Alfred Walter

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Der Krebecker Alfred Walter züchtet seit 33 Jahren Hühner und Gänse.

Hühner, Gänse und andere geflügelte Gefährten präsentierten beim Tag des offenen Hofes in Krebeck extravagante Frisuren, Haute-Couture-Federkleider und gewagte Farben. Im großzügigen Garten von Alfred und Stefanie Walter zeigte der Rassegeflügelzuchtverein Duderstadt Tiere in ihrer natürlichen Umgebung, um Neugierige zu begeistern und zu informieren.

Rund zwanzig verschiedene Geflügelrassen sind auf dem Vierseithof versammelt. Es wuselt in den Geläufen und Volieren, viele Kinderaugen und -hände wollen entdecken und erleben. Bei den jungen zartgelben Enten fliegt der Flaum, den Thüringer Bartzwergen schwillt der Kamm, während das Pommernganspaar mit zwei kleinen Besucherinnen um die Wette zischt. Was für die Kinder vielleicht ein spannender Nachmittag sein mag, bedeutet für die Züchter „Zierde, Schönheit und Freude“, erzählt Alfred Walter. Schon seit 33 Jahren betreibt er sein Hobby aktiv, mittlerweile ist er zweiter Vorsitzender des Landesverbandes Hannover. Viel brauche man nicht, um sich ein paar Tiere zu halten.

Das eigene, garantiert dioxinfreie Frühstücksei könne man sich ganz einfach vor der Tür produzieren lassen. „Es sollte eine kleine Wiese und ein Stall vorhanden sein, das war’s dann auch schon“, sagt Walter. „Und wer es übers Herz bringt, bekommt auch noch einen Braten dazu.“ Manche „Produkte“ des Federviehs fallen sehr speziell aus: Komplett grün sind die Eier der Araucanas, französische Marans schlüpfen aus dunklen Schalen, und Nandu-Eier erreichen schon mal eine Höhe von 20 Zentimetern.

„Es waren schon eine ganze Menge Leute da und haben Tiere gekauft“, berichtet Walter. Spezielle Rassen gehen aber überwiegend an Experten aus dem Verein. Ein klassisches Haushuhn der Art „Gallus gallus domesticus“ empfiehlt sich für den Laien da wohl noch am ehesten. Nur auf dem Vierseithof gehören rumänische Nackthalshühner, schlesische Mohrenköpfe, Elstertümmler, türkische Eier- und arktische Nonnengänse zum gewohnten Bild.

Allein für die Versorgung der Vögel brauchen die Walters exklusive Reinigungsarbeiten mindestens zwei Stunden täglich. Die jungen Hofbesucher erfreuen sich derweil ungeachtet der fachsimpelnden Erwachsenen an der tierischen Vielfalt und dürfen als Andenken eine Feder mit nach Hause nehmen.