1957

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Jubiläen

Ereignisse

Januar

  • 11. Januar 1957: Der Ratsausschuss "Wirtschaft und Verkehr" befürwortete die Gründung einer Flughafen-Betriebsgesellschaft, um für Göttingen einen Landeplatz für zivilen Luftverkehr zu ermöglichen.
  • 12. Januar 1957: Bei der Feier des 70jährigen Bestehens der Fleischer-Innung überreichte der Landes-Innungsmeister dem derzeitigen Obermeister Otto Beck eine Amtskette, die der jeweilige Obermeister künftig bei besonderen Gelegenheiten tragen wird.
  • 14. Januar 1957: Ab heute ist eine neue Autobus-Linie eingeführt: Linie 9, die von Grone über Markt und Theaterplatz zur Brüder-Grimm-Allee führt.
  • 23. Januar 1957: Günther Weißenborn, der langjährige, um Entwicklung des Göttinger Symphonie-Orchesters verdiente Dirigent, legte die Leitung nieder. Seine Nachfolge übernahm der als Flüchtling aus Budapest hierhergekommene ungarische Dirigent Béla Hollai.

Februar

  • 19. Februar 1957: Nach fast fünfmonatiger Schließung und völligem Umbau wurde der "Ratskeller" wieder eröffnet.
  • 23. Februar 1957: Oberkonsistorialrat i. R. D. Walter Schwarz, Direktor des seit 1946 in Göttingen beheimateten Evangelischen Presseverbandes für Deutschland und Leiter der hiesigen Evangelischen Bibliotheksschule, starb im Alter von 70 Jahren.

März

  • 1. März 1957: Rechtsanwalt und Notar Hermann Föge, Rentner Heinrich Ische und Vollziehungsbeamter a. D. Fritz Wittorf erhielten aus der Hand von Oberbürgermeister Prof. Dr. Jungmichel in feierlicher Sitzung im Rathause die Ehrenbürgerbriefe überreicht.
  • 6. - 19. März 1957: Naturschutzaufklärungswoche in Stadt- und Landkreis, während der hauptsächlich in den Schulen für Naturschutz und Landschaftspflege durch Vorträge geworben wurde.
  • 8. März 1957: Beim Gottesdienst aus Anlaß des Weltgebettages der Frauen hielt in der Marien-Kirche eine Japanerin, Frau Haruko aus Osaka, die Predigt.
  • 13. März 1957: Prof. Dr. Hans Heinrich Schaeder, Ordinarius für Orientalistik und einer der vielseitigsten Gelehrten der Georgia-Augusta, ist 62jährig gestorben.
  • 16. März 1957: Für die 1936 geborenen, also jetzt wahlberechtigt gewordenen Göttingerinnen und Göttinger gab die Stadt die nun schon traditionelle Jungbürger-Feier.
  • 21. März 1957: In der Ziethen-Kaserne auf dem Lohberge Übernahme von zwei Gebäuden von der dort stationierten britischen Truppeneinheit durch die Bundeswehr. Die Kaserne wird daher deutsche und britische Soldaten gemeinsam beherbergen. Brigadier Kenchington, von 1948 bis 1955 British Resident, nach 1955 Services Liaison Officer in Göttingen, verdient um gute deutsch-englische Beziehungen hier, erhielt auf einstimmigen Ratsbeschluß beim Abschied von Göttingen die Ehrenplakette der Stadt überreicht.
  • 24. März 1957: Die "Kammerspiele" in der Hospitalstraße wurden nachts von einem Schadenfeuer heimgesucht, das die Inneneinrichtung vernichtete.

April

  • 1. April 1957: In Bremen-Burg lief auf der Yacht- und Bootswerft Burmester ein Küsten-Minensuchboot der Bundesmarine von Stapel. Nach einer Ansprache von Oberbürgermeister Prof. Dr. Jungmichel taufte dessen Gattin das Schiff auf den Namen "Göttingen".
  • 17. April 1957: Auf Einladung der Göttinger Studentenschaft traf heute eine Gruppe polnischer Studenten der Universität Posen hier ein. Der Besuch soll der Verständigung zwischen beiden Völkern dienen.
  • 17. April 1957: Einweihung des neuen Sozialgebäudes auf dem Gelände des Bahnbetriebswerkes des Göttinger Verschiebebahnhofes.
  • 25. April 1957: Das vom Rate beschlossene vierte Göttinger Gymnasium begann heute mit 6 Klassen seine Tätigkeit. Bis zur Fertigstellung eines eigenen Gebäudes werden die Räume der in die neue Südschule übergesiedelten VII. Volksschule in der sogenannten "Weißen Schule" am Gothaer Platz benutzt.
  • 25. April 1957: In festlichem Rahmen beging die Volksbank Göttingen ihr 60jähriges Bestehen.
  • Ende April 1957: 14 Göttinger Firmen sind auf der zur Zeit in Hannover abgehaltenen Deutschen Industrie-Messe 1957 als Aussteller vertreten.

