Carré

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Baujahr 1972: Das Carré steht zum Verkauf.

Das Carré ist ein Einkaufszentrum in der City von Göttingen. Seit 2004 befindet sich der Gebäudekomplex in der Weender Straße im Besitz der Einkaufszemtrum Carré Göttingen KG. Der Fonds der Münchener SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co hatte dafür rund 38 Millionen Euro an die Vorbesitzerin, die Stuttgarter Bülow AG, gezahlt. 1972 wurde das Gebäude gebaut. Lange Zeit war dort das Kaufhaus Hertie untergebracht. Nach Angaben des jetzigen Eigentümers wurde das Carré 1987 bis 1990 kernsaniert und von 1998 bis 2002 umfassend renoviert. Es hat eine Gesamtfläche von rund 13 000 Quadratmetern, 9300 für Verkaufsflächen und 3600 für Büro- und Dienstleistungsflächen. Derzeit teilen sich rund 20 Mieter die Räume.

Im November 2010 berichtete das Göttinger Tageblatt, dass das Einkaufszentrum verkauft werden sollte:

Einkaufszentrum Carré steht offenbar vor dem Verkauf

Das Göttinger Einkaufszentrum Carré soll verkauft werden. Nach Tageblatt-Informationen gibt es offenbar einen interessierten Investor, der den Gebäudekomplex in der Weender Straße zum Jahresbeginn von der Einkaufszentrum Carré Göttingen KG übernehmen will. Noch sei ein Kaufvertrag aber nicht unterschrieben, heißt es. Offiziell will die Geschäftsführung der SHB Muttergesellschaft, die FIHM Fonds und Immobilien Holding München AG, aber nach Auskunft von Sprecherin Aud Wiese keine Stellungnahme zu „möglichen Transaktionen bei Objekten und aktuellen Fondsangelegenheiten“ geben. Hintergrund eines möglichen Verkaufes ist eine Finanzlücke, die sich zum Jahresende bei der Einkaufszentrum Carré Göttingen KG auftut. Die Geschäftsführung der dahinter stehenden Fondsgesellschaft als Eigentümer spricht von fehlenden vier Millionen Euro, die den stillen Gesellschaftern bis Mitte Januar sonst nicht zurückgezahlt werden könnten.

Auf einer außerordentlichen Gesellschaftersitzung der SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co, Einkaufszentrum Carré Göttingen KG haben die Gesellschafter am 20. Oktober mit großer Mehrheit einem Verkauf des Carrés zugestimmt, um Geld in die Kassen des angeschlagenen Fonds zu spülen. Bis zum Jahresende droht eine Liquiditätslücke von rund vier Millionen Euro. Gegenüber stillen Gesellschaftern gibt es dann Rückzahlungsverpflichtungen, die nicht erfüllt werden können. In der Einladung zur Gesellschaftersitzung legen SHB-Vorstand Thomas Vogel und Markus Schottenhammel als geschäftsführender Kommanditist die Situation dar: Danach haben nur 31 Prozent der stillen Gesellschafter ihre Beteiligung verlängert. 69 Prozent müssen bis spätestens Mitte Januar ausbezahlt werden, insgesamt mehr als fünf Millionen Euro. „Zum heutigen Zeitpunkt verfügt die Fondsgesellschaft über eine Liquidität von rund 0,8 Millionen Euro, zum 31. Dezember wird eine Liquidität von rund 1,07 Million Euro erwartet. Die Fondsgesellschaft sieht sich aufgrund dieser Liquiditätslücke in Höhe von rund vier Millionen Euro mit der Möglichkeit einer drohenden Zahlungsunfähigkeit als Insolvenzantragsgrund konfrontiert“, heißt es in dem Schreiben. Nach Tageblatt-Informationen gibt es bereits seit September Gespräche mit dem potenziellen Käufer.

Der Autor des Internetblogs Investorsadvice.de, Peter M. Moosmüller, sieht in einem zügigen Verkauf des Zentrums die „einzige ernstzunehmende Chance“. Und weiter: „Der Fortbestand dieses Unternehmens hängt also von diesem einen Lucky Punch ab. Wenn dieser Schlag daneben geht, dann ist die erste Insolvenz eines SHB / FIHM-Fonds unausweichlich.“ Eine Insolvenz des Carré-Fonds hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Muttergesellschaft. Moosmüller schreibt weiter: „Das Bittere daran ist, dass egal ob das Unternehmen fort besteht oder nicht, das Geld der Anleger weg ist. Sollte der Verkauf klappen, muss zunächst die Bank, beziehungsweise das verbundene Darlehen abgelöst werden. Der verbleibende Betrag muss soviel ergeben, dass die stillen Gesellschafter ausbezahlt werden können. Das, was dann noch übrig bleibt, wird sich zwischen ein paar tausend Euro und bestenfalls ein bis drei Millionen Euro belaufen. Das von den Anlegern und Ratensparern bisher eingezahlte Eigenkapital ist damit weitestgehend pulverisiert“, glaubt der Investmentexperte.

