1965

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Jubiläen

Ereignisse

Januar

  • 1. Januar 1965: Das Versicherungsamt der Stadt Göttingen wird vom Niedersächsischen Sozialminister als gemeinsames Versicherungsamt für Stadt und Landkreis Göttingen bestimmt.
  • 1. Januar 1965: Der Landkreis übernimmt nach dem Gesetz über die Neugliederung des Landkreises und der Stadt Göttingen die Trägerschaft aller öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Stadtgebiet mit Ausnahme der Volks- und Sonderschulen.
  • 1. Januar 1965: Polizeikommissar Günter Loose Leiter der Motorisierten Verkehrspolizei, Staffel Göttingen, zum Oberkommissar befördert.
  • 4. Januar 1965: Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer, zum ersten Male in der Stadthalle.
  • [[4. Link-TextJanuar]] 1965: Forstmeister im Ruhestande Ernst Nachtigall von 1928 - 1948 Leiter des Klosterforstamtes Göttingen, im Alter von 81 Jahren verstorben.
  • 6. Januar 1965: Im Innenhof des Amtsgerichtes in der Berliner Straße Enthüllung einer Brunnen-Plastik der Bonner Künstlerin Christa Adrian.
  • 7. Januar 1965: Einbruch im Postamt des Ortsteiles Geismar, ohne nennenswerte Beute. Öberfall von drei Lehrlingen im Alter von 15 und 16 Jahren auf einen Minicar-Fahrer im Ortsteil Grone. Einer der Täter am nächsten Tage verhaftet.
  • 9. Januar 1965: Uraufführung des Schauspiels "Alles Vergängliche" des aus Österreich stammenden Londoner Schriftstellers Stephen Wendt im Deutschen Theater, bei Publikum und Presse abgelehnt.
  • 12. Januar 1965: 100jähriges Bestehen der aus einem Klempnergeschäft erwachsenen Firma H. Boie-Metallwarenfabrik.
  • 19. Januar 1965: Superintendent im Ruhestande Otto Schmidt, seit 1945 Anstaltsgeistlicher am Niedersächsischen Landeskrankenhaus, im 71. Lebensjahre verstorben.
  • 20. Januar 1965: In der Aula der Pädagogischen Hochschule offizielle Eröffnung des Katholischen Bildungswerkes Göttingen, bei der Bischof Heinrich Maria Janssen, Hildesheim über das II. Vatikanische Konzil sprach.
  • 21. Januar 1965: An einem Tage zwei Raubüberfälle auf Frauen: mittags auf eine Ladeninhaberin in der Langen Geismar-Straße, abends auf eine Passantin in der Godehard-Straße. Der erste Täter konnte am nächsten Tage verhaftet werden.
  • 24. Januar 1965: Übertragung des Gottesdienstes aus der St. Petri-Kirche im Ortsteil Grone durch den Norddeutschen Rundfunk.
  • 29. Januar 1965: Traditioneller Jahresempfang der Stadt im Rathause.
  • 30. Januar 1965: Professor D. Zimmerli vom Konzil der Universität mit großer Mehrheit zum Rektor wiedergewählt.