Mai

  • 1. Mai 1957: Große Maikundgebung der Gewerkschaften auf dem Marktplatz mit der hier seit Jahren üblichen Ansprache des Rektors der Universität.
  • 6. Mai 1957: Prof. Dr. Rudolf Gerber, Ordinarius für Musikwissenschaft an der Georgia Augusta und in der Göttinger Händel-Gesellschaft lebhaft tätig, starb im Alter von 58 Jahren.
  • 8. Mai 1957: In einer Feierstunde gedachte die Kreissparkasse der hundertjährigen Wiederkehr des Gründungstages der Amtssparkasse Reinhausen, deren Rechtsnachfolgerin sie ist.
  • 10. Mai 1957: 68jährig verschied der langjährige Vorsitzende des Wissenschaftlichen Prüfungsamtes an der Universität, von September 1950 bis November 1952 auch Direktor der Felix-Klein-Oberschule, Oberschulrat i. R. Dr. Hans Schauer.
  • 18. Mai 1957: An der Universität Immatrikulation von 1987 neuen Studierenden. Die Gesamtzahl überschritt jetzt erstmalig die 6000-Grenze.
  • 18. Mai 1957: Schmiede- und Kraftfahrzeugmeister Gustav Bielefeld, seit 1950 Göttinger Kreishandwerksmeister, zum Landes-Innungsmeister des niedersächsischen Schmiedehandwerks gewählt.
  • 20. Mai 1957: Heute ist die erste Bundeswehr-Einheit (eine Luftwaffen-Fernmeldekompanie) in die Ziethen-Kaseme eingerückt.
  • 22. Mai 1957: In den 14. Lehrgang der Pädagogischen Hochschule wurden 120 neue Studierende feierlich aufgenommen.
  • 24. Mai 1957: Oberstudiendirektor Dr. Korn als neuer Leiter des Gymnasiums für Mädchen in sein Amt eingeführt.
  • 26. Mai 1957: Unter dem heutigen Datum ehrte Bundespräsident Prof. Theodor Heuss durch Verleihung der Zelter-Plakette die kirchenmusikalische Tätigkeit der Göttinger Stadtkantorei.

Juni

  • 2. Juni 1957: Einführung von Pastor Moderegger, bisher in Rössing bei Elze, in die neugeschaffene dritte Pfarrstelle an St. Jakobi.
  • 5. Juni 1957: Kultusminister Langeheine, Kulturausschuß und Ausschuß für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtages besuchten Göttingen, um sich über die Verhältnisse der Universität, besonders die Baunotwendigkeiten, zu unterrichten.
  • 5. Juni 1957: Die Akademische Fliegergruppe taufte auf dem Universitäts-Sportplatz ein neues Segelflugzeug.
  • 7. Juni 1957: Als neue Stätte der Beziehungen zwischen ausländischen und deutschen Studenten eröffnete der derzeitige Rektor der Georgia Augusta, Prof. Dr. jur. Weber, im Hause Wöhler-Straße 9 das "Foyer internationaler Begegnung", das mit Hilfe des Auswärtigen Amtes in Bonn eingerichtet ist.
  • 12. Juni 1957: Zum zweiten Male ist der Otto-Lilienthal-Preis für wissenschaftiche Arbeiten auf dem Gebiete der Luftfahrt an das Felix-Klein-Gymnasium gefallen. Heute erhielt der Abiturient Hans-Joachim Kaese den mit 5000 DM dotierten Preis überreicht.
  • 17. Juni 1957: Wie schon seit Jahren wurde wieder im Gedenken an die mittel- und ostdeutschen Gebiete der "Tag der deutschen Einheit" begangen.
  • 22. Juni 1957: Einweihung der von Architekt Dipl.-Ing. Schulze-Holzweißig errichteten Kapelle der Advent-Gemeinde, Am Steinsgraben 11.
  • 25. - 30. Juni 1957: Göttinger Händel-Fest 1957, veranstaltet von der Göttinger Händel-Gesellschaft und der Stadtkantorei in Verbindung mit dem Norddeutschen Rundfunk Hannover. Die Leitung der drei Kammerkonzerte hatte der Direktor der Singakademie Berlin Mathieu Lange, von 1937 bis 1944 Städtischer Musikdirektor in Göttingen. Das Landestheater Sachsen-Anhalt aus Halle führte im Deutschen Theater die Händel-Oper " Poros" auf.
  • 27. Juni 1957: Richtfest auf dem Neubau des ersten Bauabschnittes der Pädagogischen Hochschule zwischen Waldweg und Kreuzbergring.
  • 27. Juni 1957: Das Industriegelände auf dem früheren Flugplatz war bisher der Hochwassergefahr ausgesetzt. Zu ihrer Behebung wird jetzt der Flötergraben durch Verbreiterung zu einem Hochwasserbett umgebaut.

