Bovender Tunnel

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Nordportal des Bovender Tunnels

Der Bovender Tunnel ist ein Eisenbahn- und Straßentunnel in Bovenden. Er wird auch Bovener Deckel genannt. Er dient als Lärmschutztunnel und überdeckt neben den beiden, hier nebeneinander liegenden Eisenbahn-Strecken (1732 und 1733) auch die Bundesstraße 3.

Unfall

Bei einem Verkehrsunfall im B-3-Tunnel bei Bovenden sind am Mittwochnachmittag, 2. Mai 2010, zwei Menschen schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr ein 61-Jähriger gegen 16.45 Uhr mit seinem Kleintransporter in Richtung Göttingen, als er aus ungeklärter Ursache im Tunnel auf die Gegenfahrbahn geriet.

Heiß gelaufen: Bremsen fangen Feuer.

Sicherheit im B-3-Tunnel soll verbessert werden

Bauarbeiten geplant: Der B-3-Tunnel soll sicherer werden

Rund um den Tunnel der Bundesstraße 3 bei Bovenden kann es in der nächsten Zeit zu Verkehrsbehinderungen kommen, das hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitgeteilt. Die Ursache für etwaige Störungen seien Arbeiten an der technischen Ausrüstung.

Die rund 850 000 Euro teuren Maßnahmen zielten darauf ab, den Sicherheitsstandard im Tunnel zu verbessern. Zunächst sei lediglich das Betriebsgebäude betroffen. Anschließend werde je nach Witterung auch im Tunnel nachgerüstet. Die Geschwindigkeit zwischen den Zufahrtsrampen im Norden und Süden des Tunnels sei bereits auf 50 Stundenkilometer beschränkt und eine Ampel mit gelbem Blinklicht aufgestellt worden. Während der Arbeiten sei geplant, die Straße tagsüber halbseitig und nachts zeitweise komplett zu sperren. Der Verkehr werde mit Ampeln oder über Umleitungen geregelt.

Katharina Klocke, Göttinger Tageblatt, 8. Februar 2010

Bauarbeiten 2010

Im Februar wurde mit den Arbeiten begonnen, Ende August sollten sie abgeschlossen sein. Dann hieß es, Ende Oktober. Doch auch dieser Termin ist längst verstrichen. Nun berichtete Thomas Brandes vom Flecken Bovenden, dass der Tunnel auf der neuen B 3 erst Anfang Dezember wieder freigegeben werde.

Derzeit laufe eine dreiwöchige Programmierphase der neu eingebauten Elektronik. Während der folgenden ebenfalls dreiwöchigen Erprobungsphase werde die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer testweise aufgehoben. Danach soll die Durchfahrt wie früher mit Tempo 80 erlaubt sein – zehn Monate nach Arbeitsbeginn. Weil die elektrischen Anlagen im Betriebsgebäude auf den neuesten Stand gebracht wurden, mussten die Fahrer in dieser Zeit ihr Tempo drosseln oder an der Ampel warten.

Das alte Dieselaggregat habe ausgebaut werden müssen, um Platz für neue Technik zu schaffen, erklärte Tunnelfachmann Andreas Sudhoff von der niedersächsischen Behörde für Straßenbau und Verkehr in Gandersheim. Deshalb war im Tunnel die „unterbrechungsfreie Stromversorgung“ nicht möglich, sagte er gegenüber dem Tageblatt. Wäre während der Arbeiten ohne Stromaggregat die Stromversorgung ausgefallen, wäre im Tunnel das Licht ausgegangen. Für die Autofahrer hätte das unvermeidlich die Fahrt ins Dunkel bedeutet.

Das bedeute erhöhte Unfallgefahr. Um diese möglichst gering zu halten, sei die Höchstgeschwindigkeit für die Dauer der Arbeiten zunächst bis Ende August auf 50 Stundenkilometer festgesetzt worden. Doch dann machte die Verlegung der Kabel Schwierigkeiten. Die 850 000 Euro teuren Arbeiten nahmen mehr Zeit in Anspruch und sind bis heute nicht abgeschlossen. Immer wieder war sogar nur die einspurige Durchfahrt durch den Tunnel möglich, der Verkehr muss dann per Ampel geregelt werden.

Die Beleuchtung ist laut Sudhoff in Tunneln ab 400 Meter Länge vorgeschrieben. Der Bovender Tunnel misst einen Meter mehr.

Ute Lawrenz, Göttinger Tageblatt, 12. November 2010.