Deutsch-Russische Gesellschaft Göttingen

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Die Deutsch-Russische Gesellschaft in Göttingen, mit derzeit 40 Mitgliedern, will russischen Zuwanderern bei der Integration helfen, aber auch die russische Kultur pflegen. Daher wird nach Angaben des Vereins Nachhilfeunterricht in Deutsch für Kinder ebenso angeboten wie Unterricht in russischer Sprache, in Musik und Kunst. Diese russische Schule findet derzeit freitags am Nachmittag in den Räumen der Albanischule statt. Sie kann ab dem Alter von vier Jahren besucht werden.

Näheres

Die russische Schule werde derzeit von etwa 25 Kindern besucht, so die zweite Vorsitzende des Vereins, Yekatarina Shabanova. Sie und die Vorsitzende Lydia Wochnik betonen die Professionalität des Unterrichts. Es gehe im Rahmen der Gesellschaft auch darum, qualifizierte Menschen zu gewinnen, die die Kinder fördern und unterrichten können.

Vor allem Kulturprojekte hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben. Dazu zählen Kunst-, Tanz- und Theaterprojekte sowie auch eine russische Bibliothek: In der Stadtbibliothek will der Verein klassische und moderne russische Literatur zur Verfügung stellen. Demnächst soll außerdem ein internationales Theaterprojekt mit der Regisseurin Tatiana Navrotskaya starten. Es ist gedacht für Interessenten ab 14 Jahren.

Als Vereinszwecke benennt der Verein in seiner Satzung unter anderem die Förderung der Bildung im Allgemeinen, die Pflege der russischen Sprache im Besonderen und die Hilfe bei der Überwindung von Integrationsschwierigkeiten in Deutschland. Gedacht ist auch an die Gründung einer bilingualen deutsch-russischen Kindertagesstätte in Göttingen. Weitere Ziele sind die Erhaltung der russischen Kultur in ihrer Wechselwirkung mit der deutschen und anderen Kulturen sowie die „Bereicherung des multikulturellen Standorts Göttingen“.


Maslenitsa 2012

Väterchen Frost – die direkte Übersetzung lautet Opa – darf sich ausruhen, Enkeltochter Schneeflöckchen hat genug getan. Die vier Jahreszeiten, im Russischen sind sie alle weiblich, haben bei ihrem Treffen im Nachbarschaftszentrum Grone Kollegin Winter in die Sommerpause geschickt.

Ob man zufrieden war mit ihrem Frost, fragte sie, oder ob es noch mehr geben solle? Die Antwort war klar. Frau Frühling ist nun an der Reihe.

Maslenitsa ist eines der wichtigsten Feste im russischen Kulturkreis. Klar, dass die Deutsch-Russische Gesellschaft Göttingen, die sich im September 2010 gegründet hat, das Fest auch feiert. Bisher waren es eine Russisch-Schule und Nachhilfeunterricht, eine russische Malschule und ein klassisches Puppentheater nach russischer Tradition, um die sich der Verein kümmerte. Dazu Literaturabende mit Klassikern aus der Heimat, aber in deutscher Sprache, oder Konzerte. Auch eine russische Weihnacht – nach orthodoxer Tradition im Januar – wurde organisiert. Und im Max-Planck-Gymnasium, wo es zwei Russisch-Klassen gibt, unterstützt der Verein eine Theatergruppe.

Warum das alles? Weil es in Göttingen rund 4000 Menschen mit Wurzeln in Russland oder den Ländern der einstigen Sowjetunion gibt, sagt Josef Wochnik vom Vorstand. Sie sind Migranten oder Gastwissenschaftler, Studenten oder Doktoranden. Die meisten aber sind Spätaussiedler, deren Vorfahren zwar einst Deutsche waren, die aber russische Partner haben oder den Kontakt zur Tradition der alten Heimat nicht verlieren wollen. Und so gab es Spiele nach russischer Tradition, Trachten, Bastelwaren oder Köstlichkeiten wie Blinis, Pelmeni, Shashlik oder russische Kuchen zum Fest.

  • Quelle: Jürgen Gückel, "Deutsch-Russische Gesellschaft feiert Maslenitsa", Artikel im Göttinger Tageblatt vom 28. Februar 2012.


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