Asche

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Asche
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Titel des Bildes
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Schulen:
Einwohner: 380
Postleitzahl: 37181
Vorwahl: 05505
Kfz-Kennzeichen: NOM
Bürgermeister: Walter Klinge (CDU)
Website: Asche im Internet

Asche ist eine Ort im Süden Niedersachsens und gehört zur Stadt Hardegsen.

Geografie

Asche befindet sich in einem Naturschutzgebiet auf dem Gladeberg zwischen Bramburg und Plesse. Die Ortschaft bietet einen Blick auf Brocken und Gaußturm.

Bioenergiedorf

Fortschritt auf dem Weg zum Bioenergiedorf Asche

„Asche – auf dem Weg zum Bioenergiedorf“ war der Titel einer Infoveranstaltung im März. Auf diesem Weg sind die Ascher schon ein gutes Stück weitergekommen.

Die Bioenergiedorf Asche GbR ist gegründet, diese hat eine Machbarkeisstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis sei sehr positiv ausgefallen, berichtet Harald Block. Mit Wilhelm Windmann und Karl Krull hat er die Geschäftsführung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts übernommen. „50 Leute haben sind auf jeden Fall schon mit im Boot“, berichtet Block und wünscht sich weiteren Zulauf. „Je mehr mitmachen, desto effektiver.“

Von der Biogasanlage eines Landwirts soll das Abfallprodukt Wärme zum Heizen genutzt werden. Um auch die kalten Monate abdecken zu können, wollen die Ascher ein Holzhackschnitzel-Kraftwerk dazu bauen. Laut Block ist der gesamte Plan eine Mammutaufgabe mit einem Investitionsvolumen von mehr als einer Million Euro. Im den Dorf muss ein Nahwärmenetz mit einer Streckenlänge von knapp drei Kilometern gebaut werden. „Wenn das Projekt realisiert wird, werden in Asche jedes Jahr rund 160000 Liter Heizöl eingespart“, spricht der gebürtige Ascher in Zahlen.

Bis dahin ist noch einiges zu tun. In Arbeitskreisen klären 25 bis 30 Akteure wichtige Fragen wie die rechtlichen Voraussetzungen und die Finanzierung. „Um das Gute mitzunehmen und das Schlechte wegzulassen“, haben sie die Bioenergiedörfer in der Umgebung besucht. Nun werden laut GbR-Geschäftsführer die rechtlichen Voraussetzungen für die Gründung einer Genossenschaft geschaffen.

Unterstützt werden die Planer zum einen vom Ortsrat, er steuerte aus seinen Mitteln 1000 Euro für die Machbarkeitsstudie bei. Auch die Politiker im Rat der Stadt Hardegsen bewerten das Vorhaben sehr positiv, berichtet Hardegsens Bauamtsleiter Dirk Schrader. So hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung in Asche empfohlen, der Forderung des Landkreises zu entsprechen und den Flächennutzungsplan für das Projekt zu ändern. Schrader rechnet damit, dass der Rat die Planänderung noch in diesem Jahr beschließen kann. Läuft alles nach Plan, wird im kommenden Jahr mit dem Bau der Anlage begonnen. Schon in der Wintersaison 2012/2013 wollen die Ascher ihre Häuser mit Nahwärme beheizen.

Göttinger Tageblatt vom 27. Juni 2011

Bauarbeiten

Keine zehn Minuten schwebt der Pufferspeicher durch die Luft. Wie ein Raumschiff bewegt sich der 15-Tonnen-Koloss vom Kran getragen zu den Betonfundamenten. Der Pufferspeicher mit einem Volumen von 100 Kubikmetern sei der größte in der Region, sagt Wilhelm Windmann. Mit Harald Block und Karl Krull bildet er den Vorstand der Genossenschaft Bioenergiedorf Asche.

Von der Biogasanlage eines Landwirts soll das Abfallprodukt Wärme zum Heizen genutzt werden. Der Speicher erlaubt es, die Biogasanlage möglichst effektiv zu nutzen und die Wärme für Stoßzeiten aufzuheben.Am meisten gebraucht werde er in den Übergangszeiten, sagt Windmann.

3000 Meter Leitung

Anfang April war der Spatenstich für das Nahwärmenetz durchs Dorf. Rund 3000 Meter Leitung sind nötig. Mehr als die Hälfte ist schon verlegt. Etwa 60 Prozent der Häuser und 67 Prozent der 100 Haushalte machen mit, weiß Ortsbürgermeister Walter Klinge.

Lagerhalle geplant

Geplant ist noch eine große Lagerhalle zur Lagerung von Holzhackschnitzeln. Wenn es wirklich kalt ist im Winter, soll mit einem Ofen zugeheizt werden. Der wartet schon in der Technikzentrale, die sich auch gerade im Bau befindet. Ohnehin ist die Genossenschaft gut in der Zeit. Ende September soll alles fertig sein.Pünktlich zum Winter wollen die Ascher die Nahwärme aus dem Blockheizkraftwerk nutzen. Für den Notfall sorgt die Genossenschaft vor. Sie plant, dann auf Ölbrenner umzustellen.

