1996

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Jubiläen

Ereignisse

Januar

  • 1. Januar 1996: Das sich in dritter Generation befindende Familien-Unternehmen für Optik und Feinmechanik, Spindler & Hoyer, geht mit 70% Anteilen an den langjährigen Geschäftsführer Prof. Dr. Gerd Litfin über.
  • 4. Januar 1996: Am traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Göttingen nehmen ca. 300 Bürger und Bürgerinnen teil.
  • 4. Januar 1996: Prof. Dr. med. h.c. Hans Ludwig Schneider, von 1966 bis 1988 Kanzler der Georgia Augusta, verstirbt im Alter von 72 Jahren.
  • 9. Januar 1996: Unter Leitung des Vizepräsidenten der Universität, Prof. Dr. Horst Kern, wird für das in der ehemaligen Lokhalle geplante "Forum für Wissenschaft und Technik" ein wissenschaftlicher Beirat gebildet. Zu den Mitgliedern gehören auch die Göttinger Nobelpreisträger Prof. Dr. Manfred Eigen und Prof. Dr. Erwin Neher.
  • 11. Januar 1996: Der Landkreis Göttingen erstellt erstmalig eine "Abfall-Informationsbroschüre" in den Sprachen Serbo-Kroatisch, Türkisch, Rumänisch, Russisch, Bulgarisch und Englisch, um die ausländischen Bürgerinnen und Bürger über den richtigen Umgang mit Haushaltsabfällen zu informieren.
  • 18. Januar 1996: Mehr als 300 Personen nehmen an einer Spontan-Demonstration aufgrund des Großbrandes im Asylantenheim in Lübeck in der Nacht vom 17. zum 18.01.1996 teil. Es wird ein ausländerfeindlicher Anschlag vermutet.
  • 23. - 28. Januar 1996: Im Jungen Theater findet das fünfte Göttinger Mamu-Festival statt. Den Auftakt dieses mehrtägigen Festes bilden Beispiele aus der Arbeit des Göttinger "Mamu Dance Theatres" und die Vorführung eines Filmes über das Leben des Butoh-Tänzers Tatsumi Higikata.
  • 25. Januar 1996: Der Grundstein für das Gästehaus der Universität wird im Nordbereich unter Beisein der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Helga Schuchardt, gelegt. Bauherr und Betreiber des Hauses im Justus-von-Liebig-Weg ist das Studentenwerk. Das Haus, das Ende des Jahres bezugsfertig sein soll und 65 Gastwissenschaftlern und -studenten Unterkunft bieten wird, soll auch zur Verbesserung der internationalen Austauschbeziehungen der Hochschule beitragen.
  • 26. Januar - 2. Februar 1996: Die 11. Göttinger Figurentheatertage präsentieren auf 9 Bühnen in 23 Vorstellungen verschiedenste Formen des Figuren- und Objekttheaters. Dabei bilden die musikalischen Elemente den Schwerpunkt dieses Festivals, das von 4.000 Personen besucht wird.
  • Die jüdische Gemeinde in Göttingen erhält zwei in Israel handgefertigte Thora-Mäntel aus Samt, zum Schutz der zwei Thora-Rollen. Die Gelder hierfür stammen aus Spenden der 6 katholischen Kirchengemeinden der Stadt, als Antwort auf die Schändung des jüdischen Friedhofs 1995.
  • Als einziger norddeutscher Wissenschaftler wird der Göttinger Geologe und Paläontologe, Prof. Dr. Joachim Reitner, mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgesellschaft für das Jahr 1996 ausgezeichnet.

Februar

  • 3. - 6. Februar 1996: Akademische Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Friedrich Hund, von 1925-1927 und 1957-1964 Ordinarius für Physik an der Georgia Augusta. Zu diesem Anlass beginnt das IWF seine Veranstaltungsreihe anläßlich des 40-jährigen Bestehens mit einem Film über Prof. Dr. Friedrich Hund.
  • 5. Februar 1996: Nachdem der Rat dem Kaufvertrag zwischen Bund und Stadt und dem Konsortium "IDB Zieten-Kaserne KG" über das Gelände der Zietenkaserne zugestimmt hat, findet um 11.00 Uhr die feierliche Besitzübergabe statt. Bedenken zu der Vermarktung der Flächen und Gebäude werden vor allem von den "Grünen" geäußert.
  • 6. Februar 1996: Im Rahmen der 50-Jahrfeier des Erziehungswissenschaftlichen Fachbereichs der Universität (vormals Pädagogische Hochschule) wird dem langjährigen Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Studentenwerks, Günter Koch, die Ehrendoktorwürde verliehen. Die Laudatio hält der Dekan des Fachbereichs Erziehungswissenschaften, Prof. Dr. Dietrich Hoffmann.
  • 11. Februar - 3. März 1996: Die Ausstellung des Museumsverbundes Südniedersachsen in Zusammenarbeit mit der Sammlung für Völkerkunde der Universität "Schillernde Pracht - Federarbeiten südamerikanischer Indianer" im Städtischen Museum wird von ca. 4.500 Personen besucht.
  • 17. Februar 1996: Zum 50. Todestag von Gerhart Hauptmann bringt das Deutsche Theater dessen Komödie "Schluck und Jau" zur Aufführung, inszeniert von Dr. Kai Braak.
  • Februar 1996: Erstmals seit 1968 wird der ASTA der Göttinger Universität nicht von linken Gruppen getragen. Das Studentenparlament wählte Vertreter der AG Demokratischer Fachschaftsmitglieder, des Ringes Christlich-Demokratischer Studenten und der Liberalen Hochschulgruppe in den Allgemeinen Studenten-Ausschuß.

März

  • 1. März 1996: Der Rat beschließt, dem ASC-Vorsitzenden August Schütte (75 J) für seine vielfältigen Verdienste um den Sport und dessen Entwicklung in den vergangenen 50 Jahren die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.
  • Mit 23 von 46 Stimmen (SPD, CDU und FDP) stimmt der Rat dem Bau eines Fachmarktzentrums in Grone zu. Dieser Entscheidung waren zahlreiche Anhörungen und Debatten vorausgegangen. Die Inhaber der Innenstadtgeschäfte fürchten Umsatzverluste.
  • 6. März 1996: Anläßlich ihres 80. Geburtstages wird für die Architektin Lucy Hillebrand eine Ausstellung im Künstlerhaus gezeigt.
  • 11. März 1996: Mit einem symbolischen Spatenstich des Regierungspräsidenten Karl Wilhelm Lange beginnt im Beisein von Mitgliedern aus Verwaltung und Politik die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes.
  • 15. März 1996: Mit einem Gedenkstein auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof in Geismar soll an die Beseitigung des Friedhofs im Jahre 1937 erinnert werden.
  • 20. März 1996: Niedersachsens Verkehrsminister, Thüringens Wirtschaftsminister und die Deutsche Bahn AG unterzeichnen den Vertrag zum 17 Mill. DM teuren Bau der "Eichenberger Kurve". Mit dieser 1 km langen Bahnstrecke wird es nun Direktverbindungen zwischen Thüringen und Niedersachsen geben.
  • 26. März 1996: Richtfest für den Neubau des Fachbereichs Physik, Meß- und Feinwerktechnik der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden auf dem Gelände der Zieten-Kaserne im Beisein der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Helga Schuchardt.
  • März 1996: Der Europarat hat den Göttinger Jura-Professor Dr. Dietrich Rauschning zum einzigen deutschen Richter an der Menschenrechtskammer für Bosnien bestellt. Die im Dayton-Abkommen gegründete Kammer mit 14 Richtern soll über die Einhaltung der Menschenrechte in Bosnien-Herzegowina befinden.
  • Bei Renovierungsarbeiten in St. Albani werden Reste von Fresken des 15. Jhd. freigelegt.