Für die Mieter und Kunden des Carré dürften diese Verschiebungen hinter den Kulissen im Falle eines Verkaufs zunächst keine Auswirkungen haben. Die teils langfristigen Mietverträge würden auch bei einem Eigentümerwechsel bestehen bleiben.


Carré: Umbau verzögert sich, Gerüchte entkräftet

Das Einkaufszentrum Carré steht nach Auskunft des neuen Eigentümers, der Darmstädter Immobilieninvestor ERWE Real Estate GmbH, vor einem Imagewechsel. Ein neues „Image und Outfit“ solle das 1972 als Hertie-Kaufhaus gebaute Gebäude bekommen, kündigte ERWE-Geschäftsführer Heinz Rüdiger Weitzel bereits im Oktober an. Wann, steht allerdings noch nicht fest.

Einhergehen sollen „umfassende Umbaumaßnahmen“, für die baurechtliche Genehmigungen durch die Göttinger Stadtverwaltung Göttingen notwendig seien. Wann diese Pläne allerdings umgesetzt werden sollen, steht noch nicht fest. Weitzel hatte zunächst angekündigt, die neuen Planungen bis zum Ende des vergangenen Jahres der Stadt vorzulegen. Auf Anfrage gibt Weitzel nun an, dass sich das verzögert habe.

Das bestätigt auch die Stadt: „Wir haben seit Herbst 2011 Kontakt zu Heinz Rüdiger Weitzel, der Stadtbaurat Thomas Dienberg auch bereits mit einigen Eckdaten über seine Planungen unterrichtet hat“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Eine „Fortsetzung und Konkretisierung der Gespräche“ sei vereinbart worden. „Dazu soll es nach dem förmlichen Eigentumsübergang kommen, der nach unserem Wissen Ende Februar ansteht.“ Die Verträge seien „in der Mache“, so Weitzel.

Nicht bestätigt sind hingegen Gerüchte, dass Weitzel das Carré vor Kurzem an das Essener Shoppingcenter-Unternehmen Management für Immobilien (MFI) verkauft haben soll. Der ERWE-Geschäftsführer dementiert, und auch MFI-Sprecher Thorsten Müller verneint: „Wir planen nichts.“

Derweil ist Centermanager Axel Lange von den Umbauplänen des neuen Eigentümers noch nicht informiert. „Wir wissen nicht, was geplant ist, und wir wissen nicht, wann es losgehen soll“, sagt er. Zu möglichen Mieterwechseln gibt Neueigentümer Weitzel keine Auskunft. Er betont aber, dass die jetzigen Mieter „zum Teil längerfristige Mietverträge“ hätten. Zurzeit sind in dem Gebäude größere Filialen beispielsweise des Elektronik-Handelsunternehmens Saturn, des Drogeriemarktes DM und des Lebensmittelmarktes Tegut untergebracht, dazu einige kleinere Ladengeschäfte und Gastronomiebetriebe.

Das Carré wird momentan von der Immobilien Asset Management München verwaltet. An dieser ist wiederum der Finanzdienstleister FIHM Fonds und Immobilien Holding aus München beteiligt, zu dem auch der Voreigentümer des Carrés gehört – die SHB Innovative Fondskonzepte. Auf der von der SHB betriebenen Internetseite (carre-goettingen.de) heißt es: „Es wird nun Zeit für einen umfassenden Wandel: Das Carré wird komplett modernisiert. Hinter einer freundlichen, hellen Fassade und größeren Schaufenstern wird Sie schon bald das neue Carré Göttingen überraschen – mit mehr Licht, mehr Platz und tollen Shopping- und Genießerangeboten.“ Centermanager Lange betont aber, dass die dort zu sehenden Entwürfe nicht mehr aktuell sind.

Bereits 1990 und 2001/2002 ist das Einkaufszentrum saniert worden. Es verfügt derzeit über eine Gesamtmietfläche von gut 13 500 Quadratmetern und über ein Parkhaus mit 288 Stellplätzen.

Schon für den Elchpreisträger Robert Gernhardt gehörte das Einkaufszentrum Carré einst zu den sieben Bausünden der Stadt. „Hier stand die barocke Reithalle einst. Sie musste dem Fortschritt weichen. Der kam zwar als Totgeburt zur Welt und geht doch seither über Leichen“, dichtete Gernhardt.


Gemüsestreit geschlichtet

Der Gemüse-Streit im Göttinger Einkaufszentrum Carré ist geschlichtet. Vor dem Landgericht Göttingen hatte ein Mieter gegen die Kündigung seines Mietvertrages geklagt.

Als Gemüse-Streit wurde das Verfahren bekannt, weil die Carré-Eigentümerin, die SHB Innovative Fondskonzepte AG aus München, dem Imbiss-Betreiber unter anderem vorwarf, verdorbene Waren anzubieten. In der Berufungsinstanz einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Die gesamte Erdgeschossfläche wird demnach gegen Zahlung eines Abfindungsbetrages und Übernahme der Verfahrenskosten bis zum 30. Juni 2013 geräumt.