Februar

  • 12. Februar 1965: Durch die Eingemeindung der Vororte sind zahlreiche Straßen-Umbenennungen erforderlich geworden, die vom Rate beschlossen wurden: Im alten Göttinger Gemeindegebiet: Friedrich-Ebert-Straße in Leibniz-Straße, Kirchweg in Humboldt-Allee, Oppelner Weg in Bunzlauer Weg, Pillauer Weg in Goldaper Weg, Weidenweg in Narzissenweg, Jenner-Straße in Friedrich-Jenner-Straße, Kant-Straße in Immanuel-Kant-Straße. Im Ortsteil Weende: Ahornweg in Weißdornweg, Arbecksweg in Ernst-Fahlbusch-Straße, August-Bebel-Weg in Otto-Wels-Weg, Bahnhofstraße (östlicher Teil) in Karl-Grüneklee-Straße, Brauweg in Am Weendespring, Flütenweg in An der St. Vinzenz-Kirche, Gartenweg in Ulmenweg, Jüdengasse in Brunnengasse, Kirchstraße in Petrikirchstraße, Mühlenstraße in Obere Mühle, Obere Straße in Otto-Lauffer-Straße, Rathenau-Straße in Wolfgang-Döring-Straße, Sandgasse in Uferweg, Waldweg in Im Hassel, Weendelstraße in Försterweg. Im Ortsteil Geismar: Am Kirschberg in Meissener Straße, Am Tie in Am Geismar-Tie, Bachstraße in Im Kolke, Diesel-Straße in Benz-Straße, Gartenweg in Kastanienweg, Gehrenweg und Gehrenanger in Teichstraße, Lindenstraße in Hermann-Hanker-Straße, Mauergasse in Bäckergasse, Mühlenweg und Hinterm Dorfe in Kiesseestraße, Reinhäuser Allee in Reinhäuser Landstraße, Turmweg in Glockenweg. Im Ortsteil Grone: Chemnitzer Straße in Lichtenwalder Straße, Friedensstraße in An den Sültewiesen, Holtenser Landstraße in Martin-Luther-Straße, Lerchenwinkel in Helmolt-Straße, Marienburger Straße in Hilsweg, Mühlenstraße in Zollstock, Mühlenweg und Mühlenberg in An der Springmühle, Stadtweg in Schülerstieg. Im Ortsteil Nikolausberg erhielten die vorhandenen Straßen folgende Namen: Am Feldborn, Am Heiligenhäuschen, Am Schlehdorn, Am Seidelbast, Auf dem Bui, Auf dem Krebet, Auf dem Steinacker, Ackerröte, Augustinerstraße, Hainbuchenring, Waldrebenweg, Hölleweg, Holundersteg, Im Winkel, In der Rußbreite, In der Worth, Kalklage, Rieswartenweg, Rautenbreite, Senderstraße, Stiegel, Thieberg, Ulrideshuser Straße, Zur Akelei.
  • 13. - 14. Februar 1965: Zweihundertjahrfeier des Theologischen Stiftes mit Festakt in der Aula der Universität und Festgottesdienst in der Universitätskirche, den Landesbischof D. Dr. Lilje hielt.
  • 17. Februar 1965: Professor Dr. Dr. h. c. Heinrich Martius, von 1926 bis zur Emeritierung 1953 Direktor der Universitäts-Frauenklinik, im Alter von 80 Jahren verstorben.
  • 25. Februar 1965: Rund 3000 Studenten protestieren nach einem Zug in zwei Marschsäulen durch die Stadt vor der Stadthalle gegen die beabsichtigte 45 prozentige Etatsperrung bei der Universität und gegen die Verteuerung des Mensaessens.
  • 26. Februar 1965: Verabschiedung des nach Tübingen versetzten bisherigen Amtsvorstehers des Postamtes Göttingen, Oberpostrat Engelmann, und Einführung, seines Nachfolgers, Postrat Dr. Deppe, durch den Präsidenten der Oberpostdirektion Braunschweig.
  • 28. Februar 1965: Als Nachfolger für den als Superior nach Koblenz berufenen Pater Martin Pater Kaspar Bibo als Pfarrer der St. Michaelis-Kirche eingeführt.
  • 28. Februar 1965: Südhannoverscher Landvolktag mit wirtschaftspolitischer Rede des Präsidenten des Bauerverbandes Rehwinkel.