April

  • 21. April 1996: Der 10. Göttinger Frühjahrsvolkslauf wird im Jahnstadion durchgeführt. Veranstalter ist die Sparkasse Göttingen.
  • 26. April 1996: Mit einem festlichen Programm begeht die katholische Kirche unter dem Motto "250 Jahre Katholische Kirche in Göttingen: Rückblick und Ausblick" ihr Jubiläum in der Aula der Universität. Die Festrede hält Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth.
  • Anlässlich des 10. Jahrestages der Tschernobyl-Katstrophe findet auf dem Marktplatz ein Gottesdienst statt.
  • 30. April 1996: Ein für 7 Mill. DM errichteter Neubau einer Feuerwache für das Klinikum und den nördlichen Stadtbereich, in dem 32 Feuerwehrleute ihren Dienst aufnehmen werden, wird der Öffentlichkeit übergeben. Offizieller Hausherr ist die Göttinger Berufsfeuerwehr.

Mai

  • 2. Mai 1996: Die Spitzen von Rat und Verwaltung der Städte Göttingen und Wittenberg unterzeichnen in der Dorntze des Alten Rathauses einen neuen Partnerschaftsvertrag.
  • 6. Mai 1996: Mit 73 Ja-Stimmen, 14 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen wird der amtierende Präsident der Universität, Prof. Dr. Hans-Ludwig Schreiber, vom Konzil für eine zweite Amtsperiode, beginnend am 1.09.1996, gewählt. Aus 9 Bewerbungen hatte der Senat 4 Kandidaten in die engere Wahl gezogen.
  • 23. Mai 1996: Ministerpräsident Gerhard Schröder zeichnet in der Aula der Universität die Göttinger Dr. Jens Frahm, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Tilman Zülch, Gründer der Gesellschaft für bedrohte Völker mit dem Niedersachsenpreis 1995 aus, der jeweils mit DM 15.000 dotiert ist.
  • 24. Mai 1996: Das Göttinger Symphonie-Orchester erhält ebenso wie die Stadt Koblenz den Preis des deutschen Musikverleger-Verbandes für das beste Konzertprogramm der Saison 1995/96.
  • 29. Mai 1996: Mehr als 1.000 Beschäftigte aus 65 Studentenwerken treffen sich zum ersten deutschen Studentenwerkstag in Göttingen unter dem Motto "Kulturförderung durch die Studentenwerke". Veranstalter ist der Dachverband "Deutsches Studentenwerk e.V." (DSW), der mit Diskussionsforen, einem bunten Kulturprogramm und einem offiziellen Festakt im Beisein internationaler Gäste sein 75-jähriges Bestehen feiert.
  • 29. Mai - 3. Juni 1996: Die Göttinger Händel-Festspiele bieten unter dem Motto "Händel und seine deutschen Zeitgenossen" 11 Musik- und 4 sonstigen Veranstaltungen unter Beteiligung von 231 Künstlern aus fünf Nationen. Mittelpunkt bilden die szenische Aufführung der Oper "Riccardo primo" sowie die Darbietung des Oratoriums "Belshazzar". Zeitgleich werden im Alten Rathaus Bühnenbildentwürfe des Architekten und Bühnenbildners Paul Thiersch zu den Göttinger Händelfestspielen 1920-1924 gezeigt.
  • Mai 1996: Keramikreste und vor allem z.T. sehr wertvolles Glas hat sich in der Kloake des Hauses Rote Straße 34 gefunden. Die präparierten Stücke werden von der Stadtarchäologie der Presse vorgestellt.

Juni

  • 1. Juni 1996: Der bisherige Leiter des Polizeiabschnittes Göttingen, Klaus Milde (54 Jahre), wird als Nachfolger von Otto Knoke (60 Jahre) Chef der Polizeiinspektion Göttingen.
  • 2. - 9. Juni 1996: Das 11. Göttinger Kindertheaterfestival LARIFARI bietet in 13 Veranstaltungen vom Mitmachtheater über Kinderliederkonzerte bis hin zum Techno-Hip-Hop-Konzert eine umfangreiche Angebotspalette, die trotz großer Hitze fast 3.000 Kinder und Erwachsenen anlockt.
  • 7. Juni 1996: In der Reitanlage Hainholzhof am Kehr wird das 36. Nationale Dressur- und Springturnier ausgetragen, das gleichzeitig ein Qualifikationsturnier für das Bundeschampionat der Dressurreiter ist.
  • Unter 1.015 Teilnehmern am Wettbewerb "Local Heroes" erreicht die Göttinger Band "Guano Apes" das von vier Bands bestrittene Finale in Wolfenbüttel und wird Sieger.
  • 8. Juni 1996: Der erste Göttinger Warentauschtag, der von Umweltamt und Stadtreinigungsamt initiiert wurde, findet mit viel Erfolg in der Grätzel-Straße statt.
  • 15. Juni 1996: Mit einer Ausstellung und einem breiten Programm lädt das städtische Forstamt zum 100-jährigen Bestehen des Bismarckturmes ein.
  • Das Deutsche Theater nimmt auf Einladung des Deutschen Bühnenvereins mit seiner Aufführung von Goethes "Clavigo" am 20. Norddeutschen theatertreffen in Schwerin mit großem Publikums- und Presseerfolg teil. Die Inszenierung von Michael Heicks hatte am * 25.2. in Göttingen Premiere.
  • 16. Juni 1996: Nach ersten Warnstreiks am 20. Mai, bei denen Busfahrer und Krankenhauspersonal kurzzeitig die Arbeit niederlegten, fahren nun 1.800 Personen aus dem DGB-Kreis Göttingen mit 28 Sonderbussen zur Groß-Demonstration nach Bonn, um gegen die Bonner Sparbeschlüsse zu protestieren.
  • 22. Juni 1996: Nach Anregung durch das städtische Forstamt wird im Hainberg ein Gedenkstein enthüllt, der an 650 Jahre städtischen Waldbesitzes (Urkunde Stadtarchiv von 1346) erinnern soll.
  • 24. Juni 1996: Traditioneller Sommerempfang der 3 Göttinger Kirchenkreise in St. Johannis. Im Mittelpunkt steht der Vortrag des Präsidenten des Landeskirchenamtes Hannover, Dr. Eckhart von Vietinghoff: "Staat-Kirche-Gesellschaft: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein".
  • 26. Juni 1996: Das Abkommen über die Errichtung eines gemeinsamen Bibliotheksverbundes, der die 130 wichtigsten wissenschaftlichen Bibliotheken in sieben nord- und ostdeutschen Bundesländern per Datenschaltung zu einer virtuellen Bibliothek zusammenschließen soll, ist in Kraft getreten. Zentrale des gemeinsamen Bibliothekverbundes (GBV) ist das Rechenzentrum der Göttinger Universitäts-Bibliothek.
  • 27. Juni 1996: Das Institut für Physikalische Chemie begeht sein 100-jähriges Bestehen in einem festlichen Rahmen.
  • 28. Juni 1996: Öffnung der Stahlbrücke am Rosdorfer Kreisel, mit deren Bau am 16. Januar begonnen wurde, um die alte Brücke renovieren zu können.
  • Trotz vorheriger Warnung konnte die Polizei eine als Versicherungsbetrug geplante Brandstiftung nicht verhindern. Der traditionsreiche "Deutsche Garten" an der Reinhäuser Landstraße brennt bis auf die Grundmauern nieder.

