Dassensen

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Wappen von Dassensen

Dassensen ist ein Ort im Landkreis Northeim zwischen Harz und Solling. Er gehört zur Stadt Einbeck.


Personen und Organisationen

  • Ortsbürgermeister: Dieter Nagel

Lexikonteil

Allgemein

  • Einwohner gesamt (Stand 01/2007) 659. Davon sind 321 männlich. 338 Einwohner sind weiblich.
  • Geographische Lage: 9° 48' Länge, 51° 46' Breite.

Geschichte

Zum ersten Mal wird der Ort unter dem Namen »Diseldashausen« in einer Urkunde des Klosters Corvey ums Jahr 850 erwähnt.

Vermutlich besaßen die Edlen von Grube, die auf einer Berghöhe zwischen Dassensen und Rotenkirchen die Burg Grubenhagen errichteten, einen Burghof in Dassensen. Bis in die ersten Jahre unseres Jahrhunderts stand in der Nähe des heutigen Schulgebäudes ein Haus, das man die Klus nannte. Es diente den späteren Besitzern der Burg und des Schlosses Rotenkirchen als Absteigequartier bei Kirchgängen.

Die Klus diente zuletzt mehreren Familien als Wohnung. Sie soll sehr dicke Mauern gehabt haben, fiel aber schließlich in sich zusammen. Ihre Fundamente machten noch im Jahre 1952 den Bauleuten beim Bau eines Kellers viel zu schaffen.

Die Nachfolger der Herren von Grube waren die Herzöge von Grubenhagen. Aus ihrer Zeit berichtet eine Urkunde vom 27. Mai 1441, daß die Herzöge Heinrich III., Ernst III. und Albrecht II. von Hans Raven dem Älteren in Einbeck 32 gute Goldgulden liehen und diesem dafür alle Pflicht, Unpflicht und Bede, die auf 6 Hufen Land ruhten, die dieser von ihrer Herrschaft in Dassensen zu Lehen trug, verpfändeten. Ferner verpfändeten sie einen Kothof daselbst, den sie zu obigen 6 Hufen als Sattelhof haben sollten.

Vigilia Michaelis, 28. September 1467, bezeugt Herzog Albrecht III. für sich und als Heinrich IV. Vormund (Heinrich III. Sohn), der verstorbene Einbecksche Bürger Heinrich Boten habe 4 Hufen Landes bei Dassensen und einen freien Sattelhof an die Hombergschen Töchter Ilsebe und Metken in Einbeck für 130 gute Rheinische Gulden verkauft. Im Jahre 1473 belehnt Albrecht, Herzog zu Braunschweig, Diedrich Raven und dessen Bruder und Vettern mit Gütern in Dassensen, Stöckheim und Rotenkirchen.

So gingen den Grubenhagener Herzögen und ihren Nachfolgern durch Belehnung und Verpfändung im Laufe der Zeit sämtliche Rechte verloren.

Als die Zehntverpflichteten des Ortes am 25. März 1839 Antrag auf Zehntablösung stellten, waren zehntberechtigt: 1. der Gutsbesitzer Karl Nahe in Wellersen als Besitzer des von dem Forstmeister Johann Friedrich Dettlef von Dassel am 9.12.1812 in öffentlicher Versteigerung erworbenen Rittergutes, mit der Hälfte des Dassenser Zehnten; 2. die Nachkommen der Familie Raven in Einbeck und 3. der Bauermeister Ernst Schlote in Dassensen mit je einem Viertel.

Alle Zehntpflichtige unterzeichneten folgende Dassenser Besitzer: Ernst Schlote (vorstehend als Berechtigter genannt); Carl Harke, Carl Schlote, Franz Harrigfeld, Christian Friede, Wilhelm Bönig, Heinrich Nüsse, Ludwig Herbst, Christian Böker, Wilhelm Bohne, Carl Pabst, Georg Müller, Carl Wicke, Andreas Fittger, Wilhelm Hannemann, Christian Nolte, Heinrich Hase, Christian Almstadt, Heinrich Lösche, Christian Borchers, Georg Almstadt, die Witwe Schrader, Christian Kettler, Christoph Wickmann und Witwe Friederike Armbrecht geb. Wicke.

Die Unterschriften der Zehntpflichtigen Johann Conrad Schuster und Heinrich Kahle fehlen. Zehntpflichtig lag nach dieser Urkunde auf 489 Morgen und 56 Ruten Land, davon besaß Ernst Schlote 258 Morgen 3 Ruten.

Im Jahre 1933 wohnten hier 515 Menschen. Heute sind es 634, nachdem der stärkste Flüchtlingsstrom, durch den die Zahl auf mehr als 900 anschwoll, abgeebbt ist. Zur Gemarkung von Dassensen gehören zur Zeit 481,75 ha.

  • Quelle: Martin Krone

Links

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