Biogasanlage Rosdorf

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Plan für die Anlage

Die Pläne für eine neue große Biogasanlage südlich von Rosdorf werden konkret. Jetzt wurde eine Biogas Göttingen GmbH & Co. KG gegründet.

Die Landwirtschaft will das 6,5-Millionen-Euro-Vorhaben alleine stemmen. Gesellschafter sind Landwirte aus der Region, der Kreislandvolkverband mit zehn Prozent und Maschinenringe mit 25 Prozent. Geschäftsführer ist Jan Hampe vom Maschinenring Göttingen: Verhandlungen mit den Göttinger Stadtwerken über den Gasbezug aus der Anlage sind noch nicht abgeschlossen. Die Stadtwerke wollen Biogas in Blockheizkraftwerken nutzen. Ob das Rohgas gereinigt werde wie in der Eon-Anlage in Hardegsen, um es auch in das Gasnetz einspeisen zu können, sei noch nicht entschieden, sagte Stadtwerke-Sprecher Klaus Plaisir. Die Stadtwerke seien favorisierter Partner, so Hampe, aber es kämen auch andere Abnehmer wie Unternehmen in Frage.

Die vorgesehenen Rohbiogasmengen entsprechen einer Biogasanlage von etwa zwei Megawatt elektrischer Leistung. Die Jühnde Anlage hat eine Leistung von 700 Kilowatt. Biomasse wie Mais und Getreide für die Rosdorfer Anlage soll auf rund 600 Hektar Anbaufläche angebaut werden. Das entspreche rund 4,8 Prozent der Ackerfläche im Einzugsbereich, so die Betreiber. Die Anbauflächen liegen überwiegend im südlichen Göttinger Leinetal bis Dramfeld. Mit dem Gas würden die Stadtwerke jährlich 44 Millionen Kilowatt Energie erhalten, was rund 1,7 Millionen Liter Heizöl und Strom für zirka 4000 Haushalte entspreche. Die Landwirtschaft sei auf dauerhaft gute Beziehungen mit Bürgern, Nachbarn und Kommunen angewiesen, komme ihrer regionalen Verantwortung nach und werde beispielsweise auch Vorerntegespräche führen, kündigen die Betreiber an. Als Standort komme der Bereich südlich Rosdorf in Frage. Voraussetzung sind unter anderem noch Flächennutzungspläne der Gemeinde Rosdorf.

Gerald Kräft, GT,11.02.10