Juli

  • 1. Juli 1996: Zum symbolischen Preis von DM 1,- verkauft die Stadt das Grätzelhaus in der Goetheallee an die Göttinger Gebrüder Gellert. Sie wollen das unter Denkmalschutz stehende Haus für 6,5 Mill. DM sanieren. Mit der Fertigstellung des Gebäudes wird im Frühjahr 1999 gerechnet.
  • 12. Juli 1996: Schlüsselübergabe für Wohnungen und Appartements in der Otto-Lauffer-Straße auf dem Grundstück der vor fünf Jahren verstorbenen Eigentümerin Auguste Ahlborn. Sie hat ihr gesamtes Vermögen "Göttinger Waisenkindern" hinterlassen, heute wird dies für zu betreuende Jugendliche verwendet.
  • 12. - 21. Juli 1996: 604. Schützen- und Volksfest im traditionellen Stil.
  • Juli 1996: Die Stadt verliert in zweiter Instanz ihre Klage gegen das Landesamt für Statistik auf Finanzausgleich für die nicht mit erstem Wohnsitz (Hauptwohnung) in Göttingen gemeldeten Studenten. Damit entgeht der Stadt ein seit 1990 errechneter Betrag von 38 Mill. DM.
  • Juli/August 1996: Mit einem Sanierungsaufwand von vorerst ca. 750.000 DM werden in der Stadthalle gravierende brandschutztechnische Mängel beseitigt, die bei einer Routinekontrolle der Brandschau im Mai festgestellt wurden. Weitere Maßnahmen zur Grundsanierung der Sicherheitstechnik sind noch erforderlich.

