Apex

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Das APEX (März 2011)

Das Apex besteht seit 1971 in der Burgstraße, Göttingen als Kulturzentrum und Gastsstätte. Der Apex-Kunstverein zeigt Ausstellungen deutscher und internationaler Kunst. Die Werkstatt-Ausstellungen präsentieren Zeichnung, Illustration, Comic, Fotografie. Das Apex ist die Kabarett-Bühne Göttingen, auf der fast jeden Samstag Programme deutscher Kabarettisten zu sehen sind. In dem Veranstaltungssaal finden Musikveranstaltungen von Jazz und Weltmusik bis Folk und Singer/Songwriter statt. Auch Aktionen, Vorträge und Diskussionen finden im Apex zu den unterschiedlichsten Themen statt.

Webseite: www.apex-goe.de

Antrag auf Erhöhung der Zuschüsse

Die Kultureinrichtung Apex schlägt erneut Alarm. „Die Kulturarbeit des Apex ist ohne Erhöhung der Zuschüsse unterfinanziert“, schreibt Reinhard Irmscher, Vorsitzender des Apex Kunstvereins, in einem Brief an Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD). Zuvor hatte das Apex einen Antrag auf Erhöhung der laufenden städtischen Zuschüsse für 2011 um 15 000 Euro von 48 200 Euro auf 63 200 Euro beantragt. Der Kulturausschuss ist dem Antrag in seiner Sitzung am 19. Januar nicht gefolgt. Grund für die klamme Situation ist unter anderem der Wegfall von jährlich 10 000 Euro aus EU-Mitteln. Damit war bis 2007 eine Personalstelle finanziert worden. Seitdem beantragt das Apex jährlich eine Erhöhung der städtischen Zuschüsse. Ohne Erfolg bis heute.

„Sollte es dabei bleiben, haben wir eigentlich nur zwei Optionen: Aufgabe oder Reduktion beim Personal und beim Programm“, sagt Apex-Vorstandsmitglied George Bodenstein. Schon 2009 hatte die Mitgliederversammlung des angeschlagenen Apex beschlossen, „den Kulturbetrieb einzustellen, wenn die Bemühungen um eine Erhöhung der Zuschüsse fehlschlagen“, schreibt Irmscher. Bei einer Versammlung am 27. Februar sollen die Mitarbeiter erneut befragt werden. Irmscher: „Eine zweite Insolvenz wie auch weiter Haftungsbescheide gegen die Vorstände des Apex müssen aber in Zukunft ausgeschlossen werden können.“ Den Mitgliedern und dem Vorstand blieben daher „nur wenige Alternativen“. Für heute ist ein Gespräch zwischen Apex-Vorstand, Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck und Insolvenzverwalter Burghard Wegener anberaumt.

Die Kultureinrichtung Apex ist in diesem Jahr nun doch nicht auf eine Erhöhung der laufenden städtischen Zuschüsse um 15 000 Euro angewiesen. Das sagte Gerhard Bodenstein vom Vorstand des Apex gegenüber dem Tageblatt.

Grund: Ein Zuschuss aus dem vergangenen Jahr in etwa der gleichen Höhe sei noch „vollständig erhalten“, weil man wegen der Insolvenz vorsichtshalber eine Personalstelle nicht besetzt habe. Das sei erst kürzlich bei einer Sitzung mit dem Insolvenzverwalter Burghard Wegener und der Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck herausgekommen. „Bis dahin hatten wir keinen Einblick in die Finanzen“, so Bodenstein.

Das seien „ganz gute Nachrichten für uns“, sagte Bodenstein weiter. In diesem Jahr benötige man demnach keine weiteren Gelder. Daher sei der Antrag auf eine Erhöhung der Zuschüsse „gegenstandslos“.

Neuer Verein verzichtet auf Ausstellungen

Apex in der Burgstraße: Seit Jahrzehnten Anlaufpunkt für Kulturinteressierte. Ein neuer Verein will die Arbeit fortführen.

Das alte Apex ist tot, lang lebe das neue Apex. Mit dem Ende Mai gegründeten Verein Apex Kultur stehen potenzielle Interessenten in den Startlöchern, die den Kulturbetrieb in der traditionellen Kultureinrichtung übernehmen wollen.

Göttingen. Der neue Verein will im Rahmen einer sogenannten „übertragenden Sanierung“ die Nachfolge von dem in der Insolvenz befindlichen Verein Pro Art ab August antreten.