März

  • 1. März 1965: Im "Deutschen Theater" Festakt zur Vollendung des 75. Lebensjahres Heinz Hilperts unter Teilnahme prominenter Gäste, unter ihnen der Niedersächsische Ministerpräsident Dr. Diederichs, der als Geschenk der Landesregierung eine 25bändige Ausgabe von Goethes Werken überbrachte. Die Georgia Augusta zeichnete den Jubilar durch Verleihung des "aureus gottingensis" aus, den Hilpert als erster erhielt. Das Deutsche Theater in Berlin, seine langjährige Wirkungsstätte, ernannte ihn zum Ehrenmitglied. - Am Vorabend war Shakespeares "Was ihr wollt" mit Hilpert in der Rolle des Narren als Festvorstellung gegeben worden.
  • 1. März 1965: Fahnenweihe der Friseur-Innung; das alte Banner von 1888 soll künftig im Museum aufbewahrt werden.
  • 5. März 1965: Medizinalrat Dr. Ernst Ritter, von 1924 - 1948 Amtsarzt in Göttingen, langjähriger Vorsitzender und bisher einziger Ehrenvorsitzender des Deutschen Roten Kreuz-Kreisverbandes Göttingen-Land, im Alter von 84 Jahren verstorben.
  • 5. - 7. März 1965: Tagung des Deutschen Verbandes Berufstätiger Frauen.
  • 7. März 1965: Professor Dr. phil. Dr. med. Karl Julius Hartmann, von 1935 - 1958 Direktor der Staats- und Universitäts-Bibliothek, 2 Tage vor Vollendung des 72. LebensJahres verstorben.
  • 8. März 1965: Obermeistertag 1965 der Handwerkskammer Hildesheim mit 250 Innungsobermeistern und rund 600 Handwerksmeistern.
  • 8. März 1965: Beginn einer Studienreise von 16 Mitarbeitern der Evangelischen Jugend Göttingen nach Israel.
  • 9. März 1965: Verabschiedung des als Chef der Operations- und Ausbildungsabteilung Europa Mitte im NATO-Hauptquartier nach Paris versetzten Brigadegenerals Hinrichs durch den Kommandeur der 2. Panzergrenadier-Division, General Drews aus Marburg. Gleichzeitig Einführung des neuen Kommandeurs der Panzergrenadier-Brigade 4, Oberst Kerschkamp.
  • 11. - 13. März 1965: 19. Wasserfachliche Aussprachetagung des Deutschen Vereins von Gas- und Wasserfachmännern und des Vereins der deutschen Gas- und Wasserwerke.
  • 12. März 1965: Empfang von 27 Besatzungsmitgliedern des Küsten-Minensuchbootes "Göttingen" im Rathaus.
  • 15. März 1965: Professor Dr. jur. Herbert Kraus, von 1928 bis 1937 und von 1945 bis 1953 Ordinarius für Völkerrecht an der Georgia Augusta, im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozeß als Verteidiger bekannt, in Göttingen als Vorsitzender des Ausschusses zur Feststellung der Vorgänge zur Übergabe der Stadt 1945 verdienstvoll, im 82. Lebensjahr verstorben.
  • 23. - 30. März 1965: Unter dem Motto: "Treffpunkt Göttingen" in der Stadthalle eine große von rund 90 Firmen aus der ganzen Bundesrepublik beschickte Hauswirtschaftliche Ausstellung. Die Zahl der Besucher betrug 24 867.
  • 28. März 1965: Im 84. Lebensjahre verstarb Rentner Heinrich Ische, seit 1957 Ehrenbürger der Stadt Göttingen, in langen Jahren der Zugehörigkeit zu den städtischen Körperschaften bewährt.
  • 31. März 1965: Freisprechung von 284 kaufmännischen und -gewerblichen Lehrlingen und Anlernlingen der Industrie- und Handelskammer Hildesheim.
  • 31. März 1965: Nach 26jähriger Dienstzeit Verabschiedung des um ihre Entwicklung verdienten Leiters der Berufsfeuerwehr, Brandamtmann Hermann Grote. Sein Nachfolger wurde der bisherige stellvertretende Leiter, Brandoberinspektor Karkowski.