Das ist mehr als sechs Jahre früher als vertraglich vorgesehen. „Das primäre Ziel unserer Mandantin, nämlich der Auszug des Mieters, ist so erfreulicherweise erreicht“, erklärt der Göttinger Rechtsanwalt Alexander Schneehain, der die Carré-Eigentümergesellschaft vertritt. Im Carré, so Schneehain weiter, werde mit diesen Auszug die räumliche Flexibilität geschaffen, „um die bauliche Aufwertung des einzigen Einkaufscenters in der Göttinger Innenstadt voranzutreiben“. Die Planungen hierfür würden bereits laufen. „So können jetzt modernere gastronomische Konzepte im Carré umgesetzt werden“, so der Anwalt.

Der Vertreter des Imbiss-Betreibers hatte in erster Instanz den Verdacht geäußert, es könne es sich bei dem Verfahren um einen Nebenkriegsschauplatz handeln. Die SHB habe seinerzeit in Verkaufsverhandlungen gesteckt. Man habe höhere Mieten einnehmen wollen – höhere, als der Imbiss sie im Vertrag stehen hatte.

Es gebe derzeit keine Veränderungen, behaupten die Eigentümer. Jedenfalls nicht in „naher Zukunft“.


Carré: Wechsel und Umbau

Das Einkaufszentrum Carré ist an einen europäischen Immobilienfond verkauft. Ein entsprechender Kaufvertrag ist abgeschlossen.

Das bestätigte am Freitag Rüdiger Weitzel, Geschäftsführer der Erwe Real Estate aus Frankfurt, die das Carré im Juni vergangenen Jahres von der SHB Innovative Fondskonzepte gekauft hatte. Weitzel bleibt weiterhin als Objektentwickler für das Carré tätig. Er kündigte „umfassende Sanierungsmaßnahmen“ im nächsten Jahr an. Der Bauantrag werde in Kürze gestellt.

Umgestaltung

Wird demnächst umgestaltet: In das Kaufhaus Carré an der Weender Straße zieht ein Textilgeschäft ein, „das es bislang in Göttingen noch nicht gibt“.

Das Einkaufshaus Carré an der Weender Straße wird demnächst komplett umgebaut, neue Geschäfte ziehen dort ein. Der Eigentümer, die Firma ERWE Real Estate GmbH aus Darmstadt, will den Namen Carré aber auch nach dem Umbau behalten.

ERWE-Geschäftsführer Heinz Rüdiger Weitzel stellte während der Sitzung des Bauausschusses vor, wie das Einkaufszentrum künftig aussehen soll. „Wir haben den Bauantrag gestellt, der wird jetzt in der Verwaltung bearbeitet“, erklärte Weitzel.

Die so genannte „Entmietung“ der jetzigen Geschäfte laufe bereits“, sagte er. Ende Juni und Ende Juli ziehen sie aus. Deshalb hoffen die Investoren auf ein zügige Genehmigung für den Umbau. Bei Politik und Verwaltung kam die Planung für das Carré gut an. Wie Weitzel erklärte, habe man einen ersten Entwurf zurückgezogen, weil es massive Einwände an dem Erscheinungsbild gab. Nun soll das Carré eine helle Natursteinfassade bekommen, maximal 85 Quadratmeter Außenwerbung sind erlaubt.

„Aufgefrischt“ und umgestaltet

„Eine saubere architektonische Gliederung“, nennt Weitzel das, was optisch ein wenig an das Berliner Kaufhaus Kadewe erinnert. Auch das angrenzende Parkhaus wird „aufgefrischt“, die Fassade umgestaltet. „Refurbishing“ nennt Weitzel das Konzept – aus alt mach neu. Das Gebäude von 1972 bleibt bestehen, wird aber komplett überholt und auch im Inneren umgestaltet. Das im Jahr 1972 gebaute und in den Jahren 1990 und 2001/2002 sanierte Kaufhaus hat eine Gesamtmietfläche von gut 13 500 Quadratmetern, das Parkhaus 288 Stellplätze.Innen werden beispielsweise neue „Expressrolltreppen ins zweite Geschoss gebaut, der Elektronikmarkt zieht auch dort ein. Auch das rote Pflaster vom dem Haus will der Investor ersetzen.

Internationales Textilunternehmen

Der Eingang vom Stumpfebiel fällt künftig weg, was Christian Henze (SPD) kritisierte. Weitzel erklärte auch warum: „Der Mieter, der dort einzieht, möchte das nicht“. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss zieht ein großes internationales Textilunternehmen ein. „Eines, dass es in Göttingen noch nicht gibt“, sagt er. Mehr verrät er nicht. Auch die Bauausschusspolitiker wissen bislang nicht, ob es sich eventuell um das spanische Modehaus Zara handelt.