Man wolle, so heißt es in dem von Apex Kultur vorgelegten Konzept, an eine „erfolgreiche Tradition anschließen und damit eine Kontinuität im städtischen Kulturangebot wahren“. Vorsitzende des neuen Vereins sind Christoph Huber und Michaela Cibula-Wagner.

Als künftiges „Alleinstellungsmerkmal“ für das Apex nennt das Konzept politisches Kabarett und Comedy. Weiterhin soll es auch Konzerte und Lesungen geben. Vor allem durch Konzerte soll „eine jugendliche Zuhörerschaft“ erreicht werden. Hier soll die jüngst eingeschlagene Richtung weiterverfolgt werden. Zudem hat sich der neue Verein zum Ziel gesetzt, das Kinder- und Jugendtheaterprogramm „nach Möglichkeit“ auszubauen. Nach Vorstellungen des Vereins soll sein Engagement im Bereich Bildende Künste vorerst ruhen. „Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen“ habe sich der Verein für die „vorrangige Erhaltung des Bühnenbetriebes zu Lasten des Ausstellungsprogramms ausgesprochen“. Die Anstellung einer hauptamtlichen Kraft in diesem Bereich komme derzeit nicht in Frage.

Ob der neue Verein die Arbeit aufnehmen kann, hängt auch davon ab, ob die bisherigen Apex-Zuschussgeber Stadt, Landkreis und der Landschaftsverband ihre für dieses Jahr zugesagten Förderungen auch weiterhin für die Apex-Kulturarbeit zur Verfügung stellen. Über den städtischen Beitrag berät am Donnerstag der Kulturausschuss des Rates. Der monatliche Zuschuss der Stadt an die Kultureinrichtung liegt bei rund 4000 Euro. Über eine Zahlung der Zuwendung ab 2012 soll dann im Rahmen der Beratungen über den Abschluss neuer Zuwendungsverträge mit den Göttinger Kulturinstitutionen entschieden werden.

Die Sitzung des Kulturausschusses beginnt am Donnerstag, 23. Juni, um 16.30 Uhr in der Stadtbibliothek, Gotmarstraße 8. Weiteres Thema sind die neuen Zielvereinbarungen für Deutsches Theater und Göttinger Symphonie Orchester.


Stadt gibt eingefrorene Zuschüsse frei

Grünes Licht für das Apex: Einstimmig hat der Kulturausschuss des Rates am Donnerstag für die finanziell angeschlagene Kultureinrichtung Apex die bislang eingefrorenen Zuschüsse der Stadt freigegeben.

Damit kann der neue Verein Apex Kultur (Tageblatt berichtete) ab August nahtlos die Arbeit des Vorgängervereins Pro Art fortsetzen. Rund 4000 Euro an städtischen Zuschüssen fließen nun monatlich bis Jahresende an die Kultureinrichtung. Über mögliche Zuschüsse für 2012 muss neu verhandelt werden. Insolvenzverwalter Burghard Wegener nannte den vom neuen Verein vorgelegten Finanzplan „realistisch“ und sah keine Probleme bei der „übertragenden Sanierung“, bei der das bewegliche Anlagevermögen des alten Vereins auf den neuen übertragen wird. So gebe es keinen Bruch im Kulturbetrieb. Dagmar Sakowsky (Grüne) forderte den Vorsitzenden des neuen Vereins, Christoph Huber, auf, sich entgegen anderer Ankündigungen für den Bereich der Bildenden Künste im Apex einzusetzen. „Das muss wieder in die Gänge kommen“, sagte sie. In seinem Konzept hatte der Verein angekündigt, dass der Bereich der Bildenden Künste, also die Ausstellungen, künftig vorerst ruhen wird. In der Ausschusssitzung machte Huber deutlich, dass mit diesem Bereich kein Geld zu verdienen sei, er sei sehr kostenintensiv. Vorrangiges Ziel sei gewesen, das Apex als Kultureinrichtung zu erhalten. Man habe sich nicht in der Lage gesehen, sich weiterhin um den Bereich Bildende Künste zu kümmern. Huber bat um Zeit und kündigte an, „händeringend zu versuchen, Ausstellungen auf die Beine zu stellen“.

  • Quelle: Michael Brakemeier, "Kulturausschuss gibt Geld für Apex frei", Artikel im Göttinger Tageblatt vom 25. Juni 2011.

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