April

  • 1. April 1965: Der Leiter der Volksschule im Ortsteil Geismar, Rektor Heinemann, beim Scheiden aus dem aktiven Dienst verabschiedet.
  • 1. April 1965: Gemeinsame Veranstaltung der Stadt und des Geschichtsvereins zur Feier des 150. Geburtstages Otto v. Bismarcks in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums. Professor Dr. Nürnberger hielt den Festvortrag- "Bismarck und die Frage nach der Einheit der deutschen Geschichte". - Erneuerungsarbeiten im Innern des Bismarckhäuschens am Wall.
  • 1. April 1965: Zum Gedenken des 100. Geburtstages des Nobelpreisträgers Richard Zsigmondy, 1908 - 1929 Professor für Anorganische Chemie in Göttingen, Symposium der Akademie der Wissenschaften und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, an dem Fachgelehrte aus Ungarn, Österreich, der Tschechoslowakei und beiden Teilen Deutschlands teilnahmen. Damit verbunden Einweihung des neuen großen Hörsaales des Organisch-Chemischen Institutes am Windaus-Weg.
  • 1. April 1965: Major Ibscher, seit 1958 Standortkommandant in Göttingen, als Kommandeur des Verteidigungskommandos 231 nach Braunschweig versetzt.
  • 4. April 1965: Landes-Delegiertentagung des Schützenverbandes Niedersachsen. Die 500 Delegierten vertreten 92000 Schützen. Empfang des Präsidiums durch die Stadt am Vorabend im Rathaus.
  • 4. April 1965: Durch die Eingemeindung der Vororte Neuwahl des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr erforderlich; Leiter wurde Brandamtmann a. D. Grote.
  • 5. April 1965: Eröffnung einer Zweigstelle der Berlitz-Schule Kassel im Hause Gronertor-Straße 1.
  • 7. April 1965: Apothekerin Maria C. Böning eröffnet Nonnentieg 27 die Stern-Apotheke.
  • 9. April 1965: Aufsichtsrat der Theater-Gesellschaft und Kulturausschuß des Rates wählten einstimmig den Oberspielleiter des Landestheaters Hannover, Günther Fleckenstein, zum Intendanten des Deutschen Theaters von der Spielzeit 1966/67 an auf vier Jahre.
  • 12. April 1965: 14 französische Germanistik-Studentinnen und Studenten im Rahmen ihres einwöchigen Deutschland-Aufenthaltes für drei Tage in Göttingen, wo sie im Rathaus empfangen wurden. Sie folgen einer Gegeneinladung der Organisation "Helft Europas Jugend".
  • 13. - 15. April 1965: Vertreterversammlung des Gesamtverbandes Niedersächsischer Lehrer mit mehr als 700 Teilnehmern.
  • 15. April 1965: Nach Ausscheiden des bisherigen Wirtes Baum und Übernahme durch das Ehepaar Glöckner Wiedereröffnung des Ratskellers.
  • 21. April 1965: Einführung von Verwaltungsdirektor Gerhard Wilke als Leiter des Arbeitsamtes Göttingen durch den Präsidenten des Landesarbeitsamtes, Dr. Schimmelpfennig.
  • 25. April 1965: Einweihung der neuen, von der Firma Ott, Göttingen, geschaffenen Orgel in der St. Albani-Kirche.

