800 Jahre Burg Scharfenstein – 1209-2009

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Burg Scharfenstein

Aus Anlass der urkundlichen Ersterwähnung der Burg Scharfenstein vor 800 Jahren ist im April 2009 ein umfassendes Buch erschienen, in dem die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner geschildert wird. Ebenso bietet das Werk einen Rundgang um die Burg, so, wie sie sich jetzt präsentiert.


Inhaltlich umfasst das im Auftrag der Stadt Leinefelde-Worbis herausgegebene Buch die Geschichte der Burg Scharfenstein von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das sogenannte Amt Scharfenstein mit den dazu gehörenden Dörfern wird schwerpunktmäßig im Zeitraum von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des Mainzer Kurfürstentums zu Beginn des 19. Jahrhunderts dargestellt. Ausgiebig gehen die Autoren des 304 Seiten starken Werkes, Josef Reinhold und Günther Henkel auch auf die Epoche der Bauernkriege im Eichsfeld ein, die das „Adelsnest“ im Jahre 1525 zerstört hinterließen. Damals war Bauernführer Heinrich Pfeiffer (ungebetener ) „Gast“ auf dem Scharfenstein.


Da von der Burg aus die kurmainzischen Vögte das gleichnamige Amt verwalteten, finden sich in dem Buch viele Details der Geschichte der ehemals zum Amt Scharfenstein gehörenden Dörfer zwischen Steinbach im Westen und Niederorschel im Osten. Näher an der Gegenwart sind jene Passagen, die sich mit der Nutzung der Burg seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts befassen. Das Gemäuer war Sitz eines Revierförsters und Standort für ein Kinderferienlager – aber auch immer wieder beliebtes Wanderziel. Unterhalb ihrer kräftigen Mauern fanden Lehrerkonferenzen statt und dort kämpften Sportler beim Lauf „Rund um den Scharfenstein“ um Sieg und Platz.