Bombensuche in Göttingen

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Stadt Göttingen hat ihre Suche nach nicht explodierten Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Juli 2011 fortgesetzt. Anlass: Die Verwaltung hat neue Luftbilder aus der Zeit um das Kriegsende erhalten, die den Verdacht auf Blindgänger erhärteten.

Neue Suche nach Weltkriegs-Blindgängern

Bislang kein Verdacht erhärtet: Bombensuche per Testbohrung gestern am Rinschenrott

(Göttinger Tageblatt vom 8. Juli 2011)

Bis gestern dauerten die Testbohrungen an. Bei diesem Verfahren werden Sonden in die Bohrlöcher hinuntergelassen, die magnetische Störungen messen und somit Hinweise auf größere Metallkörper liefern können. Sechs Bohrungen wurden entlang der Straße Im Rinschenrott in Richtung Lutteranger parallel zum Autobahnzubringer (B 27) gesetzt. In der Nähe an den Gleisen war im Sommer 1999 eine Zehnzentnerbombe gefunden worden.

Anderen Verdachtspunkten auf dem Gelände des Lappenbergs wurde nicht nachgegangen. Grund: Nach Kriegsende wurde das Areal als Müllkippe genutzt und dutzende Meter hoch aufgeschüttet. Folge: Bohrungen und Messungen bis in diese Tiefe sind kaum möglich, zum anderen würde eine Explosion in so großer Tiefe keinen Schaden anrichten.

Ein anderes bombendurchpflügtes Areal gilt indes als bombenfrei: das Gelände des ehemaligen Göttinger Lokschuppens am Maschmühlenweg. Nach dem Kauf von der Bahn baut die Firma Vesting Invest dort zurzeit ein Wohn- und Bürohaus (Tageblatt berichtete). Der Bauplatz sei allerdings noch von der Bahn untersucht und für blindgängerfrei erklärt worden, sagte eine Vesting-Sprecherin.