Mai

  • 1. Mai 1965: Traditionelle Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes vor dem Rathaus, anschließend ein Empfang der Gewerkschaften.
  • 1. Mai 1965: Tagung des Verbandes deutscher Vereine zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter Kinder (Sitz Düsseldorf) mit Besichtigung des Christophorus-Hauses.
  • 3. Mai 1965: Der zur Zeit in Göttingen weilende Kultusminister von Malaysia trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein.
  • 3. Mai 1965: Errichtung der katholischen Pfarrvikarie Göttingen-Grone durch den Bischof von Hildesheim. Zu ihr gehören auch die Dörfer Mengershausen, Settmarshausen, Klein-Wiershausen, Hetjershausen, Knutbühren, Groß-Ellershausen und Rosdorf. Seelsorger der jungen Gemeinde ist Pastor Paul Elskamp.
  • 3. - 4. Mai 1965: Tagung der Landtagsfraktion der Christlich-Demokratischen Union. Empfang des Fraktionsvorstandes durch die Stadt.
  • 4. Mai 1965: Rund 600 Bedienstete der Regierung in Hildesheim auf Betriebsausflug in Göttingen.
  • 6. Mai 1965: In der Stadthalle Eröffnung einer bis zum 1. Juni dauernden Ausstellung "10 Jahrhunderte deutscher Geschichte in Dokumenten" in Originalen aus niedersächsischen Archiven. Auch das hiesige Stadtarchiv ist beteiligt.
  • 6. - 8. Mai 1965: 15. Geschäftsführerkonferenz der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände mit 350 Teilnehmern.
  • 7. Mai 1965: Der Rat billigt den von einem Sonderbüro des Städteplaners Professor Fritz Eggeling (Technische Universität Berlin) und zahlreichen Fachkräften gemeinsam mit dem Stadtbauamt erarbeiteten Entwurf eines Flächennutzungsplanes - ein bedeutsamer Schritt in die Zukunft der Gestaltung Göttingens als des zentralen Ortes im südhannoverschen Raume.
  • 8. Mai 1965: An der Universität feierliche Immatrikulation von 2166 neu eingeschriebenen Studierenden.
  • 8. Mai 1965: Vor 5000 Zuschauern im Maschpark Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Göttinger Sportklub 05 und Newcastle United. Die englischen Gäste gewannen 2 : 0.
  • 9. Mai 1965: Zur Verbesserung des Verkehrs mit dem 0rtsteil Geismar Zusammenarbeit des Städtischen Kraftwagenbetriebes mit dem Verkehrsbetrieb des Landkreises (Gartetalbahn) durch Zulassung der Benutzung der beiderseitigen Linien-Autobusse.
  • 10. Mai 1965: Bezirkstag des Hotel- und Gaststättenverbandes im Regierungsbezirk Hildesheim.
  • 10. - 11. Mai 1965: Amtliche Konferenz der Schulräte des Regierungsbezirkes Hildesheim.
  • 11. Mai 1965: Die Göttinger Panzergrenadierbataillone 41 und 43 holen auf dem Gelände der Zieten-Kaserne in Parade die vom Bundespräsidenten verliehenen Truppenfahnen ein.
  • 13. Mai 1965: Rund 3000 Studierende der Pädagogischen Hochschule und der Universität protestieren in einem Schweigemarsch und einer Kundgebung vor der Stadthalle gegen das von der Niedersächsischen Landesregierung mit dem Vatikan geschlossene Konkordat, von dem sie eine Konfessionalisierung des Volksschulwesens befürchten.
  • 14. - 16. Mai 1965: 5. Chorfest des Nordwestdeutschen Sängerbundes mit 10 000 Teilnehmern. Gäste waren zwei ausländische Vereine: der "Herrekoret Arion" aus Aarhus in Dänemark- und der Männerkammerchor Celje aus Jugoslawien. Die Stadt hatte am ersten Abend die leitenden Persönlichkeiten im Rathaus empfangen, die niedersächsische Landesregierung zum Abschluß in der Stadthalle.
  • 18. Mai 1965: Der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte, der französische Viersterne-Armeegeneral Crepin, zu Arbeitsgesprächen mit der Panzergrenadier-Brigade 4 in Göttingen.
  • 22. Mai 1965: Englischsprachiges Gastspiel des Birmingham Repertory Theatre im Deutschen Theater: "Haus Herzenstod" von Shaw.
  • 22. Mai 1965:Jahresmitgliederversammlung der Landesverkehrswacht in der Stadthalle.
  • 22. - 23. Mai 1965: In der Stadthalle eine Briefmarken-Werbeschau, zu der die Bundespost einen Sonderstempel herausgegeben hat.
  • Tagung des Landesverbandes Niedersachsen des Deutschen Siedlerbundes, bei der die Stadt den Vorstand im Rathause empfing.
  • 24. - 26. Mai 1965: Zum 5. Male Universitätstage Göttingen-Groningen.
  • 29. Mai 1965: Richtfest eines Übernachtungshauses des Touristenvereins "Die Naturfreunde", Ortsgruppe Grone.
  • 29. Mai 1965: Gründung einer "Bürgerschaftlichen Vereinigung" zur Vertretung allgemeiner Interessen der Bürgerschaft.
  • 29. Mai 1965: An der Pädagogischen Hochschule Immmatrikulationsfeier. 600 neue Studenten wurden eingeschrieben, 380 für das Lehramt an Volksschulen, 220 für das an Mittelschulen.
  • 29. - 30. Mai 1965: Landesbezirkstag der Industrie-Gewerkschaft Druck und Papier.
  • 31. Mai 1965: Amtsgerichtsdirektor Dr. Leonhard Henze, seit 1939 in Göttingen, seit 1949 als Direktor des Amtsgerichtes und seit 1951 auch Universitätsrichter und Syndikus der Universität, trat in den Ruhestand.
  • 31. Mai 1965: In einem Festakt in der Stadthalle Verabschiedung von Stadtschulrat Max Buchheim, der nach zwanzigjähriger verdienstvoller Tätigkeit im Göttinger Schulwesen, darunter 17 Jahre als Stadtschulrat, in den Ruhestand trat.

