Andreas Friedrichs

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Andreas Friedrichs ist Bürgermeister in Friedland. Er ist Mitglied der SPD.

„Haben den Schlüssel zur Integration“

Eng, aber gemütlich: Gut 300 Gäste verfolgen beim Neujahrsempfang der Gemeinde Friedland die Rede des Bürgermeisters

Bedrohte Kindergärten durch den demographischer Wandel, Debatten um Windrad und Bioenergie im Zeichen der Energiewende, Integration und Forschung am „Tor zur Freiheit“: Das sind für Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) vorherrschende Themen in Friedland. Und es sind Themen, über die sich viele Bürger lebhaft austauschen. Für gut 300 Gäste des Friedländer Neujahrsempfanges war der Saal im Sporthaus Ballenhausen am Sonntag fast zu klein, die Stimmung um so besser. „Bürgerpreis“, Ehrungen und Friedrichs Jahresbilanz mit aufheiternden Fotos zu dennoch ernsten Themen quittierten sie mit viel Applaus.

„Für mich wird 2011 immer das Jahr der Umweltkatastrophe sein“, fasste Friedrichs seinen persönlichen Rückblick zusammen. Spätestens jetzt sei jeder von der Energiewende überzeugt. Diese lasse sich aber nicht alleine von der öffentlichen Hand umsetzen, appellierte er an alle Bürger und warb zugleich für ein Gesamtkonzept der Gemeinde bei der Nutzung regenerativer Energiequellen.

Eine noch größere Herausforderung sei der demographische Wandel. Weniger Geburten und immer mehr ältere Menschen veränderten die gesellschaftlichen Strukturen, auch für die 40- bis 50-Jährigen. Mit Krippenplätzen, Ganztagsschulen und dem Mehrgenerationenhaus sei die Gemeinde „aber auf einem guten Weg“ in die richtige Richtung.

Als einen „riesigen Schritt für Friedland und die Region“ wertete Friedrichs die geplante Einrichtung eines Museums und Forschungszentrums mit Akademie zum Thema Flucht und Integration am Grenzdurchgangslager. Der Ort dafür sei passend gewählt. Friedland sei nicht nur das „Tor zur Freiheit“, „wir haben auch den Schlüssel zur Integration“. In der Gemeinde gebe es schon immer eine gelebte Willkommenskultur, auf die die Bürger „ruhig ein wenig stolz sein können“.

Stolz ist Friedland auch auf seine engagierten Bürger. Jährlich vergibt die Gemeinde einen „Bürgerpreis. Der geht 2012 an Fritz Oerke. Der CDU-Mann war viele Jahre Ortsbürgermeister von Friedland, eine wichtige Säule des Vereinssports und hat sich als langjähriger Geschäftsführer der Friedlandhilfe „große Verdienste erworben“. Geehrt wurden außerdem Kommunalpolitiker, die aus den Parlament ausgeschieden sind. Für den Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund überreichte dessen Kreisgeschäftsführer Heinz-Jürgen Proch dem früheren Ortsbürgermeister von Groß Schneen, Hartwig Giebel, eine Ehrennadel in Gold. Der Sozialdemokrat war 25 Jahre Chef in seinem Dorf und mehr als 30 Jahre Mitglied des Orts- und Gemeinderates.

Göttinger Tageblatt vom 16. Januar 2012