1959

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Jubiläen

Ereignisse

Januar

  • 14. Januar 1959: In vertraulicher Sitzung und geheimer Abstimmung wählte der Rat mit 22 Stimmen bei einer Enthaltung den derzeitigen Stadtdirektor von Hagen in Westfalen, Erich Heinrich Biederbeck, zum Oberstadtdirektor von Göttingen.
  • 15. Januar 1959: Eröffnung der Zweigstelle IV der Städtischen Sparkasse im neuerbauten Hause Planckstraße 27.
  • 20. Januar 1959: Richtfest des für das Seminargebäude der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät bestimmten ersten Bauabschnittes des Geisteswissenschaftlichen Zentrums am Nikolausberger Wege.

Februar

  • 7. Februar 1959: Im "Deutschen Theater" Uraufführung des Schauspiels "Keine Zeit für Heilige" von Joachim Wichmann. Der Autor ist Mitglied des Theaters.
  • 11. Februar 1959: Für den Stadtkreis begannen heute wieder die gesetzlich vorgeschriebenen Röntgen-Reihenuntersuchungen der gesamten Einwohnerschaft.
  • 21. Februar 1959: Wie in anderen Städten der Bundesrepublik, stellten sich heute auch hier führende Persönlichkeiten des Rates und der Stadtverwaltung, der Industrie- und Handelskammer sowie des Handwerks durch Verkauf von Abzeichen in den Dienst der Aktion für Berlin "Macht das Tor auf!". Die Abzeichen zeigen das Brandenburger Tor in Berlin.

März

  • 8. März 1959: In Gegenwart von Bundespräsident Heuss und zahlreicher sonstiger Ehrengäste veranstaltete der Senat der Max-Planck-Gesellschaft für deren Präsidenten, Prof. Dr. Dr. Otto Hahn, anläßlich der Vollendung des 80. Lebensjahres eine Feierstunde. Unter den vielen Ehrungen befand sich auch das Ehrenbürgerrecht der Stadt Göttingen.
  • 13. März 1959: Zur Sicherung künftiger baulicher Entwicklung der Universität beschloß der Rat, vier Stadtteile als Universitäts-Aufbaugebiete zu erklären. Im Norden ist dies der westlich von der Robert-Koch-Straße, östlich vom Wege nach Hoffmannshof, südlich vom Kreuzbergring, nördlich von der Weender Gemarkungsgrenze umschIossene Raum. - Das zweite Gebiet reicht vom Kreuzbergring im Norden bis zur Nordgrenze des Theaterplatzes im, Süden, umreißt das Gelände zwischen Weender Landstraße und Goßlerstraße. Den dritten Raum bildet das von Bürger-, Bunsen-, Böttinger- und unterer Lotzestraße umschlossene Terrain. - Das vierte Gebiet liegt zwischen Leinekanal im Westen, der Geismarer Gemarkungsgrenze im Süden, der verlängerten Lotzestraße im Osten und der Gartetalbahn im Norden. In den zu Aufbaugebieten bestimmten Räumen hat die Stadt das gesetzliche Vorkaufsrecht, auch sind Bausperren möglich.
  • 13. März 1959: In gleicher Sitzung beschloß der Rat, den Direktor des Institutes für Verkehrswissenschaft Straßenwesen und Städtebau der Technischen Hochschule Hannover, Prof. Dr. Ing. Schlums, mit der Ausarbeitung eines Generalverkehrsplanes für Göttingen zu beauftragen.
  • 25. März 1959: Landgerichtspräsident i. R. Meyerhoff erhielt heute Urkunde und Ehrenkette als Ehrenbürger der Universität vom Rektor überreicht.
  • 27. März 1959: Uraufführung der Johannes-Passion des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jan Bender durch die St. Jakobi-Kantorei.