Juni

  • 9. Juni 1965: Freundschaftsspiel des Sportklubs Göttingen 05 im Stadion Maschpark gegen eine thailändische Nationalmannschaft, das die Gäste mit 3 : 1 gewannen.
  • 9. Juni 1965: Mit Eintreffen von 7 Studenten der Universität Preßburg (Tschechoslowakei) Anlauf des mit dieser Hochschule vereinbarten und von ihr angeregten devisenlosen Austauschprogrammes.
  • 12. Juni 1965: Treffen von 230 ehemaligen Lehrern und Schülern zur Feier des 400jährigen Jubiläums des Gymnasium Augustum in Görlitz.
  • 12. Juni - 12. Juli 1965: Durch Vermittlung der "Folkuniversittetet Lund" nehmen 24 Mädchen und Jungen aus Schweden am 8. Ferienkurs in Göttingen teil. Empfang durch die Stadt.
  • 15. - 19. Juni 1965: Besuch des Bürgermeisters und des Stadtkämmerers von Cheltenham mit ihren Gattinnen in Göttingen. Sie wurden im Rathause empfangen, trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein, machten dem Rektor der Universität einen Besuch und besichtigten die Medizinische Forschungsanstalt der Max-Planck-Gesellschaft sowie die Zonengrenze. Die Freundschaftsbeziehungen zwischen Göttingen und der englischen Stadt bestehen seit 14 Jahren.
  • 17. Juni 1965: Vor dem Rathause Kundgebung zum "Tag der deutschen Einheit".
  • 19. Juni 1965: Auf Einladung der "Jungen Union" Vortrag des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Paul Reynaud über die gegenwärtige Europapolitik.
  • 20. - 24. Juni 1965: Händel-Festspiele der Göttinger Händel-Gesellschaft mit festlichem Eröffnungskonzert in der Aula der Universität, einem Kammerkonzert und der Oper "Semele" in der Stadthalle. Anstelle der traditionellen Serenade auf dem Hainberg fand diese im Bürgerpark an der Stadthalle statt.
  • 24. Juni 1965: Besuch von 7 japanischen Professoren der Germanistik.
  • 24. - 25. Juni 1965: Tagung von 450 Zuckerrübenbau-Fachleuten aus dem In- und Auslande.
  • 26. - 27. Juni 1965: 18. ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Roten Kreuzes, Landesverband Niedersachsen, auf der auch der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Ritter von Lex, sprach.
  • 28. Juni - 3. Juli 1965: Im Austausch einer deutschen Reisegruppe, darunter Landrat Bruns, drei sowjetische Wissenschaftler zur Information im Institut für Tierpsychologie in Göttingen.
  • 30. Juni 1965: Verabschiedung des bisherigen Standortkommandanten, Major Ibscher. Rechtsanwalt und Notar Paul Riesen, seit 1961 Ratsherr und Senator, im Alter von 55 Jahren verstorben.

Juli

  • 1. Juli: Amtseinführung des neuen Direktors des Amtsgerichtes Werner Lehmann durch Landgerichtspräsident Dr. Schröder.
  • 1. Juli: Wie in allen Hochschulstädten der Bundesrepublik demonstrieren auch in Göttingen Professoren und Studenten der Universität und der Pädagogischen Hochschule gegen den Bildungsnotstand in der Bundesrepublik. In mehreren Zügen, an der Spitze der Rektor der Georgia Augusta, marschieren rund 5000 Studenten zum Marktplatz, wo der Soziologe Professor Bahrdt die Forderungen auf bessere Dotierung der Bildungs- und Wissenschafts-Institutionen betont.
  • 7. Juli: Bundeskongreß der Freien Demokratischen Partei in der Stadthalle. Abends stellten sich die prominenten Politiker der Partei, unter ihnen der Vorsitzende, Vizekanzler Dr. Mende, in einem Podiumsgespräch der Öffentlichkeit.
  • 8. Juli: Letzte der am 20. Mai und 24. Juni veranstalteten Verkehrszählungen. Als die am stärksten befahrenen Straßen werden die Groner Landstraße und die Weender Landstraße ermittelt. Durch diese beiden Straßen fahren in der Verkehrs-Spitzenstunde von 16.30 bis 17.30 Uhr in beiden Richtungen rund 2300 Personenkraftwagen-Einheiten.
  • 8. Juli bis 11. Juli: 75-Jahrfeier des Felix-Klein-Gymnasiums, 1890 als lateinlose Höhere Bürgerschule gegründet.
  • 14. Juli: Aufenthalt des Botschafters der Vereinigten Staaten von Nordamerika in der Bundesrepublik, George McGhee, in Göttingen. Er trug sich im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt ein, machte im Rektorat der Universität einen Besuch und besichtigte mehrere Physikalische Institute sowie die Medizinische Forschungsanstalt der Max-Planck-Gesellschaft.
  • 16. Juli bis 17. Juli: 125jähriges Stiftungsfest des Corps "Saxonia".
  • 17. Juli bis 25. Juli: 573. Göttinger Schützen- und Volksfest. Bürgerschützenkönig wurde Kaufmann Willy Wernecke.
  • 24. Juli: Freundschaftsspiel zwischen dem 1. Sportclub Göttingen von 1905 und einer bulgarischen Mannschaft, Lokomotive Plovdiv, das die Gäste mit 2:1 gewannen.