Juli

  • 1. Juli 1957: Heute beginnt das Internationale Geophysikalische Jahr 1957, während dem Wissenschaftler aus rund 50 Nationen sich um Klärung der physikalischen Vorgänge im Weltall bemühen werden. Vorsitzender des Deutschen Ausschusses für die Bundesrepublik ist der Göttinger Ordinarius für Geophysik und Direktor des Max-Planck-Institutes für Physik der Stratosphäre und der Ionosphäre Prof. Dr. Julius Bartels.
  • 3. Juli 1957: An der sechsten von der Stadt veranstalteten Jungbürger-Feier nahmen 400 junge Göttingerinnen und Göttinger des Jahrganges 1935 teil.
  • 5. Juli 1957: Richtfest beim Neubau der Dermatologischen Klinik am Kreuzbergring.
  • 6. Juli 1957: In Gegenwart des Niedersächsischen Ministerpräsidenten, des Kultusministers, des Landtagspräsidenten und vieler Ehrengäste beging die Georgia Augusta den 200. Geburtstag des Reichsfreiherrn vom und zum Stein, 1773 bis 1777 Student in Göttingen.
  • 8. Juli 1957: Ein schweres Unwetter mit Hagelboen von 100 Stundenkilometern Geschwindigkeit richtete heute in der Stadt viel Unheil an: Bäume-, selbst Laternenpfähle wurden abgeknickt, Straßen waren überschwemmt, die Feuerwehr mußte viele Keller auspumpen.
  • 8. Juli 1957: Der Umbau der Häuser der beiden Gothaer Versicherungsbanken am Gothaer Platz ist beendet. Durch Aufstockung, inneren Ausbau, Veränderung der Fenster wurde aus der häßlichen einstigen Lüttich-Kaserne ein modernes Verwaltungsgebäude von guter architektonischer Gestaltung.
  • 8. Juli 1957: Hauptmann Dr. Boecher, seit dem 20. März der erste deutsche Standortkommandant Göttingens nach 1945, kehrte zur Truppe zurück. Sein Nachfolger wurde Hauptmann lbscher.
  • 8. Juli 1957: In diesen Tagen weilte der neue Bischof von Hildesheim, Heinrich Maria Janssen, zum Besuch der hiesigen katholischen Gemeinde und der Behörden hier.
  • 9. Juli 1957: Zehn Mitglieder der Göttinger Studentenschaft traten eine dreiwöchige Reise zu polnischen Hochschulen an als Erwiderung des Besuches von Studenten der Universität Posen im April.
  • 13. Juli 1957: Einweihung des neuerbauten Max-Planck-Institutes für Geschichte, Hoher Weg 11, in Gegenwart von Bundespräsident Professor Heuss und des Niedersächsischen Kultusministers Langeheine. Der Bundespräsident hielt eine vielbeachtete Ansprache.
  • 14. Juli 1957: Die nach den Plänen von Kirchenbauarchitekt Siegfried Brauer, Heutingsheim bei Stuttgart, umgebaute Kapelle der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in der Bürgerstraße ist im festlichen Gottesdienst wieder eingeweiht worden.
  • 15. Juli 1957: Im Rahmen des diesjährigen Schützenfestes wurde das neue Schützenhaus (das sechste in der vielhundertjährigen Geschichte) seiner Bestimmung übergeben.
  • 16. Juli 1957: Professor Dr. Ernst Waldschmidt, Ordinarius für indische Philologie an der Georgia Augusta, hat sein Haus, Hainbundstraße 21, mit seiner wertvollen Bibliothek dem Indologischen Seminar der Universität geschenkt. Diese Schenkung wurde heute in einer Feierstunde offiziell vollzogen, an welcher der Botschafter Indiens, Exzellenz A. C. W. Nambiar, Bonn, teilnahm. Anschließend weihte ein indischer Gelehrter in feierlichem Ritus das Haus.
  • 16. Juli 1957: Nach langen Jahren der Unterbrechung nahmen Universität und Studentenschaft erstmalig wieder offiziell an einem Göttinger Schützenfest teil. Der derzeitige Rektor, Prof. Dr. jur. Weber, stiftete einen silbernen Pokal, der von der Studentenschaft alljährlich ausgeschossen werden soll.
  • 19. Juli 1957: Die Gewerbeschule feierte auf ihrem Neubau, Ecke Ritterplan/Karspüle, das Richtfest.
  • 20. Juli 1957: Einweihung des von der "Juristenrunde" errichteten neuen Studentenwohnheimes "Forum", Brüder-Grimm-Allee 57.
  • 21. Juli 1957: Für 70 Mädchen und Jungen, die keine Ferienreise unternehmen können, hat das Städtische Jugendamt im Hainberg erstmalig ein Zeltlager eingerichtet, das bis zum 11. August dauern wird.
  • 26. Juli 1957: Unter Führung ihrer Lehrer trafen 19 englische Schülerinnen zum Besuch der Personn-Schule ein, die einen Schüleraustausch mit dem Wymondham-College in der Grafschaft Norfolk unterhält.
  • 28. Juli 1957: Die Spielvereinigung Göttingen eröffnete aus Anlaß ihres 50jährigen Bestehens eine Festwoche, in deren Rahmen am 31. Juli die Rollschuhbahn am Sandweg ihrer Bestimmung übergeben wird.
  • 28. Juli 1957: Richtfest auf dem ersten Bauabschnitt des neuen Landgerichts-Gebäudes an der Berliner Straße.