April

  • 1. April 1959: Vierzigjähriges Bühnenjubiläum des Leiters des "Deutschen Theaters", Heinz Hilpert.
  • 2. April 1959: Nachdem am 31. März schon die Bäcker-Innung ihre Gesellen und Gehilfen aus der Lehre entlassen hatte, konnten heute 377 kaufmännische Lehrlinge freigesprochen werden. Am gleichen Tage fand auch die Lossprechung der neuen Gesellen und Gehilfinnen des Schlachterhandwerks und die der gewerblichen Lehrlinge statt.
  • 15. April 1959: Der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte Europa-Mitte, General Valluy, stattete mit dem Befehlshaber der alliierten Landstreitkräfte Europa-Mitte, General Dr. Speidel, und dem Heeres-Inspekteur der Bundeswehr, Generalleutnant Röttiger, auf einer Besichtigungsreise durch das Zonengrenzgebiet dem Göttinger Rathause einen Besuch ab.
  • 16. April 1959: Eine Gruppe von 14 jugoslawischen Schwimmern traf zu einem internationalen Hallen-Wettkampf ein. Im Rathause wurde sie von Vertretern der Stadt begrüßt.
  • 19. April 1959: Bei den Wahlen zum Niedersächsischen Landtage ging hier die Sozialdemokratie mit 34,4 v. H. Stimmen als stärkste Partei hervor. Ihre Kandidatin, Frau Ehrengard Schramm, wird daher als Abgeordnete für Göttingen-Stadt dem Parlament angehören. Über die Landesliste ihrer Parteien sind noch zwei weitere Göttinger in den Landtag gewählt worden: Oberbürgermeister Prof. Dr. Jungmichel (FDP) und Frau Bibliotheksrätin Dr. Bonnemann (CDU). - Im Landkreis Göttingen wurde der bisherige Abgeordnete Landrat Fahlbusch-Weende (SPD), wiedergewählt.
  • 25. April 1959: Mit Pflanzung von drei jungen Eschen durch Schüler der Gerhart-Hauptmann-Schule beging man im einstigen "Levinschen Park" beim früheren Flugplatz den diesjährigen "Tag des Baumes".
  • 26. April 1959: Pastor Dr. Hans Müller, seit 1958 Hilfsgeistlicher an St. Johannis, in das neugeschaffene dritte Pfarramt der Gemeinde eingeführt.
  • 26. April 1959: Auf der heute eröffneten 12. Deutschen Industriemesse in Hannover haben zehn Göttinger Firmen ausgestellt.
  • 27. April 1959: Fabrikant Albert Vohl, Inhaber der Firmen Albert-Vohl-Werke, Pergamentpapierfabrik Vohlit-Werke, Holzwerke A. Vohl & Söhne, starb im 78. Lebensjahre. Der Heimgegangene zählte zu den angesehensten Vertretern der Göttinger Wirtschaft.
  • 28. April 1959: Anstelle des ausgeschiedenen Kapitäns zur See a. D. von Borries ist heute Diplom-Psychologe Heinrich Brosch als Ratsherr eingeführt worden.

Mai

  • 1. Mai 1959: Im nun schon seit langen Jahren üblichen Rahmen einer Kundgebung vor dem Rathause mit Ansprachen des Geschäftsführers des Deutschen Gewerkschaftsbundes wie des Rektors der Universität begingen die Gewerkschaften den Weltfeiertag der Arbeit.
  • 4. - 9. Mai 1959: Wie in der gesamten Bundesrepublik, fand auch hier eine Verkehrssicherheitswoche statt.
  • 8. Mai 1959: Die Göttinger Chorgemeinschaft trat mit 140 Personen eine viertägige Reise nach Leipzig an zur Erwiderung des Besuches des Männergesangvereins Leipzig-Schönfeld in Göttingen im vorigen Jahre.
  • 9. Mai 1959: An der Universität feierlicher Rektoratswechsel. Das Amt ging von Prof. D. Otto Weber an den Ordinarius für innere Medizin, Prof. Dr. Rudolf Schoen, über.
  • 11. Mai 1959: Richtfest des 985 qm umfassenden zweiten Traktes des neuen Gerichtsgebäudes an der Berliner Straße.
  • 13. Mai 1959: Immatrikulationsfeier an der Universität. Die Gesamtzahl der Studierenden dieses Semesters wird etwa 7500 betragen. Unter den 2045 Neu-Immatrikulierten sind 1253 Studienanfänger.
  • 17. Mai 1959: Die studentische Verbindung "Lunaburgia" beging ihr 100jähriges Bestehen.
  • 21. Mai 1959: Als älteste Einwohnerin Göttingens konnte Frau Lina Heyne, eine geborene Chemnitzerin, heute ihr hundertstes Lebensjahr vollenden.
  • 21. Mai 1959: Außer an der Kreuzung Weender-, Theater- und Prinzenstraße, wo der Verkehr seit Jahren schon durch Lichtampeln geregelt wird, ist jetzt auch an der Kreuzung Groner-, Nikolai- und Zindelstraße eine solche Einrichtung geschaffen worden.
  • 23. Mai 1959: Mit einer Feierstunde im Rathause Eröffnung der vom Kreissportbund Göttingen-Stadt durchgeführten Sport-Werbewoche.
  • 30. Mai 1959: Wieder brachte das "Deutsche Theater" eine Uraufführung heraus: "Zwei Worte töten", ein Stück des Soester Dichters Erwin Sylvanus.
  • 30. Mai 1959: An der Pädagogischen Hochschule wurden 223 Studierende und 59 Teilnehmer der Mittelschullehrer-Kurse immatrikuliert. Von diesen 282 Personen sind 221 Frauen.