August

  • 7. August: Eröffnung eines "Internationalen Ferienkurs der Begegnung" mit 106 Teilnehmern aus 16 Nationen im Fridtjof-Nansen-Haus.
  • 11. August: Freundschaftsspiel des Sportklubs Göttingen 05 gegen eine Mannschaft aus Salt Lake City (USA), von Göttingen 5:2 gewonnen.
  • 13. August: Drei japanische Professoren der Germanistik und der Oberbürgerrneister von Tokushima von Universität und Stadt empfangen.
  • 30. August: Als dritte Gruppe treffen 65 Studentinnen und Studenten der University of California zum Studium am Kalifornischen Studienzentrum der Georgia Augusta ein.

September

  • 5. September: "Tag der Heimat", mit einem Treffen ehemaliger Einwohner des Kreises Wirsitz in Schlesien, einer Veranstaltung des "Bundes der Vertriebenen" und einer Kundgebung der Landsmannschaft "Ostpreußen" mit einer französisch-belgischen Delegation ehemals in Ostpreußen gewesener Kriegsgefangener.
  • 8. September: Taufe eines Segelflugzeuges der Flugwissenschaftlichen Fachgruppe durch Minister Möller.
  • 19. September: Bei der Bundestagswahl werden in Göttingen 55422 Stimmen abgegeben, die Wahlbeteiligung beträgt 90 Prozent. Die SPD erhielt 23011 Stimmen, die CDU 20993, die FDP 8596, die NPD 1312, die DFU 595, die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher 115 und die Freie Soziale Union 16 Stimmen. Als Abgeordneter des Wahlkreises 49 Göttingen zog Dipl.-Ing. Steinmetz (CDU) in den Bundestag ein, auf Landeslisten Regierungspräsident a. D. Dr. Frede (SPD) und der Göttinger Museumsdirektor Dr. Hellige (FDP). An prominenten Politikern sprachen im Wahlkampf hier Bundeskanzler Erhardt, Bundestagspräsident Gerstenmaier, Bundesverkehrsminister Seebohm für die Christlich-Demokratische Union, der Berliner Regierende Bürgermeister Brandt für die Sozialdemokratische Partei und in einer Forums-Diskussion für die Freie Demokratische Partei Vizekanzler Mende, Bundesjustizminister a. D. Dr. Bucher, Bundestags-Vizepräsident Dehler und Bundesminister a. D. Mischnik.
  • 21. September: Einweihung der mit 4,6 Millionen DM reinen Baukosten errichteten Realschule im Gebietsteil Weende.
  • 24. September: Übergabe der 1000. von der Städtischen Wohnungsbau-Gesellschaft erbauten Wohnung.
  • 27. September: Grundsteinlegung zur Corvinus-Kirche an der Grotefend-Straße.
  • 27. September bis 30. September: 29. Tagung der Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft mit über 300 Teilnehmern.

