Altenpflegeheim St. Martini Duderstadt

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Altenpflegeheim St. Martini Duderstadt

Das Altenpflegeheim St. Martini ist eine Einrichtung in Duderstadt. Sie ist an das Krankenhaus St. Martini Duderstadt angeschlossen.

Kontakt

  • Telefon: 0 55 27 / 842-0
  • Fax: 055 27 / 842-119
  • E-Mail: info@kh-dud.de

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Homepage des Altenheims

Auto im Altenheim

Mercedes stürzt in Raum des Altenpflegeheims: Duderstädter Feuerwehr begutachtet die Schäden.

Einen spektakulären Unfall erlebte am Sonntag, 4. April, um 19 Uhr das Duderstädter Altenpflegeheim St. Martini. Ein Mercedes durchbrach ein ebenerdiges Fenster und stürzte in einen Mehrzweckraum im Kellergeschoss. Von den drei Fahrzeuginsassen wurden die 74-jährige Fahrerin und eine gleichaltrige Mitfahrerin trotz des Sturzes in 1,20 Meter Tiefe nur leicht verletzt. Sie wurden im benachbarten Krankenhaus behandelt. Der 76 Jahre alte Beifahrer kam unverletzt davon. Die Fahrerin aus Hannover wollte vorwärts in eine Parkbucht einparken. Aus ungeklärter Ursache überfuhr sie dabei Bordstein, Fußweg und Rasenfläche, bevor sie das Fenster durchbrach. Am Fahrzeug entstand Sachschaden von 20 000 Euro, am Gebäude von 10 000 Euro.

Bergung des Fahrzeugs

Mer entscheidende Moment: Per Gabelstapler und eingehaktem Stahlseil wird der Mercedes rückwärts aus seinem „Tief-Parkplatz“ befreit.

Auch die Bergung des Fahrzeugs gestaltete sich schwierig: Vor ein ungewöhnliches Problem sahen sich am gestrigen Dienstag, 6. April, die Mitarbeiter des Duderstädter Autohauses Lautenbach gestellt: Sie hatten die Aufgabe, den unfreiwillig im Mehrzweckraum des Altenpflegeheimes St. Martini „geparkten“ Mercedes einer 74-Jährigen zu bergen. Sie war am Ostersonntag mit ihrem rund zwei Tonnen schweren Wagen über den Rasen hinweg auf das Fenster des Raumes zugerast, hatte die Scheibe durchbrochen und war 1,20 Meter tiefer im Kellergeschoss des Pflegeheimes gelandet (Tageblatt berichtete). Wie nun den Wagen aus seiner engen „Tiefgarage“ befreien?

Um 10 Uhr am Vormittag machen sich Vater und Sohn Leo Lautenbach, Senior und Junior, mit ihren Mitarbeitern an die Lösung dieses Problems. Rampen werden herangeschafft, ebenso schwere Gurte und allerlei Handwerkszeug. Es geht um Millimeter. Die Fensteröffnung muss so groß wie nur möglich gemacht werden. Also raus mit dem kompletten Rahmen. Dann tritt der Gabelstapler des Unternehmers Günter Kirst in Aktion. An breiten Gurten wird das Heck des Mercedes angehoben und die Hinterräder auf Rampengitter gehievt. Schon ist der Kofferraum des Wagens aus der Fensteröffnung heraus, da wird klar, das Dach wird nicht unbeschädigt herauszuziehen sein. Denkpause. Eventuell kann man den Bug des Mercedes anheben, den Wagen so flacher vor die Fensterhöhlung stellen. Ein Wagenheber muss her und tatsächlich, es funktioniert, der Wagen rutscht weiter heraus. Doch dann reicht die Kraft des ziehenden Gabelstaplers nicht mehr aus. Das Ende der von zahlreichen selbsternannten Experten verfolgten Fahrzeugbergung droht.

Jetzt kommt die Seilwinde des Abschlepp-Lastwagens zum Einsatz. Ein langes Stahlseil wird mit der hinteren Abschleppöse des Mercedes verbunden und dann ziehen beide, Gabelstapler und Seilwinde, mit vereinter Kraft. Unten im Gymnastikraum wird derweil der Wagenheber unter dem Bug des Wagens immer höher gedreht. Plötzlich knirscht und kracht es: Die Limousine flutscht ganz aus der Fensteröffnung, steht wieder ebenerdig zwischen Altenheim und Abschlepp-Lastwagen. Der Rest ist Routine. Noch immer per Stahlseil mit der Winde verbunden, nimmt diese ihre Arbeit auf, bugsiert den E-Klasse-Mercedes auf die Ladefläche des Abschleppers. Nach gut einer Stunde Arbeit ist es geschafft.

Befragt, ob er so etwas schon einmal erlebt habe, verneint Lautenbach junior. Aber sein Vater, Leo, der habe einmal einen abgesoffenen VW-Käfer aus dem Pferdeteich gezogen.