Juni

  • 5. - 7. Juni 1959: 150jähriges Stiftungsfest des Corps "Hannovera".
  • 7. Juni 1959: Der 1859 von Oberlehrer Christian Voigt als "Handwerkerverein" gegründete Göttinger Silcher-Chor feierte sein 100jähriges Bestehen.
  • 9. Juni 1959: Prof. Dr. Dr. Windaus, bis zu seiner Emeritierung 1944 Direktor des Chemischen Instituts der Georgia Augusta, einer der bedeutendsten Gelehrten seines Faches und 1928 Nobelpreisträger für Chemie, starb im Alter von 83 Jahren.
  • 13. Juni 1959: Zur Einweihung der neuen Deutschen Turnschule in Frankfurt am Main ist ein Stern-Staffellauf aus der ganzen Bundesrepublik veranstaltet worden. Die von der Ostsee kommende Staffel traf heute hier ein. Vor dem Theater wurde ihr von Oberbürgermeister Prof. Dr. Jungmichel in Gegenwart der Vorstände der hiesigen Turnvereine eine Grußbotschaft der Stadt Göttingen für Frankfurt überreicht.
  • 15. Juni 1959: In der völlig überfüllten St.- Johannis-Kirche sprach der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof D. Otto Dibelius, Berlin, über "Der Christ und der totalitäre Staat".
  • 15. Juni 1959: 38 schwedische Oberschülerinnen und -schüler kamen nach Göttingen, wo sie bis zum 10. Juli an einem Ferienkurs für Deutsch teilnehmen und in Familien wohnen.
  • 16. Juni 1959: Am Vorabend des "Tages der deutschen Einheit" fand im Rosengarten am Wall eine Feier statt. Aus allen Stadtteilen marschierten fünf große Fackelzüge herbei, insgesamt waren an die 20 000 Personen anwesend. Außer dem Oberbürgermeister sprach das Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses Manfred Klein. - Am Mahnmal vor der Jakobi-Kirche hielten Jungen und Mädchen bis Mitternacht eine Mahnwache.
  • 21. Juni 1959: In der Jahn-Kampfbahn Sprengel-Gemeindetag des Landessuperintendentur-Sprengels Göttingen (Kreise Göttingen- Stadt und -Land, Northeim, Einbeck, Holzminden, Osterode, Hann.-Münden). Der Tag stand unter dem Motto "Die Familie heute". Beim Eröffnungsgottesdienst hielt Landesbischof -D. Dr. Lilje, Hannover, die Predigt. Nachmittags fand eine Stunde der Jugend und eine Großkundgebung statt. Die Staats- und Universitätsbibliothek bot eine Ausstellung alter Bibel- und Gesangbuch-Drucke wie kirchliche Kunst. In zwei Lichtspieltheatern wurden dem Thema des Tages gemäße Filme gezeigt und in St. Johannis ein Orgelkonzert geboten.
  • 21. Juni 1959: In dem vom Bundeswohnungsbau-Ministerium ausgeschriebenen Kleingarten-Wettbewerb deutscher Städte und Gemeinden erhielt Göttingen in der Größenklasse II (75 000 bis 200 000 Einwohner) den ersten Preis und wurde damit niedersächsischer Landessieger.
  • 24. Juni 1959: Eine Gruppe von acht Universitätsprofessoren der Germanistik- aus den USA bereist im Rahmen des Gästeprogrammes der Bundesregierung zur Zeit die Bundesrepublik. Sie traf vorgestern in Göttingen ein, wurde gestern vom Rektor der Universität und heute von der Stadt im Rathaussaal begrüßt.
  • 27. Juni - 5. Juli 1959: Aus Anlaß der 200. Wiederkehr des Todestages Georg Friedrich Händels veranstaltete die Göttinger Händel-Gesellschaft wieder Festspiele, die mit der Erstaufführung der Oper "Ariodante" vom Theater der Freien Hansestadt Bremen unter der Regie von Generalintendant Lippert und dem Bremer Philharmonischen Staatsorchester (General-musikdirektor Wallberg) bestritten wurden. Bei der festlichen Eröffnung musizierte die Akademische Orchester-Vereinigung unter dem Akademischen Musikdirektor Fuchs. Eine Besonderheit war die erstmalige szenische Aufführung eines Händel-Oratoriums in einer Kirche. Unter Kirchenmusikdirektor Doormann wurde in St. Johannis zweimal das Oratorium "Belsazar" geboten (Regie Hans C. Burz).
  • 27. Juni 1959: Am Kiessee Einweihung des Bootshauses des Göttinger Paddler-Clubs.
  • 30. Juni 1959: Nach 25jähriger hiesiger Amtstätigkeit schied bei Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze Stadtarchivdirektor Dr. van Kempen aus dem Dienste der Stadt Göttingen und wurde von Rat und Verwaltung im Sitzungssaale des Rathauses feierlich verabschiedet.

