August von Stralenheim

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Carl Wilhelm August von Stralenheim (17.8.1777 - 19.5.1847) war Jurist, Königlicher Staats- und Kabinettsminister des Königreichs Hannover und Kurator der Georg-August-Universität Göttingen. Er bekam am 17. September 1837 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Göttingen verliehen.

Freiherr von Stralenheim wurde am 17. August 1777 in Imbshausen, heute ein Stadtteil von Northeim, als Sohn von Oberforstmeister Adolf Freiherr von Stralenheim geboren. Er entstammte dem deutsch-schwedischen Adelsgeschlecht Stralenheim, das seit 1696 dem schwedischen Freiherrenstand angehörte.

1792-1795 studierte August von Stralenheim in Göttingen Rechtswissenschaften, 1796 wurde er Auditor bei der Justizkanzlei Hannover und drei Jahre später Hof- und Kanzleirat. 1805 wurde er von der Verdenschen Landschaft zum Richter am Oberappellationsgericht in Celle gewählt und 1813 wurde er als Kommissar des zum Königreich erhobenen Kurfürstentums Hannover nach Osnabrück gesandt.

von Stralenheim wurde 1817 zum Direktor der Justizkanzlei in Göttingen ernannt und im folgenden Jahr erhielt er den Ehrendoktor der Juristischen Fakultät in Göttingen. Jedoch ging er 1819 schon als Vizepräsident zurück ans Oberappellationsgericht, wo er ab 1820 Präsident war.

Ab 1828 war von Stralenheim Staats- und Kabinettsminister für Justiz und Kultus sowie bis 1838 Kurator der Universität Göttingen. Während dieser Zeit (1830) trat er der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen bei. Seine Ministerämter übte August von Stralenheim bis zu seinem Tod am 19. Mai 1847 in Hannover aus.