August

  • 1. August 1996: Dr. Hartmut Rudolph (53 Jahre), seit 1982 Leiter der Mediaproduktion beim Institut für den Wissenschaftlichen Film (IWF), übernimmt die Leitung des Instituts von Dr. Hans-Karl Galle, der in den Ruhestand tritt.
  • 5. August 1996: Die erfolgreiche Klage eines 12-jährigen körperbehinderten Göttinger Mädchens vor dem Bundesverfassungsgericht setzt neue Maßstäbe für die Integration körperbehinderter Kinder in Schulen. Durch diese Entscheidung muß die Göttingerin nicht eine Sonderschule besuchen, sondern kann in der IGS weiter unterrichtet werden.
  • 7. August 1996: Hermann Pohlmeier, Professor für medizinische Psychologie an der Universität Göttingen und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) verstirbt im Alter von 68 Jahren.
  • 9. August 1996: Im Wettbewerb "Mehr Urbanität für bessere Plätze" der Deutschen Bank Bauspar AG wird die Stadt Göttingen für ihr Planungsleitbild der Innenstadt ausgezeichnet. Sie erhält eine Keramik des Künstlers Friedensreich Hundertwasser.
  • 9./10. August 1996: Höhepunkt des "8. Göttinger Sommers" mit Kleinkunst, Theater und Musik im Alten Rathaus, Lesungen und Ausstellungen an verschiedenen Orten ist das 2-tägige Open-Air-Konzert im Kaiser-Wilhelm-Park mit 5.000 Besuchern.
  • 10. August 1996: Im Neuen Rathaus wird eine Ausstellung des Stadtarchivs "Göttingen darf wieder demokratisch wählen - Kommunalwahl 1946" eröffnet. Die Eröffnung, an der etwa 200 Personen teilnehmen, ist gleichzeitig die letzte Amtshandlung der Archivleiterin Dr. Helga-Maria Kühn, die sich nach fast 23 Jahren im Dienst der Stadt in den Ruhestand verabschiedet.
  • 15. August 1996: Der Göttinger Kaufmann Reimar Günther, Inhaber der traditionsreichen Göttinger Firma Lünemann, ist im Alter von 64 Jahren verstorben. Günther war in verschiedenen Verbänden und Gremien tätig, u.a. 22 Jahre lang im Präsidium der Industrie- und Handelskammer Hannover-Hildesheim.
  • Zur Situation auf dem Lehrstellenmarkt ziehen über 50 Vertreter von Betrieben, Kammern, Gewerkschaften, Politik und Verwaltung auf dem ersten Stadtforum zur Berufsbildung eine ernüchternde Bilanz. Im Arbeitsamtsbezirk Göttingen hat die seit 1991 sinkende Zahl der Lehrstellen derzeit mit 3.100 ihren Tiefpunkt erreicht.
  • 16. August 1996: Der Rat beschließt, die ehemalige Göttinger Naturschutzbeauftragte und Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Ella Bülow, mit der Ehrenmedaille der Stadt Göttingen auszuzeichnen.
  • 17. August 1996: Auf dem Gelände der früheren Zieten-Kaserne informieren sich etwa 3.000 Bürger und Bürgerinnen anläßlich des 1. Göttinger Zietenfestes, das mit einem bunten sportlichen und musikalischen Programm aufwartet, über den Stand der zivilen Nutzung und die zukünftigen Planungen. Das Göttinger Technologie- und Gründerzentrum mit dem offiziellen Namen "GoTec" beherbergt bei einer Nutzfläche von rund 2.500 m2 jetzt bereits sechs Firmen. Veranstalter des Festes sind die Stadt Göttingen und das Konsortium "IDB Zieten-Kaserne KG".
  • 20. August 1996: Das seit Anfang des Jahres bestehende Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord), das Eltern, Ärzte, Krankenhäuser, Arztpraxen und Behörden über die giftigen Wirkungen von Substanzen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten berät, erhält täglich etwa 50 Anfragen. Es ist am Zentrum für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Göttingen angesiedelt und für die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen zuständig.
  • 22. August 1996: Gegen den Abbau des Sozialstaates protestiert eine "Göttinger Erklärung für Arbeit und soziale Gerechtigkeit", die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und von Vertretern der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirche getragen wird. In ihrem Appell fordern die Unterzeichner u.a. eine gerechte Verteilung von Arbeit und Einkommen sowie Steuergerechtigkeit. Die Erklärung soll an die Göttinger Bundestags-, Landtags- und Kreistagsabgeordneten gesandt werden.
  • 24./25. August 1996: Etwa 150.000 Menschen besuchen bei gutem Wetter das 21. Göttinger Altstadtfest, an dem sich neben lokal und überregional bekannten Interpreten populärer Musik erstmals auch das Göttinger Symphonie-Orchester beteiligt. Um Kostenneutralität für die Stadt zu erreichen wurde das Fest in diesem Jahr teilprivatisiert, die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Altstadtfestorganisationsgesellschaft Buuck & Michel GbR. Die größte Party der Region nimmt einen ruhigen und friedlichen Verlauf.
  • 28. August 1996: Der Kreistag beschließt, die Jugendeinrichtungen des Kreises wie Musikschule, Jugendbildungsstätte in Groß Schneen sowie die Schullandheime Pelzerhaken und Eichsfelder Hütte zu erhalten. In der Vergangenheit standen Schließung oder Verkauf immer wieder zur Diskussion.
  • 30. August 1996: Die Kindertagesstätte "Arche - ein Kindergarten für alle" mit 2 Regelgruppen, 2 Sondergruppen für schwerbehinderte Kinder sowie einer Integrationsgruppe für behinderte und nichtbehinderte Kinder wird in der Robert-Koch-Straße eröffnet. Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk Christophorus. Die Tagesstätte wird über ein Leasing-Modell finanziert, bei dem die Stadt Göttingen nach 22 Jahren Eigentümerin der Nutzfläche wird.
  • 30. August - 30. September 1996: Im Rahmen der "Jüdischen Kulturtage" präsentiert das Göttinger "Lumière" Bilder der Künstlerin Charlotte Salomon. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut veranstaltet.
  • 31. August 1996: Mitglieder der Initiative "Bio Regio N", an der rund 150 Biotechnologie-Firmen und Forschungseinrichtungen im Städtedreieck Braunschweig-Göttingen-Hannover beteiligt sind, informieren vor dem Alten Rathaus über die Ziele des Verbundes. Der Direktor des Göttinger Max-Planck-Instituts für physikalische Chemie, Nobelpreisträger Prof. Dr. Manfred Eigen, wirbt für einen bundesweiten Bio-Regio-Wettbewerb zur Förderung biotechnologischer Entwicklungskonzepte.
  • Hans Winters, von 1969-1988 Stadtrat der Stadt Göttingen, ist im Alter von 72 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Winters war bis zuletzt in sozialen und kulturellen Institutionen verantwortlich tätig.
  • 31. August 1996: Andrea Ruhstrat, Inhaberin der Firma Ruhstrat Haus- und Versorgungstechnik GmbH, erhält an der Technischen Universität Berlin das "Hermann Rietschel-Diplom" für ihr Engagement im Bereich der Nachwuchsförderung und Berufsbildung.
  • Mit Nazi-Symbolen und rassistischen Parolen werden Straßenschilder, Parkautomaten und Bushaltestellen in Göttingen beschmiert. Die Polizei ermittelt gegen einen 27-jährigen Göttinger wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
  • Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule hat vornehmlich aus Spenden ehemaliger Schüler einen "Lichtenberg-Fonds" in Höhe von DM 15.000 zur Förderung kreativer und sozialer Projekte von Schülerinnen und Schülern eingerichtet.

