Carl Heinrich Miede

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Carl Heinrich Miede (1788 - 1.9.1851) war ein Göttinger Pastor, Schulleiter, Herausgeber und Autor, der unter dem Pseudonym Carolus Nordhusanus schrieb. Er und seine Frau Johanne Dorothea Elisabeth Miede John bekamen am 22. April 1848 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Göttingen verliehen.

Miede wurde 1788 in Nordhausen geboren, wo er bis zu seinem fünften Lebensjahr mit seiner Mutter und Großmutter aufwuchs. Dann folgten sie seinem Vater, der Chorpräfectus und später Küster an der Garnisonskirche in Hann. Münden war.

Ab 1806 studierte Miede an der Georg-August-Universität Göttingen Theologie, Geografie und Geschichte. 1810 wurde er Rektor in Hedemünden und 1814 Prediger in Eichenberg bei Witzenhausen. Pastor der St. Marien-Kirche Göttingen wurde er 1820.

1831 gründete Miede in seiner Funktion als Pastor einen Verein zur Bekämpfung der Armut, der eine Suppenküche betrieb. Außerdem gründete er eine Stiftung für Pastorenwitwen, die teilweise durch eine Lotterie und eine Zeitschrift finanziert wurde, und er war zuständig für das Siechen- und Armenhaus der Stadt Göttingen.

Er leitete eine Schuleinrichtung, die aus einer Industrieschule hervorgegangen war und aus der 1831 eine Berufsrealschule entstand. 1853 wurde diese mit einer 1848 gegründeten Gewerbeschule zusammengelegt. Miede forderte auch Bildung für Mädchen sowie eine allgemeine politische Ausbildung zusätzlich zur Vorbereitung auf das Berufsleben.

Carl Heinrich Miede starb am 1. September 1851 in Göttingen.