Adelebsen

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Infobox

Adelebsen
Wappen von Adelebsen.png
Wappen von Adelebsen
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Schulen:
Einwohner: 6958 (Stand: Dezember 2004)
Postleitzahl: 37139
Vorwahl:
Kfz-Kennzeichen:
Bürgermeister: Dinah Stollwerck-Bauer (CDU)
Website: Adelebsen im Internet

Adelebsen ist ein Flecken in Niedersachsen, der etwa 15 km nordwestlich von Göttingen an der Schwülme, zwischen Leine und Weser am Rande des Sollings, liegt. Er hat etwa 3.700 Einwohner und gehört zum Landkreis Göttingen. Zum Flecken Adelebsen gehören die Orschaften Adelebsen, Barterode, Eberhausen, Erbsen, Güntersen, Lödingsen und Wibbecke.

Personen und Organisationen

Heinrich Christian Burckhardt (26.02.1811 – 14.12.1879), Forstmann – nach ihm ist die Grundschule in Adelebsen benannt

Ernst Gräfenberg, (26.09.1881 in Adelebsen - 28.10.1957 in New York) deutscher Mediziner, publizierte den "G-Punkt" und entwickelte den "Gräfenberg-Ring".

Christhard Mahrenholz, (eigentlich Konrad Andreas Christian Richard) (11.08.1900 in Adelebsen - 15.03.1980 in Hannover) deutscher Musikwissenschaftler, Pfarrer und Textdichter. Vater des späteren Richters am BVerfG Ernst Gottfried Mahrenholz.

Ludger Beerbaum, (26.08.1963 in Detmold) deutscher Springreiter (Bruder von Markus B.)

Markus Beerbaum, (16.11.1970 in Adelebsen) deutscher Springreiter (Bruder von Ludger B.)


Lexikonteil

Geschichte

990 wird Adelebsen, oder besser die Burg der Freiherren von Adelebsen, erstmalig in einer Urkunde erwähnt. In dieser Urkunde wird der Ort als Ethelleveshusen bezeichnet. Es handelt sich dabei um die Bestätigung einer Schenkung von Kaiser Otto III. an seine Schwester Sophia. Der das Dorf überragende Sandsteinfelsen war für eine Burg sehr geeignet. So siedelten im 13. Jahrhundert die Herren von Wibbecke nach Adelebsen über und erbauten auf dem Felsen die Burganlage. Ab da nannten sie sich Herren von Adelebsen. Laut Urkunde war die Burganlage seit 1295 vorhanden. Nach 1945 weitete sich der Ort Adelebsen in nördlicher und östlicher Richtung erheblich aus.

Um 1870 begann der Basaltabbau bei den in der Nähe gelegenen Berge Bramburg, Grefenburg und Backenberg. Dadurch wurde Adelebsen zum Standort einer bedeutenden Steinbruchindustrie. Von 1885 bis 1932 gehörten Adelebsen und seine Ortschaften zum Kreis der im Nordwesten gelegenen benachbarten Stadt Uslar. Dieser wurde dann mit dem Kreis Northeim zusammengelegt. Durch die Verwaltungs- und Gebietsreform 1973 wurde der Flecken Adelebsen dem Landkreis Göttingen zugegliedert.

Durch den Flecken Adelebsen führt die Bodenfelder Bahn, die Göttingen und Bodenfelde verbindet.

Sehenswürdigkeiten

Burg Adelebsen

Steinarbeiter-Museum Adelebsen

St.-Martini Kirche Adelebsen

Aktuell

  • In der Nacht zu Sonntag, 23. November, 2008, ist im Alma-Louisen-Stift in Adelebsen eine 87-Jährige Rentnerin ermordet worden. Mehr dazu im Artikel Adelebsen-Mord
  • 2010 wurde in Adelebsen eine Kinderfeuerwehr für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren gegründet: die Löschküken.

Adelebsen ringt mit Leerständen

Um Leerständen von Häusern in der Gemeinde entgegenzuwirken, hat die CDU-Ratsfraktion vor einem halben Jahr den Antrag gestellt, ein Förderprogramm „Jung kauf alt“ aufzulegen. Der Antrag war nun erneut Thema im Bauausschuss.

Die CDU hatte nun auf Wunsch von SPD und Grünen noch einmal einige Punkte des möglichen Förderprogramms präzisiert. Mit dem Programm sollen junge Familie beim Erwerb alter Immobilien gefördert werden, um dem Bevölkerungsrückgang im Flecken Adelebsen entgegenzuwirken.

Das Programm soll für Ein- und Zweifamilienhäuser zur Selbstnutzung, Baujahr 1970 und älter, gelten. Die Familien sollen für maximal fünf Jahre jährlich grundsätzlich mit 600 Euro und darüber hinaus zusätzlich mit 300 Euro pro Kind gefördert werden.

Außerdem soll eine Beratung durch die Energieagentur Göttingen mit maximal 120 Euro gefördert werden. Das Förderprogramm soll zunächst in den Jahren 2014 und 2015 angeboten werden. Im Haushalt 2014 sollen dafür nach dem Willen der CDU 5000 Euro eingestellt werden.

Weitere Leerstände in den nächsten Jahren

Zugleich legte die Verwaltung ein Leerstandskataster für den Ort Adelebsen vor.

Danach stehen allein in der Langen Straße drei Gebäude seit längerer Zeit leer, in der Unteren Straße seien es zwei Gebäude, ein weiteres in der Oberen Straße.

Außerdem sei festzustellen, dass oft nur ein bis zwei Personen in einem Mehrfamilienhaus im Ortskern wohnten. Zumeist seien dies ältere Menschen: „Hier wird es in den nächsten Jahren sicherlich zu weiteren Leerständen kommen.“

Auch in den Baugebieten aus dem Anfang der 1970er-Jahre lebten viele ältere Menschen einzeln oder zu zweit in den Häusern. Bisher gebe es in diesen Gebieten jedoch noch keine Leerstände.

Grundsätzlich keine schlechte Idee

Bei gewerblich genutzten Immobilien im Ort Adelebsen sei des öfteren ein Leerstand verzeichnet worden. Es seien aber immer wieder nach kurzer Zeit neue Geschäfte eröffnet worden.

In den übrigen Dörfern der Gemeinde stünden bisher nur vereinzelt oder gar keine Gebäude leer. Hier sollen jedoch die Ortsbürgermeister noch einmal um nähere Informationen gebeten werden.

Petra Löb-Kompart (Grüne) sowie Kurt Prutschke, Walter Koch und Brigitte Bindseil als Vertreter der SPD sagten, das Förderprogramm sei grundsätzlich keine schlechte Idee. Da einige Informationen jedoch erst relativ kurzfristig gegeben worden seien, wurde noch eine weitere Beratung gewünscht.

Zudem solle auch bei den Ortschaften, die das Förderprogramm bereits haben, nach Erfahrungen gefragt werden, schlug Bindseil vor. Prutschke sagte, es zeichne sich wieder ein leichter Trend zum Wohnen auf dem Land ab. Der Antrag wurde noch einmal zur Beratung in die Fraktionen gegeben.

Quelle: Artikel von Jörn Barke im Göttinger Tageblatt vom 23. Mai 2013.

Partnerstädte

Ostrowek, Polen (1999) Wieluń, Polen (1999)


Schulen

Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule

HRS Albert-Schweitzer-Schule Adelebsen

Links

Adelebsen im Internet