September

  • 1. September 1996: Die Landsmannschaft Ostpreußen hält im Rosengarten mit über 300 Gästen ihre Feier zum Gedenken an die Toten beider Weltkriege ab. Gastredner ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Alfred Dregger. Am Rande der Veranstaltung wird von etwa 150 Personen gegen die Feier demonstriert. Es kommt zu teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, in deren Verlauf die niedersächsische Landtagsabgeordnete der Grünen, Heidi Lippmann-Kasten, verletzt wird. In der Nacht zünden Unbekannte die am Ehrenmal niedergelegten Kränze an.
  • Für den amerikanischen Mineralogen William Smith Clark, der 1852 in Göttingen promovierte und 1876/77 erster Präsident der neugegründeten Agrarhochschule in Sapporo/Japan war, wird im Beisein zahlreicher japanischer Gäste eine Gedenktafel am Haus Jüdenstr. 11 enthüllt. Die Laudatio hält Prof. Dr. Yoshitake Kobayashi.
  • Eine Ausstellung des Friedensbündnisses unter dem Titel "Soldaten sind Mörder", die Verbrechen der deutschen Wehrmacht während des 2. Weltkrieges auf dem Balkan dokumentieren soll, darf nicht im Neuen Rathaus präsentiert werden.
  • 5. September 1996: Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth legt den Grundstein für die Niedrigenergiehaussiedlung im Baugebiet "Südlich Talgraben"/Elliehausen. Die Häuser sollen mit Solarenergie ausgestattet werden. Das Baugebiet ist das erste seiner Art in der Region, bei dem der Bauträger, eine private Gesellschaft, die Erschließung übernimmt.
  • 6. September 1996: Eine frühere Lehrerin des Hainberg-Gymnasiums, Maria Klasen, feiert ihren 100. Geburtstag.
  • 8. September 1996: Der "Tag des offenen Denkmals" lockt zahlreiche Besucher in Bauwerke der Stadt und des Landkreises, die sonst nicht regelmäßig zu besichtigen sind.
  • 11. September 1996: Die 4,5 km lange Westumgehung, die das Altdorf Grone entlastet und knapp 46 Mill. DM gekostet hat, ist nach über 3 Jahren Bauzeit fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Das Fest zur Eröffnung der Straße findet unter dem Protest von Umweltverbänden statt.
  • 13. September 1996: Der Grundstein für ein neues Dienstgebäude der Polizeiinspektion an der Groner Landstraße wird im Beisein des niedersächsischen Innenministers Gerhard Glogowski und des Regierungspräsidenten Karl-Wilhelm Lange gelegt. In dem geplanten 7-geschossigen, modernsten Polizeiquartier Niedersachsens sollen 250 Beamte ihren Arbeitsplatz erhalten.
  • 14. September 1996: Rund 1.000 Firmenangehörige und Gäste wohnen dem Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Firma Carl Zeiss auf dem Schützenplatz bei.
  • Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Göttingen feiern öffentlich in der Mensa am Turm ihr Neujahrsfest. 250 Gäste - Vertreter von Politik und Kirche, Mitglieder des Fördervereins Jüdisches Zentrum sowie Freunde und Bekannte - begrüßen mit der Gemeinde das Jahr 5757 nach jüdischer Zeitrechnung.
  • 14. September 1996: Das Deutsche Theater feiert mit Programmen, Unterhaltung und Gelagen auf allen seinen Bühnen und auf dem Parkdeck eine großes, buntes Theaterfest als Auftakt der Spielzeit 1996/97:ein Riesenerfolg mit starker Beteiligung der Bevölkerung -vom Kindernachmittag bis in die Disco-Nacht.
  • 15. September 1996: Bei den niedersächsischen Kommunalwahlen werden 65 Kreistagsabgeordnete, 49 Ratsmitglieder und 93 Ortsratsmitglieder im Gebiet der Stadt Göttingen gewählt. Erstmalig werden für den Flecken Bovenden, die Gemeinden Friedland, Gleichen und Rosdorf die Bürgermeister direkt gewählt. Die Wahlbeteiligung liegt in der Stadt bei 54,4 %, im Kreis Göttingen bei 62%. Wahlberechtigt sind zum ersten Mal 16- und 17-jährige sowie EU-Bürger.
  • 20. September 1996: Ihren 100. Geburtstag feiert die Göttinger Bürgerin Marie Blochel.
  • 22. September 1996: Das erste Göttinger Gänseliesel-Fest zum 95. Geburtstag des Göttinger Wahrzeichens rund um das Alte Rathaus wird von etwa 60.000 Personen besucht. Die Werbegemeinschaft der Stadt, der Einzelhandelsverband, die Kreishandwerkerschaft, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Fremdenverkehrsverein und die Stadt Göttingen wollen mit dem Fest auf die Attraktivität der Innenstadt aufmerksam machen. Über 300 Geschäfte öffnen am Sonntagnachmittag ihre Türen. Unter 37 Bewerberinnen wird Carola Zastrow zum Gänseliesel des Jahres gewählt. Sie darf die Stadt Göttingen ein Jahr lang bei besonderen Anlässen repräsentieren.
  • 23. September 1996: Ein Airbus A 340-300 der Lufthansa wird auf den Namen "Göttingen" getauft. Es ist das dritte Lufthansa-Flugzeug, das diesen Namen trägt. Oberbürgermeister Dr. Kallmann unterzeichnet auf dem Frankfurter Flughafen den Patenschaftsvertrag. Das Ziel des ersten Fluges der "Göttingen" heißt Boston/U.S.A.
  • 28. September 1996: Mehr als 1.000 Rußlanddeutsche aus Niedersachsen und anderen Bundesländern kommen zu einem Kultur- und Begegnungsabend, der vom "Verband der Rußlanddeutschen" veranstaltet wird, in die Göttinger Stadthalle.
  • 25. September 1996: Dr. Eugen Drewermann spricht in der Stephanuskirche zum Thema: Kreuz der Auferstehung.
  • September 1996: Das Verfahren gegen 17 mutmaßliche Mitglieder der "Autonomen Antifa" in Göttingen wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ist nach jahrelangen Ermittlungen vor der 1. großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg endgültig eingestellt worden. Die Angeklagten waren der Auflage des Gerichts nachgekommen, insgesamt DM 51.000 an die KZ-Gedenkstätte "Dora Mittelbrau" in Nordhausen zu zahlen.
  • September/Oktober 1996: Das von der Europäischen Union geförderte und vom Beratungszentrum für Flüchtlinge in Göttingen getragene "Kosovo-Projekt" soll helfen, Nationalitäten-Konflikte in Grone-Süd zu entschärfen. Auf einer Bürgerversammlung waren Vorwürfe deutscher Bewohner des Stadtteils geäußert worden, Wohnungen würden dort überproportional an Aussiedler- und Flüchtlingsfamilien vermietet.
  • Der 1993 von Groner Ortsrat und Kirchengemeinden initiierte "Runde Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit" ist ebenfalls um ein besseres Miteinander zwischen deutschen und ausländischen Einwohnern bemüht.
  • Die Flüsse im südlichen Niedersachsen verzeichnen den niedrigsten Pegel-Stand seit 15 Jahren.

