Bernshausen

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Bernshausen ist ein Ort in der Samtgemeinde Radolfshausen im Landkreis Göttingen, Südniedersachsen. Der Ortsteil der Gemeinde Seeburg liegt ab der Ostseite des Seeburger Sees. Seine Gemarkung umfasst 5,39km².

Geschichte

Funde in der Gemarkung Bernshausen belegen eine Besiedlung des Raumes in der Jungsteinzeit, die allerdings nicht kontinuierlich durch die folgenden Jahrhunderte nachgewiesen werden kann. Wie archäologische Ausgrabungen zeigten, wurde - vermutlich im 7. Jahrhundert - eine Fluchtburg rund 400 Meter südlich des heutigen Aueauslaufs angelegt, die etwa bis ins 12. Jahrhundert bestand. Die erste urkundliche Erwähnung fällt in die Zeit zwischen 835 und 845, wie einer Abschrift des Schriftstücks aus dem Jahr 1476 zu entnehmen ist. Das Corveyer Güterverzeichnis, so der Name des Dokuments, belegt eine Schenkung an das Kloster Corvey. 1013 schenkte Kaiser Heinrich II. einen Hof in Bernshuson dem Bistum Paderborn. In verschiedenen Schriftstücken, die zwischen 1250 und dem 15. Jahrhundert entstanden sind, tritt die Adelsfamilie der Ritter von Bernshausen in Erscheinung. Teile des Ortes fielen 1438 und 1626 Kriegshandlungen zum Opfer. Zudem wütete 1897 ein Brand. Nachdem Bernshausen seit dem 15. Jahrhundert dem Amt Gieboldehausen zugehörig war, fiel es 1885 dem Landkreis Duderstadt zu.

Wappen

Das Bernshäuser Wappen wurde erstmals 1423 erwähnt. Es zeigt drei Rosen auf einem nach rechts gerichteten Schrägbalken.

Vereine

SV Bernshausen

Literatur

Wolpers, G.: 1100 Jahre Bernshausen, Neuauflage Duderstadt 1986

Siebert, B.: Bernshausen, zur neuesten Geschichte des ältesten Dorfes des Untereichsfeldes, Duderstadt 1986

Grote K.: Bernshausen, Bonn 2003