August

  • 7. August 1957: Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes des Landkreises an der Bürgerstraße. Der erste Spatenstich war am 6. August des Vorjahres getan, der Entwurf stammt von Architekt Hopfgartner, die Kosten betragen 1,2 Mill. DM. Mit 58 Teilnehmern aus 15 Nationen begann im Fritdjof-Nansen-Haus wieder ein dreiwöchiger Internationaler Ferienkurs.
  • 20. August 1957: Zu einem auf drei Wochen vorgesehenen Aufenthalt trafen 16 Pädagogen aus England ein, um das hiesige Erziehungswesen kennenzulernen.
  • 31. August 1957: Wieder kam ausländischer Besuch nach Göttingen: 18 Schülerinnen aus Rouen, die im Rahmen des bestehenden Austausches drei Wochen hier verleben werden.
  • 31. August 1957: In der Rathaushalle in Gegenwart des Ersten Vorsitzenden des Deutschen Turnerbundes, Oberbürgermeister Bockelmann, Frankfurt a. M., feierliche Eröffnung der Deutschen Turnmeisterschaften 1957. Die Meisterschaften wurden von 1200 Turnern am 31. August und 1. September in der Jahn-Kampfbahn ausgetragen.

September

  • 15. September 1957: Nach sehr aktivem, aber störungslos verlaufenem Wahlkampf fand heute die Wahl zum Bundestag statt. Im Wahlkreis Göttingen-Hannoversch-Münden siegte der von der CDU, der DP und der FV gemeinsam aufgestellte Kandidat, Vizekanzler Dr. h. c. Blücher. Damit ging der Wahlkreis der FDP verloren, die ihn bisher innegehabt hatte.
  • 15. September 1957: Im Deutschen Theater Uraufführung der vieraktigen Komödie "Konflikt in Assyrien" des verstorbenen Dichters Walter Hasenclever.
  • 19. September 1957: In fünf Schulklassen mußte heute der Unterricht ausgesetzt werden, da über die Hälfte der Kinder an Grippe erkrankt war.
  • 22. September 1957: Der "Bund vertriebener Deutscher" beging den diesjährigen "Tag der Heimat" mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz.
  • 29. September 1957: Mit einem Festakt wurden in den Handelslehranstalten am Friedländer Weg die neuen Laboratorien der Drogisten-Fachschule eingeweiht.