Oktober

  • 1. Oktober 1996: Mit einer Lesung der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood in der Aula am Wilhelmsplatz startet der 5. Göttinger Literaturherbst.
  • 3. Oktober 1996: Das Ehepaar Irmgard und Arthur Stietenroth feiert seine diamantene Hochzeit.
  • 5. Oktober 1996: Mit Henrik Ibsens "Die Wildente" startet das Deutsche Theater in die neue Spielzeit.
  • 7. Oktober 1996: Zur 499. Gildenwahl der Kreishandwerkerschaft im Alten Rathaus spricht Dr. Bernd Thiemann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Genossenschaftsbank zum Thema: "Noch 815 Tage bis zum Euro?" Kreishandwerksmeister Hans Holzapfel äußert in seiner Rede Besorgnis um die Zukunft des Handwerks.
  • Unbekannte haben Anschläge auf Oberleitungen von Bahnstrecken in der Region verübt. Zehntausende Reisende müssen auf den Strecken Hannover-Frankfurt und Hannover-Würzburg teilweise erhebliche Verspätungen hinnehmen, weil ihre Züge über Nebenstrecken umgeleitet werden. Betroffen sind Strecken, die für die nächsten Transporte von Atommüll ins Zwischenlager Gorleben vorgesehen sind. Die Polizei vermutet deshalb Atomkraftgegner hinter den Anschlägen.
  • Anläßlich des Inkrafttretens des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes, nach dem der Abfall in die Bereiche Beseitigung und Verwertung aufgeteilt werden soll, wird der "Recyclinghof" des Stadtreinigungsamtes in der Rudolf-Wissell-Straße seiner Bestimmung übergeben. Dort können etwa 20 entsorgungspflichtige Abfallarten an 5 Tagen in der Woche abgeliefert werden.
  • 9. Oktober 1996: Das Konzept für den Aufbau eines Forums für Wissenschaft und Technik in der früheren Lokhalle als Beitrag zur Expo 2000 ist vom Bundestagsausschuß für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie gebilligt worden. Die Bundesregierung soll nun das Projekt finanziell unterstützen.
  • 12. Oktober 1996: 200 Interessierte beobachten von der Göttinger Sternwarte aus eine partielle Sonnenfinsternis, die am Nachmittag um 15.12 Uhr eintritt.
  • 18. Oktober 1996: Der Kindergarten in der Geismarlandstr. 40a feiert seinen 50. Geburtstag in der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt.
  • 21. - 26. Oktober 1996: Das Studentenwerk Göttingen, dessen Hauptaufgaben die Verpflegung der Studenten (tgl. bis zu 15.000 Essen in 5 Mensen) und die Unterhaltung von 52 studentischen Wohnheimen mit 4.745 Plätzen sind, feiert sein 75-jähriges Bestehen mit vielen Sonderaktionen. Zum Abschluß der Festwoche findet in der Zentralmensa der offizielle Festakt mit über 4000 Gästen statt; darunter der Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Dr. Uwe Reinhardt, sowie Delegationen der Partnerstudentenwerke Grenoble, Thorn und Kaliningrad. Den Festvortrag hält der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks e.V., Horst Bachmann.
  • 24. Oktober 1996: Die Oberkreisdirektoren und Landräte der Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode/Harz unterschreiben die Satzung für den Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN), der ab 01.01.1997 seine Arbeit aufnehmen und die Vorbereitungsgesellschaft Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV) ablösen wird. Ziel des Zweckverbandes ist die Verbesserung des regionalen Verkehrsnetzes in Südniedersachsen durch eine dauerhafte Zusammenarbeit.
  • Der Vorsitzende der Freien Wählergemeinschaft Göttingen (FWG), Dr. Dr. Horst Göttig, der als ältestes Mitglied des neugewählten Göttinger Rates die konstitutierende Sitzung am 1.11.96 eröffnen sollte, ist im Alter von 80 Jahren verstorben.
  • 25. Oktober - November 1996: Auf der 15. Südniedersächsischen Informations- und Verbraucherausstellung (SIVA) zeigen 400 regionale, nationale und internationale Aussteller elf Tage lang ihre wirtschaftlichen Erzeugnisse. Die Angebots- und Dienstleistungspalette reicht vom Wohnungsausbau über Sport und Gesundheit bis zu Neuheiten aus dem Themenfeld Umweltschutz.
  • Auf Einladung der Konrad Adenauer-Stiftung diskutieren die CDU-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Rita Süssmuth, die Grünen-Bundestagsabgeordnete Rita Grießhaber und Dr. Heiner Geißler, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, vor 450 Menschen in der Göttinger Universität über den Umbau des Sozialstaates.
  • 28. Oktober - 1. November 1996: Die Stadtverwaltung Göttingen befragt im Rahmen der Aktion "Frischer Wind im Rathaus" Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung zu Dienstleistungen und Bürgernähe im Neuen Rathaus.
  • 30. Oktober 1996: Den Weltspartag rufen Arbeitslose zum "Tag der Erwerbslosen" aus. Arbeitsloseninitiativen protestieren in der Göttinger Fußgängerzone gegen den Sozialstaatabbau, indem sie an Wäscheleinen Absagen auf Bewerbungen aufhängen.
  • 31. Oktober 1996: Die Film- und Kinoinitiative Göttingen feiert ein doppeltes Jubiläum: das von ihr gegründete Kino "Lumière" besteht 10 Jahre und die erste öffentliche Kinovorführung in Göttingen fand vor 100 Jahren im Hapkeschen Saal in der Weender Str. 56 statt.
  • Zu Ehren des Filmproduzenten Erich Pommer (u.a. "Das Cabinet des Dr. Caligan", "Der Blaue Engel", "Der Kongreß tanzt"), der von 1896 bis 1900 in der Geismar Landstr. 16 in Göttingen lebte, wird am Haus eine Gedenktafel enthüllt.
  • Oktober 1996: Bei der Polizei Göttingen gibt es erstmalig im Regierungsbezirk Braunschweig einen "Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweise", der für Delikte zuständig ist, bei denen Schwule und Lesben betroffen sind.
  • An der Universität Göttingen wird die erste elektronische Dissertation vorbereitet, die im Internet veröffentlicht werden soll. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften hat seine Promotionsordnung entsprechend geändert.
  • Archäologen haben bei Grabungen im Elliehäuser Baugebiet "Südlich Talgraben" Spuren menschlicher Besiedlung gefunden, die vermutlich auf die Zeit zwischen 4500 vor Christus und Christi Geburt zurückgehen.
  • Im Landeskrankenhaus (LKH) am Rosdorfer Weg wird erstmalig in Niedersachsen eine Station eingerichtet, die sich mit Bewältigungsstrategien und Therapien für mißhandelte Personen befaßt ("traumazentrierte Psychotherapie").
  • Die Polizei Göttingen hat in Zusammenarbeit mit anderen Kriminalbehörden einen internationalen Falschgeldhändler-Ring ausgehoben. Blüten im Nennwert von 220.000 DM werden dabei sichergestellt.
  • Reste einer bronzezeitlichen Handwerkersiedlung graben Archäologen von Stadt und Universität auf dem Bauplatz für das neue Stadtbad auf der Eiswiese aus.
  • Oktober/November 1996: Gewählte Ortsbürgermeisterin und Ortsbürgermeister in den Vorortgemeinden sind: Erika Falkenberg (Elliehausen, Esebeck), Gerda Fischer (Geismar), Birgit Sterr (Grone), Jürgen Danielowski (Groß Ellershausen, Hetjershausen, Knutbühren), August Grothey (Herberhausen), Karl Wille (Holtensen), Otto Nolte (Nikolausberg), Albert Bornemann (Roringen), Horst Kolle (Weende).

