Arenshausen

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Arenshausen
Wappen Arenshausen.png
Wappen von Arenshausen
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Schulen:
Einwohner: 5857 (31. Dez. 2007)
Postleitzahl: 37318
Telefonvorwahl: 036081
Kfz-Kennzeichen: EIC
Bürgermeister: Alfred Spies
Website: www.vg-hanstein-rusteberg.de

Arenshausen ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Geschichte

Die ursprüngliche Gründung sowie die Entwicklung von Arenshausen liegt weitgehend im Dunkeln. Als das Königreich Thüringen im Jahr 531 unterging, zu dem das Gebiet in den letzten Jahren gehörte, setzte von Westen her ein starker Zustrom der Franken ein. Durch die Franken wurden auch die Ortsnamen eingeführt. In dieser Zeit wurde der Ort von einer Adelsfamilie beherrscht, ein Rittergeschlecht mit Namen: "Arns, Aro, Arnfried, Arnwald usw.". Gerade die Endung der nach ihnen gegründeten Dörfer auf "hausen" oder "bi den husun" wird als besonders charakteristisch fränkisch betrachtet. Sie bezeichnen größtenteils eine Siedlung mit einem Herrensitz. In alten Unterlagen wird das Dorf oft als Arnshusen oder Arenshusen erwähnt. Die Familie von Arenshusen bewohnte einen befestigten Hof, den sogenannten "Wallhof". Dieser befand sich am Hopfenberg in hoher Lage.

Die Säkularisation beendete die Herrschaft von Kurmainz im Jahr 1802. Zu Preußen kam der Ort endgültig 1815, er gehörte zum Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen. Beim Bahnbau 1867 wurden noch Fundamente und alte Kellergewölbe ausgegraben. Aus der besonderen geographischen Lage des Ortes lässt sich schließen, dass Arenshausen eines der ältesten Dörfer der zweiten Siedlungsperiode des Eichsfeldes ist.

Arenshausen liegt wenige Kilometer östlich des heutigen Dreiländerecks Thüringen/Hessen/Niedersachsen. Hier stießen ab 1945 die sowjetische, die amerikanische und die britische Besatzungszone zusammen. 1952 bis 1989 lag Arenshausen in der „Sperrzone“ der innerdeutschen Grenze. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Verkehr

Arenshausen hat einen Bahnhof an der Halle-Kasseler Eisenbahn. Er erlangte 1990 kurzfristig erhebliche Bedeutung, als am 26. Mai die zuvor von der innerdeutschen Grenze unterbrochene Strecke nach Eichenberg wiedereröffnet wurde und Arenshausen zum Grenzbahnhof ausgebaut wurde. Bereits am 1. Juli entfielen die Kontrollen wieder.

Arenshausen hat eine Abfahrt an der „Südharzautobahn“ A 38.

Weblinks