Benterode

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Benterode ist ein Ortsteil der Gemeinde Staufenberg in Süd-Niedersachsen, Landkreis Göttingen. Der Ort liegt rund 9 Kilometer Luftlinie östlich von Kassel unweit der Grenze zu Hessen und ist am Westhang des Kaufunger Waldes gelegen. Benterode kann als ältestes Zeugnis seiner Historie auf eine Urkunde Karls des Großen aus dem Jahre 811 blicken, welche heute im Bayrischen Hauptstaatsarchiv in München aufbewahrt wird. Nach den Wirrungen und Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges sowie der Pest habe man, so heißt es in alten Schrifte, Benterode fast aufgegeben. Nichtsdestotrotz wurden 1689 schon wieder 273 Personen registriert. Seit dem 17. Jahrhundert wurde in Benterode intensiv Schafzucht betrieben, so dass es um 1800 vier Schäfereien mit etwa 1.200 Schafen gab. Der Beginn der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts bedeutete gleichzeitig das Ende der Schäferei und des Weberhandwerks. Auch die Benteröder Schuhmacher wurden von der Industrie verdrängt. Da das Wasser des Wellebaches für den Bedarf der Bewohner nicht mehr ausreichte, stand 1911 der Bau einer zentralen Wasserversorgung an und erschloss das Quellgebiet des Großen Staufenberges, den Endschlagborn und das Grundwasser der Benteröder Flur in einem Tiefbrunnen. 1963 wurde Benterode mit der Goldmedaille im Bundeswettbewerbs "unser Dorf soll schöner werden", ausgezeichnet. Aus dem einstigen Bauerndorf ist heute eine Wohngemeinde mit vielen Neubauten, die überall im Dorf angesiedelt sind, geworden. Die meisten erwerbstätigen Einwohner sind Tagespendler und arbeiten vorwiegend in Kassel.

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