Brocken

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Der Brocken im Winter aus der Luft

Der Brocken liegt in Sachsen-Anhalt und ist mit 1141.1 m ü. NN der höchste Berg Norddeutschlands und des Harzes. Der Brocken und seine Umgebung sind als Nationalpark Harz ausgewiesen.

Geographie

Brocken

Der höchste Punkt des Brockens liegt auf 1141.1 m ü. NN. Mehrere Nebenkuppen liegen etwas darunter.

Der Brocken ist das Quellgebiet der Flüsse Bode, Ecker, Ilse und Oder.

Am Fuße des Brockens liegt in Sachsen-Anhalt der Kurort Schierke. Der Brocken ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Deutschland. An schönen Tagen kann man von der Kuppe bis zum Großen Inselsberg in Thüringen, zum Köterberg im Weserbergland und zum Petersberg nördlich von Halle an der Saale schauen. Die abgerundete Kuppe des Brockens ist baumfrei; sie ist bewachsen mit Zwergstrauchheide. Die gesamte Bergkuppe besteht aus Granit (dem so genannten Brockengranit), der sich auch noch weit in das südlicher gelegene Gebiet erstreckt. Unterhalb des Brockengipfels befand sich bis zum Jahre 1744 der Brockenteich.

Tourismus

Heute pendelt mit der Brockenbahn wieder eine Schmalspurbahn zwischen Wernigerode, Drei Annen Hohne, Schierke und dem Brocken. Die Züge sind regelmäßig mit Dampflokomotiven bespannt. Das Gebiet um den Brocken ist insbesondere bei Wanderern beliebt. Schon Goethe bestieg den Brocken. Daher hat der „Goetheweg“, der von Torfhaus zum Gipfel führt, seinen Namen. Aber auch Radfahrer nutzen die Wanderwege. Auf dem Gipfel befinden sich das Brockenhaus mit einem Museum zur Geschichte des Berges und Brockengarten (botanische Anlage), welche vom Nationalpark Harz betreut werden. Des Weiteren finden sich Restaurants und das Brockenhotel, welche vom Brockenwirt Hans Steinhoff bewirtschaftet werden. Bedeutende Wirte der Vergangenheit waren Johann Friedrich Gerlach von 1801 bis 1834, Carl Eduard Nehse zwischen 1834 und 1850, der 1849 eine Brockenkarte und 1850 das „Brockenstammbuch“ herausbrachte, sowie Rudolf Schade von 1908 bis 1927, der die Bekanntheit und den technischen Ausbau der Gastwirtschaft auf dem Brocken erheblich steigerte. Von Schierke aus führt eine asphaltierte Straße auf den Gipfel. Die Straße wird von Radfahrern und Wanderern genutzt, außerdem verkehren dort Pferdefuhrwerke zwischen Schierke und dem Gipfel. Aufgrund der Lage im Nationalpark ist die Straße ab Schierke für den normalen KFZ-Verkehr gesperrt. Nur der Lieferverkehr und Fahrzeuge mit Sondergenehmigung dürfen die Straße befahren.

Viele Wanderwege führen in die benachbarten Orte Schierke, Braunlage und Sankt Andreasberg. Vom Brocken aus führt der 100 km lange Harzer Hexenstieg Richtung Osten nach Thale sowie Richtung Westen über Torfhaus und Altenau nach Osterode. Der Bad Harzburger Teufelsstieg von Bad Harzburg auf den Brocken mit seinem markanten Orientierungssymbol (weißer Teufel auf grünem Grund) überwindet auf einer Strecke von 13 km durch Wald und Bergwiesen 950 Höhenmeter. Als besonderes Original gilt Benno Schmidt – genannt Brocken-Benno – aus Wernigerode, der den Berg seit 1989 fast täglich besteigt und mit mehr als 5.000 Besteigungen (Stand Mai 2007) ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen wurde.

Brocken-Challenge

Die Brocken-Challenge ist ein Ultra-Marathon. Die Läufer müssen 81 Kilometer zurück legen. Vom Hainholzhof in Göttingen (341 Meter NN) geht es auf den Brockengipfel (1142 Meter NN). Die Route führt zunächst über den Göttinger Wald nach Mackenrode, weiter nach Landolfshausen und über die Seulinger Warte zum Seeburger See. Nach der Überquerung des Hellberges mit der Tilly-Eiche wird das Eichsfeld bei der Rhumequelle verlassen und es geht abwechslungsreich weiter durch das wellige Harzvorland über Königshagen nach Barbis. Nun erfolgt der lange Anstieg in den Harz durch das Steinaer Tal zum Jagdkopf, gefolgt von einem flacheren Teilstück oberhalb des Oderstausees bis zum Parkplatz Lausebuche an der B27. Wieder stetig ansteigend gelangt man über Königskrug nach Oderbrück, worauf der finale Anstieg zum Brockengipfel zu bewältigen ist.

Gebäude auf dem Brocken

Sendeanlage: Auf dem Brocken befinden sich seit den 1930er Jahren verschiedene Rundfunk- und Fernsehsender. Wetterstation: Seit 1895 gibt es auf dem Brocken eine Wetterstation. Der Brocken ist durch extreme Wettersituationen und überraschende Wetterwechsel meteorologisch sehr interessant.

Weblinks