Juli

Juli

  • 1. Juli 1959: Dr. Walter Nissen von der Staatlichen Archivberatungsstelle Münster, vordem Direktor der Abteilung Merseburg des Deutschen Zentralarchivs, trat sein Amt als Stadtarchivdirektor an.
  • 1. Juli 1959: Der Kurator der Universität, Dr. Konrad Müller, ist mit Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs im Niedersächsischen Kultusministerium beauftragt worden.
  • 1. Juli 1959: Zur Zeit werden die Gleise der früheren Gartetalbahn aufgenommen, um mit dem Wagenpark verschrottet zu werden. Damit verschwinden die letzten Zeugen eines romantischen Kleinbahn-Idylls.
  • 6. Juli 1959: Auf dem Grundstück Königsberger Straße 1a eröffnete die Städtische Sparkasse ihre fünfte Zweigstelle.
  • 9. Juli 1959: Eine englische Boxmannschaft aus Leeds und Wakefield kämpfte in der Wörth-Halle gegen den hiesigen Sportclub 05. Der Kampf brachte mit 10 : 8 einen Sieg der Göttinger. Vorher waren die englischen Gäste im Rathause von der Stadt empfangen worden.
  • 11. Juli 1959: Im ".Deutschen Theater" Uraufführung des Schauspiels "Das unentdeckte Land" von Stephen Wendt.
  • 12. Juli 1959: Nach langem schwerem Leiden verstarb im 79. Lebensjahre Oberstudiendirektor i. R. Prof. Dr. Lietzmann, von 1919 bis 1946 Direktor der Kaiser-Wilhelm-II.-Oberrealschule, späteren Felix-Klein-Oberschule, und um deren Entwicklung hochverdient. Der Heimgegangene gehörte seit 1919 auch zum Lehrkörper der Universität, zuletzt als Honorarprofessor.
  • 12. Juli 1959: Auf der Radrennbahn am Sandweg wurden die Niedersachsen-Meisterschaften im Bahnfahren ausgetragen.
  • 13. Juli 1959: Zur Besichtigung von Instituten und Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft wie der Georgia Augusta weilten für einige Tage zehn bedeutende japanische Gelehrte in Göttingen. Sie wurden vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft wie vom Rektor der Universität empfangen.
  • 16. Juli 1959: Oberstadtdirektor Erich Heinrich Biederbeck trat sein hiesiges Amt an.
  • 18. - 26. Juli 1959: Unter lebhafter Beteiligung der Bevölkerung beging Göttingen sein traditionelles Schützenfest. Die Würde des Schützenkönigs errang der Lokal-Schriftleiter des "Göttinger Tageblattes", Heinz Hundertmark.

