David Hilbert

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David Hilbert

David Hilbert, bedeutender deutscher Mathematiker, geboren am 23. Januar 1862 in Königsberg (Ostpreußen), gestorben am 14. Februar 1943 in Göttingen.

Leben und Werk

Nach Kindheit und Jugendzeit in Königsberg Studium der Mathematik in Königsberg und Heidelberg bei Heinrich Weber. Bereits in Königsberg lernte er Hermann Minkowski kennen. Promotion 1885, Habilitation 1886, erste Professur und Hochzeit 1892, Ordinariat 1893 folgen alle in Königsberg.

1895 wurde Hilbert auf Empfehlung von Felix Klein an die Georg-August-Universität Göttingen berufen. Als Ergebnis einer zielstrebigen, vom preußischen Kultusministerium initiierten Berufungspolitik begann mit dieser Berufung die "Glanzzeit der der Göttinger Mathematik" in Nachfolge von Carl Friedrich Gauß und Riemann. Protegiert von Hilbert wurde sein Freund Hermann Minkowski 1902 nach Göttingen berufen. Trotz einer Vielzahl von Rufen an deutsche und Schweizer Universitäten blieb Hilbert bis zu seiner Erimitierung 1930 in Göttingen.

Hilbert promovierte u.a. Otto Blumenthal (1898), Felix Bernstein (1901), Hermann Weyl (1908), Richard Courant (1910), Erich Hecke (1910), Hugo Steinhaus (1911) und Wilhelm Ackermann (1925). Er setzte sich für die Habilitation von Emmy Noether ein - mit dem Hinweis, die Fakultät brauche vor der Aufnahme einer Frau keine Angst zu haben, schließlich sei "eine Fakultät doch keine Badeanstalt".

Der Tod Hilberts 1943 wurde in Deutschland weniger wahrgenommen als im Ausland; insbesondere den USA, in die viele seiner Schüler/innen im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigriert waren. Sein Grab befindet sich auf dem Göttinger Stadtfriedhof.

Wohnhäuser

Ausweislich der angebrachten Marmortafel lebte David Hilbert von 1897 bis in sein Todesjahr 1943 im Haus Wilhelm-Weber-Straße 29.

Weblinks

Weitere Informationen über Hilbert und seine außergewöhnlichen Beiträge zur Mathematik finden sich im wikipedia.