Caroline Michaelis

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Caroline Michaelis wurde am 2. September 1763 in Göttingen geboren und war Schriftstellerin. Ihr Vater war der Göttinger Orientalist Johann David Michaelis. Insgesamt war Caroline 3 mal verheiratet. Ihr erster Ehemann wurde 1784 J. W. Franz Böhmer, Bergarzt, der jedoch 1788 starb. Nach dem Tod ihres Mannes freundete sie sich mit mit dem Naturforscher und Revolutionär Georg Forster an. 1790 geriet sie in Mainz zu den Sympathisanten der französischen Besatzungsmacht und wurde aufrgrund dessem 1793 auf der Feste Königstein im Taunus festgesetzt. Danach lernte sie ihren zweiten Ehemann August Wilhelm Schlegel, Naturhistoriker und Dichter, kennen und lieben. 1796 heirateten die beiden, doch nach fast 7 Jahren Ehe trennten sie sich wieder. 1803 heiratete sie ihren dritten und letzten Mann Friedrich Wilhelm Josef Schelling, Philosoph.

Caroline Michaelis galt als die genialste Frau der Frühromantik und bildete einen geistigen Mittelpunkt. Berühmt jedoch wurde sie erst nachdem der Göttinger Historiker Georg Waitz ihre Korrespondenz "Caroline, Briefe aus der Frühromantik" veröffentlichte. Dies geschah jedoch 1869, lange nach ihrem Tod am 7. August 1809 in Maulbronn.

Am Göttinger "Michaelishaus" in der Prinzenstraße 21, ihrem Geburtshaus, hängt eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Göttingerin.


Quelle: "Berühmte Persönlichkeiten und ihre Verbindung zu Göttingen" von Heinz Motel