Bühren

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Bühren
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Wappen von Bühren
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Schulen:
Einwohner: 533 (31. Dez. 2007)
Postleitzahl: 37127
Vorwahl: 05502
Kfz-Kennzeichen:
Bürgermeister: Christoph Witzke (GLB)
Website: Bühren im Internet

Bühren ist eine zur Samtgemeinde Dransfeld gehörende Gemeinde im Landkreis Göttingen in Niedersachsen.

Aktuell

Nach Absprache bietet Georg Hoffmann geführte Wanderungen im Naturpark Münden, besonders durch den vielfältigen und abwechselungsreichen Kultur- und Landschaftsraum des Bramwaldes und der Landschaft zwischen Bramwald und Gaußturm an.

Personen und Organisationen

Ortsheimatpfleger: Georg Hoffmann Tiestraße 18 37127 Bühren Tel. 05502/2342





Lage

Bühren am Bramwald 2.jpg

Bühren liegt zwischen Hann. Münden im Südwesten und Dransfeld im Nordosten. Der am Ostrand des Bramwalds im Naturpark Münden gelegene Ort wird vom Oberlauf der Schede durchflossen, deren Quelle sich südwestlich der Ortschaft befindet

Geschichte

Der Name Buriun, ab 1640 Bühren, taucht erstmals zwischen 983 und 985 in den Corveyer Traditionen (Aufzeichnungen über Güterschenkungen an das Kloster seitens sächsischer Grundeigentümer) auf.

Heute ist Bühren die kleinste, eigenständige Gemeinde in der Samtgemeinde Dransfeld.


Historischer Ortskern

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Historischer Ortskern

Der historische Ortskern von Bühren mit seinem mittelalterlichen Tie und der Dorfkirche ist von zahlreichen Fachwerkbauten umstanden und bildet heute ein Musterbeispiel für Tiedörfer im südlichen Niedersachsen


Kulturdenkmal Tie

Tie mit Steintisch

Der dorfbildprägende Tieplatz zählt zu einem der schönsten in ganz Niedersachsen.

Sein Ursprung geht auf die Entstehung des Dorfes vor weit über 1000 Jahren zurück und ist somit das älteste dörfliche Kulturdenkmal. Der heute mit 11 Linden umstandene Platz diente in seinen Anfängen der dörflichen Rechtspflege. Prägendes Element des Platzes ist der Steintisch, vom dem aus der Holzgrefe, (Bürgermeister) die Versammlungen der tieberechtigten männlichen Einwohner leitete. Die Grundlage der Versammlungen bildete die „Markordnung“, eine selbstgeschaffene dörfliche Sozialordnung, die im Grundprinzip demokratisch war und bis in die altsächsische Zeit zurück reicht. Wald, Feld und Flur standen in gemeinschaftlicher Nutzung der Dorfbewohner, die im Besitz einer eigenen Feuerstelle waren. Feste Regeln wurden entwickelt und Abweichungen auf dem Tie bestraft. Beschlüsse wurden durch Handreichungen im Kreis besiegelt, daher der Begriff „Eigentum zur gesamten Hand“. Die Dorfmark gehörte also nicht wie heute einzelnen Privateigentümern, sondern die Nutzung stand allen gemeinsam zu. Mit Einführung des christlichen Glaubens wurden auf, oder neben heidnischen Kult- oder auch Tieplätzen, wie hier in Bühren, holz- und später steinerne Kirchengebäude erbaut und so einem unchristlichen Kultplatz die christliche Spiritualität entgegengesetzt.



Kulturdenkmal Kirche

Kirche am Tie

Mit dem Bau der Kirche wurde um 1150 begonnen.

Das barocke Kirchenschiff weist in seinem romanischen Wehrturm als Besonderheiten zwei sehr alte Glocken auf, die noch heute zum Gottesdienst einladen. Die größere Glocke soll um 1350 und die kleinere nachweislich 1473 auf dem benachbarten Tie gegossen worden sein.

Ein über 200 Jahre alter aus Eichenholz gefertigter Opferstock befindet sich im Eingangsbereich.