Oktober

  • 2. Oktober: Große Ausbildungsübung des Luftschutz- und Malteser-Hilfsdienstes an der Leine.
  • 4. Oktober: 468. Göttinger Gildenwahl-Tag.
  • 4. Oktober bis 10. Oktober: Evangelisch-Katholischer Studententag, der erste in Deutschland, mit rund 600 Teilnehmern, darunter der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Scharf, Berlin. Durch Teilnahme am Vatikanischen Konzil in Rom war der Erzbischof von Paderborn, Kardinal Jäger, am Erscheinen verhindert.
  • 7. Oktober: Im Städtischen Museum Diebstahl eines Vigilienbuches des 15. Jahrhunderts aus einer verschlossenen Wandvitrine.
  • 7. Oktober bis 10. Oktober: Länderkampf im modernen Fünfkampf mit Teilnehmern aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien und der Tschechoslowakei. Empfang durch die Stadt im Rathaus.
  • 20. Oktober: Im Hause Barfüßer-Straße 8/9 Eröffnung einer Agentur des Großversandhauses Quelle, Kommandit-Gesellschaft, Sitz Fürth in Bayern.
  • 21. Oktober: Jungbürger-Feier in der Stadthalle mit 335 Teilnehmern.
  • 21. Oktober: Hundertjähriges Bestehen des Stiftes Alt-Mariahilf, Turmstraße 6.
  • 28. Oktober: Die Getränke-Industrie-Firma C. Grotefend, 1865 in Reinhausen gegründet, seit 1870 in Göttingen, begeht ihr hundertjähriges Bestehen.
  • 29. Oktober: Auf dem Gelände der Zieten-Kaserne Richtfest des Gebäudes der Bundeswehr-Fachschule der Göttinger Einheiten.

November

  • 2. November: Im Hause Nonnenstieg 29 Eröffnung der Zweigstelle VII der Städtischen Sparkasse.
  • 3. November: Einweihung des Studentenhauses der Reformierten Gemeinde in der Oberen Karspüle.
  • 8. November: Beim 6. Singwettstreit der Schulchöre um den Eichendorff-Wanderpreis der Kreisgruppe Göttingen der Landsmannschaft Schlesien wird die Hainbundschule Weende Sieger, den zweiten Preis erhält der Chor der Godehard-Schule.
  • 11. November: Die Deutsche Bank eröffnet im Gebietsteil Geismar, Hauptstraße 19-21, eine Zweigstelle.
  • 13. November: Immatrikulationsfeier an der Universität, 1427 Studierende, darunter 210 Ausländer, werden verpflichtet.
  • 14. November: Volkstrauertag, vom Volksbund Kriegsgräberfürsorge mit einer Feierstunde in der Stadthalle begangen, bei der Oberstadtdirektor Biederbeck die Gedenkrede hält. Anschließend Kranzniederlegung am Ehrenmal im Rosengarten am Wall.
  • 25. November: Richtfest des 2000 qm großen Anbaues des Kaufhauses Karstadt in der Johannisstraße.

Dezember

  • 1. Dezember: Im Ortsteil Grone, Kirchstraße 1, Eröffnung der Zweigstelle VII der Volksbank Göttingen.
  • 7. Dezember: 17. Göttinger Juristentag für die Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Referendare des Landgerichtsbezirkes.
  • 8. Dezember: Einweihung der neuen Volksschule II im Gebietsteil Geismar, Am Schulweg.
  • 11. Dezember: Das von Professor Dr. Ing. Rauda, Hannover, entworfene Gemeindezentrum der Evangelischen Studentengemeinde mit Wohnungen für 54 Studenten, von-Bar-Straße 2, eingeweiht.
  • 12. Dezember: Nach fast eineinhalbjähriger Erneuerung des Innern Wiedereinweihung der St. Johannis-Kirche durch Landessuperintendent Stark. Einweihung der Orgel in der Kreuzkirche.
  • 17. Dezember: In Gegenwart zahlreicher Ehrengäste Einweihung des Institutes für experimentelle Medizin der Max-Planck-Gesellschaft in der Theodor-Heuß-Straße (Ortsteil Weende).
  • 23. Dezember: Freigabe der Godehard-Straße als neue Verbindung zwischen Altstadt und Hagenberg-Viertel (Berliner Straße-Königsallee).
  • 30. Dezember: Zum 14. Male Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Hildesheim.

Geburten

Todesfälle

Quelle

  • Das Stadtarchiv erstellt seit 1900 jährlich die Chronik der Stadt. In ihr sind - jeweils aus zeitgenössischer Sicht - die wichtigsten Ereignisse eines Jahres zusammengestellt. Für die Zeit vor 1900 wurde die Chronik 1953 vom damaligen Stadtarchivar Wilhelm van Kempen erarbeitet.