November

  • 1. November 1996: Die vom Stadtrat beschlossene Einführung eines "Jobtickets" bei der Stadtverwaltung für die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Göttingen tritt am 1. November in Kraft. Gleichzeitig werden die PKW-Stellplätze des Rathaus-Areals bewirtschaftet. Einnahmen aus der Vermietung der Parkplätze werden zur Subventionierung des Jobtickets verwendet.
  • Der neu gewählte Rat der Stadt Göttingen hält seine konstituierende Sitzung ab. Zum Oberbürgermeister wird wieder Dr. Rainer Kallmann (SPD) gewählt, Dr. Edith Scheithauer (CDU) bleibt erste Bürgermeisterin, zweite Bürgermeisterin ist weiterhin Bärbel Hagedorn (GAL/Die Grünen). Auf der ersten Sitzung werden u.a. Resolutionen gegen die Auflösung des Rettungshubschrauber-Standorts Göttingen und gegen die Schließung der Max-Planck-Institute (MPI) für Geschichte in Göttingen und Aeronomie in Katlenburg/Lindau verabschiedet.
  • Zum gleichen Termin hatte vor 50 Jahren die erste Nachkriegssitzung des demokratisch gewählten Stadtrats stattgefunden.
  • 3. November 1996: Im Alten Rathaus wird eine vom Göttinger Kunstverein und dem Kulturamt der Stadt ausgerichtete Ausstellung mit 25 Aquarellen, rd. 40 Lithographien, Radierungen und Holzschnitten des Expressionisten Emil Nolde eröffnet. Ca. 8.000 Besucher betrachten die Werke, die überwiegend aus dem Sprengel-Museum Hannover, z.Tl. auch aus Privatbesitz stammen.
  • 4. November 1996: Für den Nobelpreisträger für Chemie, Peter Debye, der von 1914 bis 1920 Lehrstuhlinhaber für Physik an der Universität Göttingen war, wird am Haus Friedländer Weg 26 eine Gedenktafel angebracht. Die Laudatio hält Prof. Dr. Kurt Schönhammer.
  • "Älter werden in unserer Stadt": Rund 800 Menschen informieren sich in der Göttinger Stadthalle auf einem Markt der Möglichkeiten über Organisationen, Gruppen und Initiativen, die mit oder für Senioren arbeiten.
  • 5. November 1996: Der Silberne Kaufmannslöffel, mit dem eine Persönlichkeit ausgezeichnet wird, die sich um Stadt und Handel verdient gemacht hat, wird von Einzelhandelsverband und Werbegemeinschaft Göttingen an den Geschäftsführer des "Göttinger Tageblatt", Manfred Dallmann, verliehen. Die Ehrung steht im Mittelpunkt des 656. Jahrestages der Kaufmannsgilde.
  • 8./9. November 1996: Über 150 Jazz-Musikerinnen und -Musiker unterschiedlicher Nationalität präsentieren auf dem 19. Göttinger Jazzfestival auf drei Bühnen des Deutschen Theaters verschiedene Stilrichtungen des Oldtime und Modern Jazz vor ca. 3.500 Besuchern.
  • 9. November 1996: In der Gedenkstunde zur Erinnerung an die Pogrome vom 9.11.1938 am Synagogen-Mahnmal tragen Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasium Gedichte von Kindern aus dem Konzentrationslager Theresienstadt vor: "Stimmen der Kinder aus Theresienstadt".
  • Der Göttinger Reinigungsbetrieb Schacke ist 100 Jahre alt. Die am 9.11.1896 am Leinekanal gegründete "Färberei B. Schacke" wird heute in dritter Generation von Uwe Schacke geleitet; der Stammbetrieb befindet sich in der Geiststraße.
  • 10. November 1996: Das "Junge Theater" beginnt die neue Spielzeit mit "Romeo und Julia - Die nächste Generation" frei nach Shakespeare in der Inszenierung des neuen Intendanten Rolf Johannismeier. Untermalt wird das Stück von live gespielten Jazzrhythmen Gunter Hampels und seiner Combo.
  • 11. November 1996: Die Auszeichnung "Frau des Jahres", die zum dritten Mal vom "Deutschen Verband berufstätiger Frauen" (DVBF) und dem City-Blick Göttingen vergeben wird, erhält die 45jährige, aus München gebürtige Unternehmerin Christine Büttner. Die Musikbuchautorin hat u.a. eine Hilfsaktion für bosnische Frauen und Kinder aufgebaut.
  • 11. November - 12. Dezember 1996: Die Ausstellung des Städtischen Museums "Göttingen - Das Bild der Stadt in historischen Ansichten" führt vor Augen, welche Bedeutung die Universitätsstadt Göttingen als Bildmotiv vor allem im ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert gehabt hat.
  • 13. November 1996: In der restlos ausverkauften Stadthalle gibt die Düsseldorfer Punk-Band "Die Toten Hosen" ein vom jugendlichen Publikum begeistert aufgenommenes Konzert.
  • Die Galerie Apex, 1971 im Hinterhof der Burgstr. 46 mit Ausstellungen zum "Neuen Realismus" gegründet, zeigt zum 25-jährigen Jubiläum eine Ausstellung mit Bildern von Ernst Kahl und Yvonne Kuschel.
  • 16. November 1996: Die Musical Aufführung von James M. Barries "Peter Pan" im Deutschen Theater wird zu einem Ereignis für Kinder und Erwachsene in Vor-, Nachmittags- und Abendvorstellungen. Sebastian Mirow spielt die Titelrolle in der Inszenirung von Reinhardt Friese, die von Hans Kaul musikalisch geleitet wird.
  • 19. November 1996: 50 Jahren nach der Gründung der "Akademischen Burse" übernimmt das Studentenwerk deren Verwaltung. Durch den Übernahmevertrag soll die wirtschaftliche und bauliche Zukunft dieses traditionsreichen Gebäudes gesichert werden. Der Verwaltungsvertrag ist zunächst auf 15 Jahre festgelegt.
  • 21. November 1996: Das Land Niedersachsen verkauft die Harzwasserwerke an ein Konsortium ihrer Abnehmer, darunter die Stadtwerke Göttingen, und den Preussen-Elektra-Konzern.
  • 22. November 1996: Der Senat der Max-Planck-Gesellschaft hat die Schließungspläne ihres Präsidenten Prof. Hubert Merkl für vier Institute, u.a. für Geschichte in Göttingen, und zehn Arbeitsbereiche grundsätzlich gebilligt. Mehr als 600 Mitarbeiter der Max-Planck-Institute für Aeronomie/Lindau und für Geschichte/Göttingen hatten zuvor in Göttingen gegen die Schließung ihrer Institute zum Jahr 2004 demonstriert. Bedroht wären mehr als 400 Arbeits- und 30 Ausbildungsplätze.
  • Die Stadt Göttingen und ihre polnische Partnerstadt Torun haben beschlossen, jährlich einen gemeinsamen Literaturpreis (Samuel B. Linde-Preis) zu verleihen. die Verleihung findet in Torun statt, Preisträger sind Wislawa Szymborska und Günter Grass.
  • 26. November 1996: Im Alten Rathaus Göttingen wird die Preisverleihung der niedersächsischen Kunstpreise und Förderstipendien 1996 von der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Helga Schuchardt, vorgenommen. Preisträger im Bereich Musik ist Christian Simonis, Chefdirigenten des Göttinger Symphonie-Orchesters. Der erstmalig vergebene Verlagspreis geht an den Göttinger Wallstein-Verlag.
  • November 1996: In Groß-Ellershausen, Elliehausen und Holtensen finden die konstituierenden Sitzungen der Ortsräte mit der Wahl der Ortsbürgermeister statt. Es werden gewählt: für Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren Jürgen Danielowski (CDU), Stellvertreter Bernd Alrutz (SPD); für Elliehausen Erika Falkenberg (SPD), Stellvertreter Martin Borkmann (FDP) und Karl-Heinz Ernst (CDU); für Holtensen Karl Wille (SPD), Stellvertreter Armin Menke (CDU) und Heinz Siegmann (SPD).
  • Die Stadt Göttingen ist im Internet vertreten. Damit sind z.B. Informationen über die Stadt, Veranstaltungen, Hotels oder Gaststätten weltweit rund um die Uhr verfügbar.