August

  • 16. August 1959: Regierungsoberbaurat i. R. Werner Seidel verschied im Alter von 76 Jahren. Von 1924 bis zur Emeritierung 1948 war er Leiter des Staatshochbauamtes Göttingen und als solcher vor allem der Architekt der vielen in diesem Zeitraum errichteten Universitätsgebäude. 1948 verlieh die Georgia Augusta ihm ihr Ehrenbürgerrecht.
  • 29. August 1959: Dem Obermeister der Bäcker-Innung, Willi Stietenroth, wurde eine Amtskette überreicht, die der jeweilige Obermeister bei besonderen Anlässen tragen soll. Nach den Fleischern, die bereits im Jahre 1957 ein solches Zeichen einführten, sind die Bäcker nun die zweite Göttinger Innung, die den alten Brauch der Amtskette übernommen hat.

September

  • 4. September 1959: In außerordentlicher Sitzung empfing der Rat die Vertreter der mit Göttingen seit Jahren befreundeten englischen Stadt Cheltenham: Mayor Dye und Councillor Grazie mit ihren Damen. Hauptzweck des Besuches war die Intensivierung des Schüleraustausches zwischen beiden Städten.
  • 6. September 1959: Auf dem Ehrenfriedhof Einweihung eines Gedenkmales für die Toten der ehemaligen 50. Infanterie-Division. Die Division rekrutierte sich einst aus dem Raume Ostbrandenburg.
  • 11. September 1959: In Verbindung mit dem hier stattfindenden Landesverbandstage des Hotel- und Gaststätten-Verbandes eröffnete Oberstadtdirektor Biederbeck auf dem Gelände der einstigen Anatomie am Bahnhof eine große Ausstellung "Gastliches Land zwischen Harz und Weser". Die Schau dauerte bis zum 20. September und ist von 38 482 Personen besucht worden.
  • 12. September 1959: Am Vorabend des in der ganzen Bundesrepublik begangenen "Tages der Heimat" fand vor dem Rathause eine große Kundgebung der Vertriebenenverbände und der Landsmannschaften der von Deutschland abgetrennten Gebiete statt.
  • 13. September 1959: Nach 40jährigem Bestehen schloß heute das große, an der Ecke Weender- und Barfüßerstraße gelegene Kaffeehaus Lipfert seine Pforten.
  • 16. September 1959: In mehreren Orten des Landkreises ist amtstierärztlich Tollwut festgestellt worden. Der Bereich des Landkreises und der Stadt Göttingen wurde daraufhin zum Sperrbezirk erklärt.
  • 23. September 1959: Wie schon in früheren Jahren, trafen wieder 16 Fulbright-Studenten aus den USA hier ein, die ein Jahr in Göttingen studieren und in Familien wohnen werden. Sie wurden am 1. Oktober von der Stadt im Rathause empfangen.
  • 24. September 1959: Nach einer Bauzeit von fast 17 Monaten eröffnete das Kaufhaus Karstadt sein völlig umgebautes und erweitertes Haus in der Groner- und Johannisstraße.
  • 26. - 27. September 1959: Auf der Jahn-Kampfbahn Austragung der Endkämpfe der Deutschen Jugendmannschafts-Meisterschaften der Leichtathleten. Die Stadt gab dazu am 25. September einen Empfang.
  • 28. September 1959: Heute begann eine vom Arbeitsamt veranstaltete Ausstellung "Jugend Dein Beruf", die schulentlassenen Jungen und Mädchen Anregungen für die Berufswahl geben soll.
  • 30. September 1959: 320 junge Gesellen und Gehilfen sprach die Industrie- und Handelskammer nach beendeter Lehrzeit los.