Investitionen betragen 1,4 Millionen Euro

Rund 1,4 Millionen Euro betragen die Investitionen für das Projekt. Mit 270 000 Euro wird es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Vom Landkreis Northeim komme ein Zuschuss von 25 000 Euro, sagt der Vorstand. 200 000 Euro seien über Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (Zile) beantragt. Das Eigenkapital der Genossenschaft betrage rund 175 000 Euro. Nach 20 Jahren werde „das goldene Zeitalter“ erreicht. Für fast kein Geld bekämen die Genossenschaftler dann ihre Wärme.

  • Quelle: Ute Lawrenz, "Mit Nahwärme ins 'Goldene Zeitalter'“, Artikel im Göttinger Tageblatt vom 13. Juli 2012.

Förderung vom Landkreis

In der vergangenen Woche wurde der sogenannte Pufferspeicher geliefert (Tageblatt berichtete), im ganzen Dorf werden Leitungen verlegt: In Asche laufen die Bauarbeiten für das Heißwasser- und Nahwärmenetz auf Hochtouren. „Bis zum 1. Oktober 2012 soll das Netz fertig sein“, sagt Harald Block vom Vorstand der Genossenschaft Bioenergiedorf Asche.

Er ist optimistisch, dass der Termin eingehalten wird. Denn schon jetzt seien zwei Drittel des Netzes verlegt. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Landkreis Northeim.

Genossenschaft will 1,4 Millionen Euro investieren

Landrat Michael Wickmann (SPD) überbrachte einen Scheck in Höhe von 25 000 Euro. Insgesamt will die für das Projekt gegründete Genossenschaft 1,4 Millionen Euro investieren. Mit etwa der Hälfte des Betrags wird das Nahwärmenetz verlegt.

Der Rest entfällt auf die Planungskosten, das Holzhackschnitzelheizwerk, den 100 000 Liter fassenden Pufferspeicher und die Steuer- und Anlagentechnik. Mit etwa 270 000 Euro fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau das Projekt. 200 000 Euro sind über Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (Zile) beantragt.

Erheblicher Beitrag zur Attraktivität des Wohnstandortes

„Ich bin mir sicher, dass in Asche mit der eigenen Energiewende der richtige Weg eingeschlagen wurde, der einen erheblichen Beitrag zur Attraktivität des Wohnstandortes leisten wird“, sagte Landrat Wickmann. Auch Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos) lobte die Ascher für ihr Engagement: „In Asche wurden schon viele gute Ideen geboren und auch umgesetzt.“

  • Quelle: "Landkreis fördert Nahwärmenetz", Artikel von Ute Lawrenz und lpd im Göttinger Tageblatt vom 20. Juli 2012.


Fertiggestellt: Nahwärmenetz in Asche wird aus Biogasanlage gespeist

Im Herzstück der Nahwärmeversorgung Asches: Besucher beim Tag der offenen Biogasanlage. © Heller

Im April 2011 haben die Ascher mit der Planung begonnen, am 04.11.2012 hat sich Asche als Bioenergiedorf der Öffentlichkeit präsentiert. Das Nahwärmenetz ist nun fertig: „Jeder hat die Leitung im Haus“, so Karl Krull aus dem Vorstand der Genossenschaft Bioenergiedorf Asche. Bis Ende November sollen auch die letzten Asphaltierungsarbeiten für das anteilig geförderte 1,4-Millionen-Projekt beendet sein.

58 von 100 Haushalten machten mit. „Ein guter Wert“, meint Krull. „Ich finde es wunderbar für die Zukunft“, sagt Henning Müller aus dem Aufsichtsrat der Genossenschaft. Er erwartet, dass die Ölpreise weiter steigen, eine Gasleitung nach Asche gibt es nicht. Nun kommt Mais von 65 Hektar Land in der Biogasanlage eines Landwirts für die Genossenschaft zum Einsatz. In nur vier Tagen wurde er angeliefert.

In dem riesigen Pufferspeicher warten 100 000 Liter heißes Wasser darauf, dass sie angefordert werden. Reicht die Wärme nicht aus, wird der Hackschnitzelofen angeworfen. Um sich für alle Fälle abzusichern, steht außerdem ein Ölbrenner bereit. Doch der Vorstand hofft, „dass wir den nie brauchen“.

Werner Lüllemann aus Adelebsen ist zum Tag der offenen Tür gekommen, weil er sich für Bioenergie interessiert. Der 72-Jährige betreibt auf seinem Dach eine Fotovoltaikanlage. „Wir sind auch angeschlossen“, erzählt Alexander Westphal aus Asche. Mit der neuen Anlage sei das Dorf in diesem Bereich relativ autark geworden. So rechnet er damit, dass sein Haus langfristig an Wert gewinnt.

  • Quelle: Göttinger Tageblatt 08.11.2012

Einrichtungen und Vereine

Dorgemeinschaftshaus Asche

Evangelisches Landjugendheim Asche

Freiwillige Feuerwehr Asche

Veranstaltungen

Ein "Würstensammeln" der Freiwilligen Feuerwehr findet seit 1988 in jedem Frühjahr statt. Außerdem gibt es jedes Jahr ein Skat- und Knobeltunier sowie einen Dorfwandertag am 1. Mai.

Disco-Mord

Am 20. April 2008 wurde die 17-jährige Schülerin Denise L. aus Gladebeck während einer Disco-Veranstaltung ermordet. Siehe auch Disco-Mord in Asche