Adolf Ellissen

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Georg Anton Adolf Ellissen (* 14. März 1815 in Gartow; † 5. November 1872 in Göttingen) war ein deutscher Politiker, Philologe und Literaturhistoriker. Er war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und Bügermeister der Stadt Göttingen.

Ellissen studierte von 1832 bis 1835 an der Georg-August-Universität Medizin, Geschichte, Literatur- und Sprachwissenschaft. Weitere Studien betrieb er in Berlin und Paris. Seine Promotion erfolgte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1838 und 1860 bereiste er Griechenland, um die mittel- und neugriechische Literatur zu erforschen.

1842 zog Ellissen nach Göttingen, wo er 1847 Bibliothekar der Universitätsbibliothek wurde. Er engagierte sich in der Göttinger Revolution 1848. Im März desselben Jahres wurde er durch den Göttinger Bürgerverein in das hannoversche Ständeparlament entsandt und gründete das Göttinger Bürgerblatt, dessen Herausgeber er bis 1849 war.

Das vollständige Bürgerrecht der Stadt Göttingen wurde ihm 1851 verliehen.

1865 wurde er Bürgermeister von Göttingen. In der Kirchenarbeit trat er ab 1865 als hannoverscher Synodaletr und als Kirchenvorsteher von St. Johannis hervor. 1867 bis 1870 war er Mitglied des Norddeutschen Reichstages und des Preußischen Abgeordnetenhauses.

In Weende ist der Adolf-Ellissen-Weg nach ihm benannt.

Werke

Literatur

  • Karl Goedecke: Adolf Ellissen zu seinem hundertjährigen Geburtstag am 14. März 1915. In: Göttinger Blätter für Geschichte und Heimatkunde in Südhannover, Göttingen 1915
  • Georg Kaufmann: Adolf Ellissen, ein Vorkämpfer nationaler Politik aus der letzten Periode des Königreiches Hannover, Preußische Jahrbücher, Bd. 161, 1915, S. 470 ff.
  • Albrecht Saathoff: Geschichte der Stadt Göttingen, 2 Bde, Göttingen 1937 - 1940, Bd. II, S. 172 ff.
  • Eberhard Borsche: Adolf Ellissen (1815-1872) als Politiker, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte (NsJbLG) 25, 1953, S. 87ff