Combs-la-Ville

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Die Wappen von Duderstadt und Combs-la-Ville als Mosaik

Combs-la-Ville ist die französische Partnerstadt von Duderstadt.

1968 wurde die Städtepartnerschaft zwischen der französischen Stadt Combs-la-Ville und Duderstadt begründet. Seitdem haben mehr als 100 gegenseitige Besuche, die Freundschaftskreise und der Schüleraustausch maßgeblich dazu beigetragen, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen.

Der Zweite Weltkrieg war vorbei, Europa stand an einem Neuanfang und nutzte – zumindest im westlichen Teil – die Chance. Aus ehemaligen Feinden wurden Verbündete und nach wenigen Jahren sogar Freunde. Dazu trugen die damals begründeten Städtepartnerschaften – beispielsweise zwischen englischen, französischen und deutschen Städten maßgeblich bei. In die Reihe der Partner fügten sich auch die Städte Combs-la-Ville (am südwestlichen Stadtrand von Paris gelegen) und Duderstadt ein. Entsprechende Partnerschaftsverträge wurden am 14. Juli 1968 in Duderstadt und am 25. Mai 1969 in Combs-la-Ville unterzeichnet.

Im Herbst 1982 erfolgte die die Gründung der Partnerschaftskreise in Tiftlingerode und Combs-la-Ville – bis heute haben mehr als 1000 Bürger auf gegenseitigen Partnerschaftsreisen die Freunde besucht und unternahmen gemeinsam mit ihnen Fahrten durch Deutschland und Frankreich. Im Herbst 1986 kam die Schulpartnerschaft zwischen dem Collège Les Cités Unies und dem Eichsfeld-Gymnasium hinzu.

Gerade der Schüleraustausch hatte sich recht gut angelassen, erlebte dann in den 90er Jahren jedoch einen Bruch, konnte nach der Jahrtausendwende jedoch wieder aufgenommen werden und erfreut sich inzwischen wieder bei den jungen Menschen in Combs-la-Ville und Duderstadt einer guten Resonanz. Neben den Begegnungen auf der offiziellen Ebene verlagerte sich die Partnerschaft nach und nach auf auf die Vereins- und Privatebene, eine Entwicklung, die von Anfang an genau so gewollt war. Als Beispiel einer besonders langjährigen und erfüllten Freundschaft kann das Verhältnis der Tennis-Clubs aus beiden Städten genannt werden, die so manches Match ausgetragen haben und diese Begegnungen auf geselliger Ebene ausbauten.

Im Verlauf der Jahre gab es dann in beiden Kommunen gegenseitige Ausstellungen, Konzerte, Delegationsbesuche und – als besonderer Höhepunkt – die Aufstellung des Friedens-Globus von Friedrich Reimann in Combs-la-Ville. Ein Gleicher steht vor dem Stadthaus in Duderstadt.

Rückblickend bleibt festzustellen, dass sich die Partnerschaft zwischen Duderstadt und Combs-La-Ville inzwischen zur Freundschaft entwickelt hat, die trägt und die eine ganz besondere „Ergänzung“ erfahren hat: Die Partnerschaft zwischen der polnischen Stadt Kartuzy und Duderstadt. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges gelang es ein zweites Mal, aus ehemaligen Feinden Partner und Freunde zu machen. Vielleicht kommt es in Duderstadt ja auch einmal zu Begegnungen zwischen den französischen und polnischen Partnern in der Brehmestadt. Sicherlich wird man sich gut verstehen, denn die Beziehungen zwischen französischen und polnischen Kulturkreisen war in vergangenen Jahrhunderten immer schon von besonderer Art. Dafür ist nicht nur der Komponist Frédéric Chopin ein gutes Beispiel.

Anlässlich der Unterzeichnung der Partnerschaftsverträge im Juli 1968 spendeten der Ratsherr Ulrich Jünemann und seine Frau Renate ein Mosaik, das die beiden Wappen von Duderstadt und Combs-la-Ville zeigt. Es wurde am Aufgang zum Rathaus angebracht. Entworfen hatte es der Leiter des Heimatmuseums Herbert Blaschke.