Dannie-Heineman-Preis

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Der Dannie-Heineman-Preis ist ein Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen verleiht seit 1961 alle zwei Jahre den Dannie-Heineman-Preis an einen Wissenschaftler bzw. eine Wissenschaftlerin, der bzw. die eine kürzlich veröffentlichte hervorragende Arbeit insbesondere zu neuen und akuten Entwicklungen der Wissenschaft vorgelegt hat. Der Preis hat internationalen Charakter, d. h., es werden Kandidaten aus aller Welt berücksichtigt. In Betracht kommen vornehmlich Arbeiten jüngerer Forscher auf dem Gebiet der Naturwissenschaften (Mathematik, Physik, Chemie, Biologie); es können aber auch Arbeiten aus den Geisteswissenschaften prämiert werden.

Der Dannie-Heineman-Preis wird nicht öffentlich ausgeschrieben. Der Preisträger wird von der Prüfungskommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen dem Plenum vorgeschlagen, und diese entscheidet über die Wahl des Preisträgers. Diese Wahl bedarf der Zustimmung des Vorstandsvorsitzenden der Minna-James-Heineman-Stiftung.


Preisträger

2009 Prof. Gerald F. Joyce, Ph. D., Kalifornien. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit „Self-Sustained Replication of an RNA Enzyme“, publiziert 2009 gemeinsam mit Tracey A. Lincoln, in Science 323, 1229-1232.

2007 Prof. Dr. Bertrand I. Halperin, Harvard University, Cambridge, USA; for his numerous outstanding contributions to statistical physics and condensed matter theory, especially dynamical critical phenomena and low dimensional electronic propertie.

2005 Prof. Dr. Richard Taylor, Department of Mathematics Harvard University, Cambridge, USA; für seine Arbeit “On the Modularity of elliptic curves over Q”

2003 Dr. Michael Neuberger, MRC Medical Research Council Laboratory of Molecular Biology, Division of Protein & Nucleic Acid Chemistry, Cambridge, England; für seine Arbeit “Erzeugung molekularer Diversität im Immunsystem durch somatische Hypermutation”

2001 Prof. Dr. Christopher C. Cummins, Massachusetts Institute of Technology, Department of Chemistry, Cambridge, USA; für seine grundlegenden Arbeiten zur Aktivierung kleiner Moleküle durch Metallkomplexe, zur Isolierung reaktiver Zwischenstufen bei diesen Reaktionen und zur Charakterisierung der entscheidenden Reaktionsschritte bei Metallkomplex-vermittelten Atom-Transfer-Reaktionen

1999 Dr. Wolfgang Ketterle, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA; für seine überzeugende Demonstration der Kohärenz in einem Bose-Einstein-Kondensat aus ultrakalten Natriumatomen

1997 Regine Kahmann, Institut für Genetik und Mikrobiologie, Ludwig-Maximilians-Universität, München; für ihre experimentell schwierigen und richtungweisenden molekular-genetischen Untersuchungen in Verbindung mit dem Pilz Ustilago Maydis

1995 Dr. Donald M. Eigler, IBM Fellow, IBM Almaden Research Center, 650 Harry Road, San Jose, USA; für seine wegweisenden Untersuchungen zum quantenmechanischen Verhalten von Bauelementen mit atomaren Dimensionen

1993 Richard N. Zare, Standford University, Department of Chemistry, Standford, USA; für seine grundlegenden Arbeiten über die Wirkung der Anregung spezifischer innerer Freiheitsgrade auf den Ablauf bimolekularer chemischer Reaktionen

1991 Jean-Pierre Demailly, Grenoble, Mathematik; für seine Arbeit „Champs magnétiques et inégalités de Morse pour la d – cohomologie“

1989 Dieter Oesterhelt, Martiensried, Biochemie; für seine grundlegenden Beiträge zur Membranbiochemie, zum Verständnis der Photosynthese und für die Kristallisation des photosynthetischen Reaktionszentrums

1987 Alexander Müller und Georg Bednorz, Zürich, Physik

1986 Rudolf Thauer, Marburg, Mikrobiologie

1983 Gerd Faltings, Wuppertal, Mathematik

1981 Jacques Friedel, Paris, Physik

1979 Phillip A. Griffiths, Cambridge, USA, Mathematik

1977 Albert Eschenmoser, Zürich, Organische Chemie

1975 Philip W. Anderson, Murray Hill N. J., Theoretische Physik; für seine wichtigen theoretischen Beiträge zur Physik der kondensierten Materie, insbesondere für seine bahnbrechende Arbeit über lokalisierte Zustände in ungeordneten Systemen

1973 Igor R. Schafarevitsch, Moskau, Mathematik; für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Algebra und Zahlentheorie

1971 Neil Bartlett, Berkeley USA, Anorganische Chemie; für seine hervorragenden experimentellen Untersuchungen auf dem von ihm erschlossenen Gebiet der Edelgasverbindungen

1969 Alfred B. Pippard, Cambridge, Physik; für seine Arbeiten zur Dynamik der Leitungselektronen in Metallen, insbesondere die Vermessung der Fermifläche von Kupfer und nicht-lokale Erweiterung der Londonschen Elektrodynamik des Supraleiters

1967 Gobind Khorana, Madison, USA, Biochemie; für seine Arbeiten über die Synthese von Polynucleotiden, die zu wesentlichen Erkenntnissen über Struktur und Funktion von Nucleinsäuren und zur Entzifferung des genetischen Codes geführt haben

1967 Martin Schwarzschild, Princeton, USA, Astronomie; für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Sternenentwicklung

1965 Georg Wittig, Heidelberg, Chemie; für seine grundlegenden Arbeiten auf dem Gebiet der metallorganischen Chemie und der organischen Anionochemie

1963 Prof. Dr. Edmund Hlawka, Wien, Mathematik; für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Geometrie der Zahlen

1961 Prof. Dr. James Franck, Durham, USA, Physik; für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Photosynthese