in Köln zum Komtur und zum Prior der neugegründeten niedersächsischen Ordenprovinz bestellt.

Geburten

Todesfälle

Quellen

  • Stadtarchiv Göttingen (Das Stadtarchiv erstellt seit 1900 jährlich die Chronik der Stadt. In ihr sind - jeweils aus zeitgenössischer Sicht - die wichtigsten Ereignisse eines Jahres zusammengestellt. Für die Zeit vor 1900 wurde die Chronik 1953 vom damaligen Stadtarchivar Wilhelm van Kempen erarbeitet.)