Oktober

  • 1. Oktober 1957: Feier des 100jährigen Bestehens der Firma Rudolf Winkel, Optische Werke. Den Höhepunkt des Festaktes im Deutschen Theater bildete die Verkündigung der Eingliederung des Werkes in die Carl-Zeiss-Stiftung. Die Firma Winkel gehört schon seit 1911 den Zeiss-Werken.
  • 5. Oktober 1957: Nach schwerem Leiden verstarb im Alter von 68 Jahren zu Madison, Wisconsin (USA), der Schöpfer der Göttinger Händel-Festspiele und Begründer der Händel-Renaissance, Prof. Dr. Oskar Hagen.
  • 7. Oktober 1957: In traditioneller Weise beging das Göttinger Handwerk den Tag der Gildenwahl.
  • 19. Oktober 1957: Das Deutsche Theater brachte die Uraufführung des Schauspiels "Der Gipfel" von Egon Eis, München.
  • Ende Oktober 1957: Eine Klasse der 8. Volksschule hilft derzeitig bei Aufforstungsarbeiten des nordöstlichen Abhanges des Lohberges.
  • 30. Oktober 1957: Die Gartetalbahn machte heute unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ihre letzte Fahrt nach Rittmarshausen. Der Schienenbetrieb der 1897 gegründeten Kleinbahn entwickelte sich in den letzten Jahren immer ungünstiger. Den Personenverkehr übernehmen künftig Autobusse.
  • 30. Oktober 1957: Unter Leitung von Prof. Dr. Jankuhn begann in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Geschichte und dem Städtischen Museum eine wissenschaftiiche Versuchsgrabung auf dem südwestlichen Vorburg-Gelände der einstigen Pfalz Grona. Man hat dabei festgestellt, daß das Gelände im 10. oder 11. Jahrhundert besiedelt war.

November

  • 3. November 1957: In der Albani-Kirche durch Landessuperintendenten Detering, Hildesheim, Einführung von Superintendent Achilles - bisher in Melle - als Nachfolger des verstorbenen Pastors Leitskau im Pfarrbezirk II von St. Albani wie als Superintendent des Kirchenkreises Göttingen-Süd.
  • 5. November 1957: Mit einer Parade vor dem Rathaus verabschiedete sich das hier stationierte britische Border Regiment von seinem Standort, es wird nach Berlin verlegt. Seither steht in Göttingen keine englische Truppe mehr.
  • 6. November 1957: Richtfest des Neubaus der Zweigstelle II der Städtischen Sparkasse, Ecke Groner Tor- und Geiststraße.
  • 7. November 1957: Erst 55jährig starb der langjährige Vorsitzende des Kreis-Sportbundes Göttingen und Stellvertretende Vorsitzende des Bezirks-Sportbundes Hildesheim, Fritz Hahne.
  • 8. November 1957: Mit großer Mehrheit beschloß der Rat den Ausbau des alten Kiessees und des umliegenden Geländes zu einer großzügigen Erholungs- und Sportanlage.
  • 15. November 1957: In der Personn-Schule Abschiedsfeier für den als Schulrat nach Hannover berufenen bisherigen Rektor Ernst Ohliger.
  • 16. November 1957: Immatrikulationsfeier der Universität. 1181 neue akademische Bürger sind für das Winter-Semester eingetragen, davon sind 264 Studienanfänger.
  • 17. November 1957: Pfarrerwahl in der Reformierten Gemeinde. Für den im kommenden Frühjahr im Alter von 70 Jahren in den Ruhestand tretenden Pastor Kamlah wurden der bisherige Hilfsprediger der Gemeinde Pitsch und Pastor Tibbe, bisher in Altona, zu Geistlichen der Göttinger Gemeinde gewählt.
  • 22. November 1957: Der Rektor der Universität Teheran, Exzellenz Prof. Dr. med. Farhad, besuchte die Georgia Augusta.
  • 28. November - 4. Dezember 1957: Nach langen Verhandlungen ist. zwischen der Stadt Göttingen und der Gemeinde Geismar ein zunächst auf 6 Jahre befristeter Vertrag geschlossen worden, nach dem Göttingen an Geisrnar das dort zusätzlich benötigte Wasser liefert.
  • 29. November 1957: Einweihung des neuen Altersheimes auf dem Grundstück des Stiftes "Alt-Bethlehem" in der Oberen Karspüle.

Dezember

  • 5. Dezember 1957: Schweigemarsch vom Auditorium zum Albani-Platz und Kundgebung von über 4000 Studentinnen und Studenten dort gegen die Verurteilung des Leipziger evangelischen Studentenpfarres Schmutzler.
  • 21. Dezember 1957: Eugen Dumont, der Senior des Deutschen Theaters, starb im 81. Lebensjahr.
  • 25. Dezember 1957: Eröffnung des neuesten Göttinger Kinos, des "Sternchens" in der Stern-Straße.

Geburten

Todesfälle

Quellen

  • Stadtarchiv Göttingen (Das Stadtarchiv erstellt seit 1900 jährlich die Chronik der Stadt. In ihr sind - jeweils aus zeitgenössischer Sicht - die wichtigsten Ereignisse eines Jahres zusammengestellt. Für die Zeit vor 1900 wurde die Chronik 1953 vom damaligen Stadtarchivar Wilhelm van Kempen erarbeitet.)