Oktober

  • 3. Oktober 1959: Zum vierten Male in Göttingen Austragung der Deutschen Hochschulmeisterschaften im Reiten, wozu die Stadt im Rathause einen Empfang gab.
  • 5. Oktober 1959: Feier des Tages der "Gildenwahl" im traditionellen Rahmen. Dr. Armin Trübenbach tritt das Amt des Kulturreferenten der Stadt Göttingen an.
  • 7. Oktober 1959: Der Göttinger Architekt Prof. Diez Brandi erhielt auf dem mit der Darmstädter Ausstellung "Das moderne Studentenwohnheim" verbundenen Wettbewerb für das an der Brüder-Grimm-Allee erbaute "forum" den zweiten Preis.
  • 9. Oktober 1959: In der Rathaushalle feierliche offizielle Einführung von Oberstadtdirektor Biederbeck in sein Amt. Unter den zahlreichen Ehrengästen war auch der Regierungspräsident von Hildesheim, Dr. Suermann.
  • 12. Oktober 1959: Göttingen hat wieder eine hundertjährige Einwohnerin. Frau Lina Capelle.
  • 15. Oktober 1959: Zum achten Male fand die Jungbürgerfeier statt, die die Stadt rund 500 jungen Einwohnern gab.
  • 18. Oktober 1959: In der St.- Johannis-Kirche Ordination zweier Hilfsgeistlicher.
  • 22. - 23. Oktober 1959: Eine Delegation japanischer Industrieller und Wirtschaftler, die zur Inforrnation über den Stand der Naturwissenschaften und Technologie Europa bereist, besuchte Göttingen und wurde von der Max-Planck-Gesellschaft einpfangen.
  • 24. - 25. Oktober 1959: Weihe der von Architekt Biehl aus Kassel entworfenen neuen katholischen St.-Godehard-Kirche in der Godehardstraße durch den Bischof von Hildesheim, Heinrich Maria Janssen.

November

  • 11. November 1959: In kurzer Feier führte der Niedersächsische Kultustminister Voigt den bisherigen Ministerialrat in seinem Ministerium, Dr. Heinrich Dahnke, als neuen Kurator der Universität ein. Anschließend fand in Gegenwart vieler Ehrengäste, darunter Ministerpräsident Kopf, an der Gutenbergstraße die Grundsteinlegung für das Studentendorf statt.
  • 18. - 22. November 1959: Wieder kam im Rahmen des Gästeprogrammes der Bundesregierung ausländischer Besuch nach Göttingen, diesmal sechs indische Wissenschaftler und Erzieher. Sie besichtigten Institute und Seminare der Universität, der Max-Planck-Gesellschaft und der Bergakademie in Clausthal-Zellerfeld. Universität und Stadt gaben Empfänge. Den Abschluß bildete eine Fahrt zum Lager Friedland und zur Zonengrenze.

Dezember

  • 4. Dezember 1959: Einweihung des Neubaues des von der Firma Grotefend an der Ecke der Weender und Berliner Straße errichteten großen Gebäudes. Das von Architekt Kratz in Düsseldorf entworfene Bauwerk ist für die am alten Weender Tor jetzt entstehende moderne Platzanlage ein wesentlicher städtebaulicher Akzent.
  • 6. Dezember 1959: Im Städtischen Museum übernahm Oberbürgermeister Prof. Dr. Jungmichel die von Oberregierungs- und Schulrat Dr. Gindler hergestellte und überwiesene waffengeschichtliche Modellsammlung für die Stadt. Die einzigartige Sammlung bildet eine eigene Abteilung im Museum.

Geburten

Todesfälle

Quellen

  • Stadtarchiv Göttingen (Das Stadtarchiv erstellt seit 1900 jährlich die Chronik der Stadt. In ihr sind - jeweils aus zeitgenössischer Sicht - die wichtigsten Ereignisse eines Jahres zusammengestellt. Für die Zeit vor 1900 wurde die Chronik 1953 vom damaligen Stadtarchivar Wilhelm van Kempen erarbeitet.)