Dezember

  • 3. Dezember 1996: Die Ehrenvorsitzende der Göttinger SPD, Frau Prof. Dr. Ingeborg Nahnsen, die von 1968-1991 im Rat der Stadt tätig war, ist im 74. Lebensjahr verstorben.
  • Im Grenzdurchgangslager Friedland werden erstmals 194 jüdische Emigranten aus Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion aufgenommen. Der Grund ist Platzmangel im bisher zuständigen Erstaufnahmelager in Bad Pyrmont. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde händigt Oberkreisdirektor Dr. Alexander Engelhardt den jüdischen Emigranten unbefristete Aufenthaltsgenehmigungen für die Bundesrepublik aus.
  • Das Stadtarchiv zeigt in den Räumen der Sparkasse eine Auswahl seiner "Kostbarkeiten" aus 760 Jahren. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Groß-Fotografien einzelner Objekte von Theodoro da Silva.
  • 6. Dezember 1996: Der im Rat der Stadt Göttingen eingebrachte Haushaltsplanentwurf 1997 weist bei einem Gesamtvolumen von 796,6 Mill. DM ein Defizit von 111 Mill. DM aus.
  • Tagung der Evangelischen Stadtakademie zum Thema: Auferstehung mit Prof. Hans Hübner und Prof. Gerd Lüdemann.
  • 10. Dezember 1996: Die jüdische Gemeinde in Göttingen feiert das achttägige Chanukka-Fest. Bei einer Feierstunde am Mahnmal auf dem Platz der Synagoge wird an die Ursprünge des Lichterfestes vor mehr als 2.000 Jahren erinnert.
  • 10./11. Dezember 1996: Das Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie am Faßberg begeht mit einem zweitägigen Wissenschaftssymposium, einem Forumsgespräch und einer Firmen-Ausstellung sein 25-jähriges Jubiläum, an dem auch zahlreiche Nobelpreisträger teilnehmen.
  • 10. - 12. Dezember 1996: Das Göttinger Großkino Cinemaxx öffnet nach knapp 10 Monaten Bauzeit in der Lokhalle die Tore zu einem neuen Kinozeitalter in der Universitätsstadt. Zu der Gala-Eröffnungsveranstaltung kommen rund 800 Gäste. Das Kino bietet in 9 klimatisierten Sälen 1.680 Personen Platz, welche die Filmdarbietungen auf Riesenleinwänden von bis zu 9x18 Metern verfolgen können. Es ist das erste Projekt der neuen Nutzung der ehemals bereits zum Abriß freigegebenen Lokhalle auf der Bahnhof-Westseite.
  • 11. Dezember 1996: Reinhard Caspari, langjähriger Vorsitzender der Göttinger Deutsch-Polnischen Gesellschaft, ist in der polnischen Botschaft in Köln mit dem Offiziersorden des Verdienstkreuzes der Republik Polen ausgezeichnet worden. Polen würdigt damit die Verdienste Casparis um die Versöhnung und Verständigung zwischen Deutschen und Polen.
  • 16. Dezember 1996: Das KAZ ("Kommunikations- und Aktionszentrum") in der Hospitalstraße feiert seinen 20. Geburtstag. Nach der Renovierung des Otfried-Müller-Hauses wurde das KAZ dort im Januar 1976 eingeweiht. Mittlerweile sind 53 selbstverwaltete Gruppen aus unterschiedlichen Bereichen wie Tanz, Varietè, Trommeln, Töpfern, Yoga im "KAZ e.V." zusammengeschlossen.
  • 17. Dezember 1996: Der künstlerische Nachlaß des am 23.07.1996 verstorbenen Malers und Graphikers Kurt Mannig ist dem Städtischen Museum übergeben worden. Sein Werk ist thematisch bestimmt durch Landschaft und Architektur, daneben vor allem durch Motive aus dem Milieu von Theater, Café und Jahrmarkt.
  • 18. Dezember 1996: Für den Philosophen und Literatur-Nobelpreisträger Rudolf Eucken (1846-1926) wird am Haus Markt 4 eine Gedenktafel enthüllt.
  • 20. Dezember 1996: Stadt und Landkreis Göttingen unterzeichnen einen Vertrag, durch den der innerkreisliche Finanzausgleich entsprechend der Aufgabenverantwortung und unter Berücksichtigung des Sonderstatus der Stadt ("Göttingen-Gesetz") neu ausgestaltet wird. Die Stadt erhält ihre gesamte Kreisumlage in den Jahren 1997 und 1998 zurück und muß dafür ab 1.1.1997 im Stadtgebiet die Bereiche Soziales, Jugend, Kultur und Schulen in eigener Trägerschaft finanzieren.
  • Chefdramaturg Norbert Baensch nimmt als Vertreter des Deutschen Theaters und der Stadt Göttingen an der Verabschiedung der Toruner Intendantin Krystina Meissner teil, die das Theater der Göttinger Partnerstadt Torun verläßt, um das Stary Teatr in Krakow/Krakau zu leiten. Mit der Nachfolgerin Jadwiga Oleradzka ist die Fortsetzung der intensiven Partnerschaft der Theater von Göttingen und Torun fest verabredet.
  • 21. Dezember 1996 - 12. Januar 1997: In der am 21.12.1996 im Alten Rathaus eröffneten Ausstellung "Spiel und Kunst", die einen Überblick über das spielerische und künstlerische Schaffen von Reinhold Wittig gibt, können Besucher Gesellschaftsspiele selbst erproben, die z.T. bereits von der Jury "Spiel des Jahres" gewürdigt worden sind.
  • 24. Dezember 1996: In einem Abbruchhaus in der Gartenstraße hat in der Nacht zu Heiligabend eine 28 Jahre alte Obdachlose einen Jungen ohne fremde Hilfe und in Eiseskälte zur Welt gebracht. Der Säugling stirbt noch in derselben Nacht.
  • Über 400 Menschen feiern gemeinsam das Weihnachtsfest als Abschluß der GT-Hilfsaktion "Keiner soll einsam sein" in der Göttinger Stadthalle.
  • 27. Dezember 1996: Der seit vielen Jahren kälteste Dezember ermöglicht das Schlittschuhlaufen auf dem zugefrorenen Kiessee.
  • In einem Musterklageverfahren hat das Verwaltungsgericht Göttingen entschieden, daß Bürgerkriegsflüchtlinge aus Bosnien, die trotz bereits ausgesprochener Ausreiseaufforderung in der Bundesrepublik noch geduldet werden, Abstriche bei den Sozialleistungen hinnehmen müssen.
  • Das Ausgleichsamt des Landkreises Göttingen wird zum Jahresende aufgelöst, seine Aufgaben werden ab 1997 vom Ausgleichsamt Braunschweig wahrgenommen. Das Amt war in der Nachkriegszeit eingerichtet worden, um einen Teil der unmittelbaren Kriegsfolgen für die Bevölkerung zu lindern.
  • Das Arbeitsamt Göttingen gibt für den Hauptamtsbezirk Göttingen (dazu gehören Adelebsen, Bovenden, Gleichen, Rosdorf, Teile der Samtgemeinde Radolfshausen) für 1996 eine Arbeitslosenquote von durchschnittlich 10.742 Personen (= 14,7 %) an, davon 6.214 Männer und 4.528 Frauen.

Geburten

Todesfälle

Quelle