Benedikt Lautenbacher

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Der Göttinger Jesuitenpater Benedikt Lautenbacher ist vom Generaloberen des Ordens, Adolfo Nicolás, zum neuen Rektor des Kollegs „Germanicum“ in Rom ernannt worden.

Zur Person

Jesuitenpater und neuer Rektor des Kollegs "Germanicum" Benedikt Lautenbacher

Lautenbacher werde im August die Nachfolge von Franz Meures antreten, heißt es in einer Mitteilung des Ordens. Lautenbacher ist seit 2005 Superior der Jesuitenkommunität in Göttingen und wirkt zudem als Hochschulgeistlicher und Priesterseelsorger.

Lautenbacher wurde 1955 in Benediktbeuern geboren und wuchs im oberbayerischen Kochel am See auf. Nach dem frühen Tod des Vaters führte er viele Jahre – in Vertretung des jüngeren Bruders – den traditionsreichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb. 1987 absolvierte er ein Begabtenabitur und trat 1988, angeregt durch eine Begegnung mit dem Zen-Lehrer und Jesuiten Hugo Enomiya-Lassalle der Gesellschaft Jesu bei.

1996 wurde Lautenbacher in München von Kardinal Friedrich Wetter zum Priester geweiht. Nach Studien in München (Philosophie) und Innsbruck (Theologie) war Benedikt Lautenbacher überwiegend in der Seelsorge tätig: Von 1996 bis 1999 in St. Kunigund in Nürnberg, von 2000 bis 2005 als Kirchenrektor in St. Alfons in Aachen, wo er die Jesuitenkirche zu einem Aktionsraum für Religion und Kunst hin öffnete. 2005 wechselte er nach Göttingen.

Das Kolleg

Die Leitung des 1552 in Rom gegründeten Kollegs lag von Anfang an in den Händen der Jesuiten. Heute ist das „Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum“ – so der offizielle Name seit 1580 – eine kirchliche Ausbildungs- und Begegnungsstätte für knapp 80 Theologiestudenten und Priester aus 43 Diözesen in Mittel- und Osteuropa.