Altstadtlauf

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Altstadtlauf im Juni 2009

Der Altstadtlauf in Göttingen findet seit 21 Jahren im Sommer statt. Die Streckenführung führt durch die Altstadt. Der Lauf wird von der Leichtathletikgemeinschaft Göttingen (LGG) veranstaltet.

23. Altstadtlauf 2011

Altstadtlaufmüde sind die Göttinger wahrlich nicht. Die 23. Auflage der von der LG Göttingen ausgerichteten Traditionsveranstaltung am gestrigen Mittwochabend brach wieder einmal alle Rekorde. 3950 Starter – gut 300 mehr als beim Rekordergebnis vor einem Jahr – hatten für die Läufe über die vier unterschiedlichen Distanzen ihre Meldung abgegeben.

Vor allem im Start- und Zielbereich vor dem Alten Rathaus standen die Schaulustigen bei optimalen Wetterbedingungen dicht gedrängt und feuerten die Aktiven an. Viele andere hatten es sich vor den Cafés und Kneipen an der Strecke gemütlich gemacht und genossen das Spektakel.

Riesenapplaus gab es schon beim Youngsterlauf über 700 Meter, für den sich 290 Kinder allein oder an der Hand ihrer Eltern – wie die noch nicht einmal zwei Jahre alten Olivia und Lea – an der Linie aufstellten. Dort hielt Andreas Lindemeier, der die Veranstaltung zum zehnten Mal moderierte, die Wartenden bis zum Startschuss mit lockeren Sprüche bei Laune, stellte allen ein leckeres Eis in Aussicht, die die Strecke bewältigten. Am schnellsten schaffte das Felix Böttner von der Hennebergschule in Weende.

Erheblich rasanter zur Sache ging es im anschließenden Schnupperlauf über 1800 Meter, in dessen Rahmen der immer beliebter werdende Schulcup ausgetragen wurde. Hier räumte vor allem das Otto-Hahn-Gymnasium mächtig ab. Mit 180 stellte es nicht nur die mit Abstand meisten Starter vor der Nörten-Hardenberger Johann-Wolf-Grundschule (75) und der Bovender Grundschule am Sonnenberg (67), sondern mit Vorjahressieger Julius Lembke und Henrik Steenken auch die schnellsten Läufer. „Ich habe mich nicht speziell auf den Altstadtlauf vorbereitet, aber ich trainiere ja sieben Tage die Woche bei der LGG und bin der Zwölftschnellste meiner Altersklasse in Deutschland über die 3000 Meter“, erzählte der 15-jährige Lembke, der 2012 nochmals über die 1800 Meter starten und im Jahr drauf die 5000 Meter in Angriff nehmen will. „Und ich treibe ihn nach vorn und sorge dafür, dass er so schnell ist“, grinst sein zweitplatzierter Klassen- und Klubkamerad Steenken. „Auf der Strecke schlagen werde ich ihn aber wohl nie“, fügt er hinzu. „Ich habe vorher nur ein bisschen trainiert“, merkt FKG-Schülerin Anne Spickhoff, die bei den Mädchen triumphierte, lakonisch an.

Einen neuen Sieger gab es beim GT-Firmencup im ersten Lauf über 5260 Meter, bei dem 1232 Läufer in 308 Viererteams an den Start gingen. Hier gewann Tom Eberwien in starken 18:00 Minuten mit großem Abstand die Einzelwertung und hatte zudem großen Anteil daran, dass das Eon-Mitte-Quartett aus den Händen von Tageblatt-Geschäftsführer Ralf Halfbrodt den Siegerpokal entgegennehmen durfte und Sartorius sowie die Unfallchirurgie des Uniklinikums auf die Plätze zwei und drei verwies.

Von sehr weit her kommt der Sieger des Einzelrennens über die 5260 Meter. Peter Foot, der die Strecke in fantastischen 16:28 Minuten zurücklegte, gehört zum Laufteam New Balance in Chicago (USA). „Ich besuche gerade Freunde in Göttingen und wollte mir die Chance nicht entgehen lassen, hier zu starten“, erzählte er. 24 Sekunden später als der Amerikaner überquerte Norman Fenske vom TuS Neukölln (16:52) die Ziellinie vor dem Göttinger Triathleten Hendrik Becker von der GoeSF. Alle drei waren schneller als Titelverteidiger Jasper Cirkel (LGG), der bei seinem Sieg im Vorjahr 17:04 Minuten brauchte. Bei den Frauen war LGG-Athletin Cathrin Cronjäger (19:54) nicht zu bezwingen. Klubkameradin Jana Fangmann (20:21) belegte den zweiten Platz vor der erst 14-jährigen Ida Sophie Hegemann (20:37) von der LG Eichsfeld.

Und ewig grüßt das Murmeltier hieß es über die 10    450 Meter: Florian Reichert, seit kurzem Lehrer am THG, gewann zum fünften Mal in Folge (34:07) vor Jörn Harland (Kassel; 34:16) und Robert Morhard (USA; 35:56). Bei den Frauen siegte Rhea Richter (RSC Göttingen; 43:36) vor Laura Wimmer (ASFM Göttingen; 44:07) und Colin Ricard (LGG; 44:32).