Dorste

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Wappen von Dorste

Dorste ist ein Ort im Landkreis Osterode. Der Ort liegt im Harz und gehört zum Stadtgebiet von Osterode.

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Geschichte

Vor dem Jahr 1000 entstand das Dorf Dorste. Das Sösetal mit seinen fruchtbaren Lößböden bot gute Bedingungen für die Anlage einer Siedlung. Durch den Ort führen mit der Verbindung Leinetal - Katlenburg - Osterode und dem Fahrweg durch das Sösetal in Richtung Förste / Seesen überregional bedeutsame Straßen. Dorste gehörte seit dem 12. Jahrhundert zum Herrschaftsbereich der Welfen. Die Herrschaft lag bei verschiedenen Adelsfamilien und Klöstern.

Einige Höfe in Dorste besaß das Michaelskloster in Hildesheim besaß einige Höfe in Dorste, die Stifte St. Alexandri und St. Mariae in Einbeck und das benachbarte Kloster Katlenburg erhielten Abgaben aus dem Dorf. Nach dem Aussterben der Herzöge von Braunschweig-Grubenhagen im Jahr 1596 entbrannte ein langjähriger Streit innerhalb des Welfenhauses um deren Erbschaft. Während die Wolfenbüttler Herzöge das Fürstentum besetzt hielten, versuchte die in Celle residierende Linie der Welfen vor kaiserlichen Gerichten ihre Erbansprüche auf Grubenhagen durchzusetzen. Erst 1617 endete der Erbstreit mit der Herausgabe des Fürstentums Grubenhagen durch die Wolfenbüttler an die Celler Linie des Welfenhauses. "Weil derselbe ihm und seinem Bruder Ernst 20 Jahre treulich gedient und Inbesonderheit die Grubenhagensche Successionssache als darin bestallten Advocatus zum Beschluss gebracht" belehnte 1618 der in Celle residierende Herzog Christian von Braunschweig seinen Kanzler Dr. Erich Hedemann mit einem Gutshof in Dorste, dem sieben weitere Bauernhöfe angehörten. Dieses Gut war vorher im Besitz der Familie des Kanzlers Dr. Johann Jagemann gewesen, der die Grubenhagener Erbschaftssache für seinen Wolfenbüttler Landesherrn vertreten hatte.

Plünderungen und Kontributionen ließen die Einwohner im Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) verarmen. Gewalttagen durchziehender Truppen und schließlich auch die Pest dezimierten die Bevölkerung. Die Familie von Hedemann, die um 1650 die Wiederverleihung ihres Adelstitels beim Kaiser erreicht hatte, konnte ihre Besitzungen in Dorste im 17. Jahrhundert erheblich vergrößern. So konnte z. B. die Dorster Papiermühle, die bereits 1619 die Papierproduktion aufgenommen hatte, 1646 durch die von Hedemanns angekauft werden. Im August 1698 verkaufte der Rittmeister Friedrich Heinrich von Leuthorst sein adeliges Gut in Dorste, das in der Nähe der Kirche lag, an den Oberst Johann Georg von Hedemann. Mitte des 18. Jahrhunderts besaßen die von Hedemanns zwei große Meierhöfe und 27 kleinere Bauernhöfe in Dorste.

Im 19. Jahrhundert kam es durch die Ablösung und Verkopplung zu einer grundlegenden Neuordnung der Landwirtschaft in Dorste. Der verstärkte Rübenanbau ab etwa 1880 und der Anbau von Frühkartoffeln ab etwa 1890 begünstigten die wirtschaftlichen Erfolge der landwirtschaftlichen Betriebe. Die Gründung einer Molkerei 1895, die bis 1943 bestand, der Beginn der Stromversorgung 1910 und die Errichtung eines neuen Schulhauses 1911 weisen auf die erfolgreiche Entwicklung des Dorfes bis zum ersten Weltkrieg hin. Auch in den Krisenjahren der Weimarer Republik bleiben die meisten Dorster von existenzbedrohender Not verschont, da sie als Landwirte oder Nebenerwerbslandwirte ihre Nahrungsmittelversorgung aus eigener Kraft sicherstellen konnten. Während die bürgerlichen Parteien bis Ende der 20er Jahre bei Wahlen meist die Mehrheit der Dorster Stimmen auf sich vereinigten, konnten die Nazis seit 1930 die Wahlen in Dorste für sich entscheiden. Auch nach dem 2. Weltkrieg blieb die Landwirtschaft zunächst noch der Haupterwerbszweig der Bevölkerung. Mit der Eingliederung der Flüchtlinge, die Einwohnerzahl wuchs von 1368 im Jahr 1939 auf 2067 im Jahr 1952, änderte sich die Bevölkerungsstruktur des Ortes. Für die Zuwanderer standen im Dorf nur wenige Arbeitsplätze zu Verfügung. Gleichzeitig verringerte sich der Arbeitskräftebedarf durch den Wandel in der Landwirtschaft. Immer mehr Einwohner Dorstes waren daher gezwungen, als Pendler in anderen Orten - insbesondere in der Industriestadt Osterode - Arbeit anzunehmen. Industriearbeitsplätze im Bereich des Dorfes bot lediglich das 1949 gegründete Gipswerk am Lichtenstein. 1972 wurde Dorste in die Stadt Osterode am Harz eingemeindet. Die Flurbereinigung 1975 - 1978 führte zu einer Neuordnung der Wirtschaftsflächen sowie des Wege- und Gewässernetzes.

  • In der Ortschaft leben heute 1687 Einwohner (Stand 1996).

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Dorste im Internet