Johan Dietrich Kuhlmann erbaute 1824 die heute denkmalgeschützte Orgel. Sie ist noch immer ein unerlässlicher Begleiter der Gottesdienste.

Altar mit Kanzel erhielten vermutlich beim großen Umbau 1757-1777 ihren Platz. Bis 1901 befand sich der heutige Taufstein als Weihwasserbecken versteckt im Mauerwerk. Nach aufwändiger Aufarbeitung erhielt er seinen würdigen Platz im Altarraum.

Insgesamt zeichnet sich der Gottesdienstraum als Ort der schlichten Frömmigkeit aus. Anlässlich des 400. Geburtstages von Martin Luther wurden die beiden Linden vor dem Eingang am 10. November 1883 gepflanzt.

Mit Einführung der Reformation, nach 1540 durch Herzogin Elisabeth von Calenberg- Göttingen, wurde Bühren evangelisch lutherisch.


Kulturdenkmal Bührener Kreuzsteingruppe

Kreuzsteingruppe

10 Kreuzsteine bilden südlich von Bühren ein imposantes Kulturdenkmal. Es ist das größte Denkmal dieser Art in Niedersachsen. Die Steine wurden früher anlässlich eines unnatürlichen Todesfalles wie Mord, Totschlag oder Unglück als Sühnesteine und Ruhesitz der Seele vom Mörder oder den Angehörigen der verstorbenen errichtet. Vermutlich kam es hier im Verlauf des „Harster Heerweg“ vermehrt zu Un- oder Überfällen. In der Landschaft verstreut drohte ihr Verlust. Deshalb haben 1955 Bührener Einwohner unmittelbar am vorbeiführenden mittelalterlichen Fernhandelsweg, dem Harster Heerweg, einen künstlicher Hügel aufgeschüttet und darauf die Steine durch jeweils einen Zementsockel befestigt.

Kulturdenkmal Steinschmiede am Voßküppel

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Steinschmiede am Voßküppel

800m nördlich von Bühren liegt im Bramwald der 320m hohe Voßküppel. Die kleine Basaltkuppe wird von einigen Quarzitsteinen überlagert. Vor mehr als 10000 Jahren stellten Rentierjäger aus diesem harten Gestein ihre Waffen und Werkzeuge her. Heute bildet der Voßküppel ein beliebtes Wanderziel in der Kulturlandschaft des Bramwaldes.

Naturdenkmal Basaltwand

Naturdenkmal Basaltwand Bühren

Vor rund 13 Mio. Jahren drang glutflüssiges Magma aus dem Erdinneren hervor und breitete sich pilzförmig in den Tertiärschichten (Sand und Ton) aus. Die Entstehung der Säulen ist auf Schrumpfungsprozesse während der Abkühlungs- und Auskristallisationsphase zurückzuführen. Derartige Basaltsäulen sind nicht nur in Bühren, sondern vielerorts im nordhessischen/ südniedersächsischen Bergland, wo Basalt durch Abbau freigelegt worden ist, zu finden.

Interessantes

Wilhelm Busch`s Spuren führen auch nach Bühren!

Verschiedene Ahnenforscher haben herausgefunden, dass Vorfahren des berühmten Humoristen, Maler und Zeichners Wilhelm Busch in Bühren lebten.

Sein 5-facher Urgroßvater Johannes Wiederholt war von 1611 bis 1626 Pastor in Bühren. (Bührener Chronik) 1926 wurde er in Münden bei der Eroberung der Stadt im 30jährigen Krieg durch Tilly`s Truppen erschlagen. Sein Sohn Heinrich (1620 bis 1680) in Bühren geboren trat 1660 in die Mündener Kaufmannsgilde ein und war 1675/79 Bürgermeister der Stadt.

Ob Wilhelm Busch jemals Bühren, den Ort seiner Vorfahren, besuchte ist nicht bekannt.

Kulturpfad Bühren

Natur- und kulturhistorisch bedeutsame Objekte in und um Bühren werden auf einem 2,5 km langen Rundweg mit unterschiedlichen Stationen aufgezeigt und vorgestellt.


Weblinks

Bühren im Internet