Duderstadt

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Duderstadt
Wappen von Duderstadt.png
Wappen von Duderstadt
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Schulen: alle Schulformen
Einwohner: 22.833 (Stand: 31. Dezember 2004)
Postleitzahl: 37115
Vorwahl: 05527
Kfz-Kennzeichen:
Bürgermeister: Wolfgang Nolte (CDU)
Website: Duderstadt im Internet

Duderstadt ist eine Stadt im Landkreis Göttingen im südöstlichen Niedersachsen.

Aktuell

Förderprogramm für Städtebau

  • Dezember 2010

Wie Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) im Rahmen einer Presseinformation mitteilte, ist die Stadt formell zur Aufnahme in ein Sonderprogramm zur Förderung des städtebaulichen Denkmalschutzes angemeldet worden.

Parallel dazu hätten Gespräche mit den Vertretern des Niedersächsischen Sozialministeriums gezeigt, dass größte Übereinstimmung in der Einschätzung besteht, dass Duderstadt ein hochrangiges Baudenkmal ist, dessen Baubestand aus Mitteln der Städtebauförderung gepflegt und gesichert werden muss.

Anlässlich eines Ortstermines am 2. August 2010 besichtigten Vertreter des Sozialministeriums, der Regierungsaußenstelle Braunschweig und der Niedersächsischen Landesdenkmalpflege die Duderstädter Kernstadt. Sie zeigten sich dabei für das Bemühen Duderstadt um eine weitere Sanierung der Kernstadt sehr aufgeschlossen.

Wie Rudolf Wengereck von der Stadtverwaltung gegenüber dem Göttinger Tageblatt darlegte, scheint die Übereinstimmung zwischen Stadt und Landesregierung in Sachen Denkmalschutz inzwischen so groß zu sein, dass eigentlich nur noch zu klären ist, ob Duderstadt schon 2011 oder erst 20123 in das Förderprogramm zum städtebaulichen Denkmalschutz aufgenommen werden kann.

Dieses Programm wäre dann auf et sechs bis Jahre angelegt, was eine gewisse Nachhaltigkeit garantiert, die für längerfristig angelegte Sanierungsvorhaben auch erforderlich ist. Begleitet wird der Sanierungsprozess in Duderstadt übrigens von einem im ersten Quartal 2010 angelegten Arbeitskreis Städtebauförderung, der nicht nur die Anmeldung Duderstadts zu dem Förderprogramm unterstützte, sondern das weitere Verfahren auch begleiten wird.


  • Am 22. November 2009 kam es zu einer Bürgerbefragung in Duderstadt. Die Duderstädter sollten darüber abstimmen, ob die Fußgängerzone in der Brehemstadt erhalten bleiben soll oder nicht.

Personen und Organisationen

Kirchen

Schulen

Kindergärten

Das Heimatmuseum

Eine Ausstellung zur Heimatentwicklung und Geschichte des Handwerks im Eichsfeld ist im Heimatmuseum an der Oberkirche zu sehen.

Das Bersten einer Wasserleitung am 10. Januar 2009 im Obergeschoss hat das Duderstädter Heimatmuseum stark beschädigt. In dem historischen Fachwerkgebäude stand das Wasser in mehreren Etagen auf dem Fußboden, Lehmdecken sind herabgestürzt. Die Feuerwehr war in der Nacht zu Sonntag mehrere Stunden mit der Rettung der Exponate beschäftigt. Das Wasser war bereits die Fassade hinunter gelaufen, als die Einsatzkräfte eingetroffen sind. Am Sonntagmorgen um 2.14 Uhr hatten die Alarmglocken bei der Feuerwehr geschrillt, nachdem Wasser in die Brandmeldeanlage des Heimatmuseums eingedrungen war. Statt des erwarteten Brandes seien die Einsatzkräfte der Duderstädter Feuerwehr dann mit großen Mengen Wassers konfrontiert gewesen. Mehrere 10000 Liter sind ausgetreten.

Nachdem sie die Hauptleitung abstellen werden konnte, war die Polizei mehrere Stunden mit der Rettung der Exponate beschäftigt gewesen.

Die Sulbergswarte

Als ein Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlagen ist die Sulbergswarte nördlich von Duderstadt erhalten. Der restaurierte Wachturm stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Gut Herbigshagen

Drei Kilometer nordöstlich von Duderstadt befindet sich seit 1994 der Sitz der Heinz Sielmann Stiftung, Gut Herbigshagen. Das Gut liegt auf einer mittelalterlichen Wüstung und beherbergt ein Naturerlebniszentrum. Heinz Sielmann Stiftung im Internet


Stadtarchiv Duderstadt

In Duderstadt befindet sich am Wall das Stadtarchiv Duderstadt. Es beherbergt Bestände, also Bücher, Urkunden, Dias und Bilder vom frühen Mittelalter bis heute.

Vereine

Stadtgliederung

15 Ortsteile (Kernstadt und 14 Dörfer: Breitenberg, Brochthausen, Desingerode, Esplingerode, Fuhrbach, Gerblingerode, Hilkerode, Immingerode, Langenhagen, Mingerode, Nesselröden, Tiftlingerode, Werxhausen und Westerode)

Adresse der Stadtverwaltung

Worbiser Str. 9, 37115 Duderstadt

Bürgermeister

Wolfgang Nolte (CDU)

Geografie

Duderstadt liegt in Südniedersachsen, nahe der Grenze zu Thüringen. Die Stadt ist Teil des Untereichsfeldes im südlichen Harzvorland. Etwa 10 Kilometer südöstlich von Duderstadt beginnt das thüringische Ohmgebirge, 20 Kilometer im Nordosten liegt der Harz.

Wappen

Das Duderstädter Wappen zeigt zwei übereinander angeordnete goldene Löwen mit blauen Zungen auf rotem Grund. Es geht zurück auf das Siegel des damaligen Landesherrn Albrechts I. von Braunschweig. Das Wappen blieb auch nach dem Übergang der Stadt in Mainzer Landesherrschaft um die Mitte des 14. Jahrhunderts bestehen. Die Stadtfarben sind Blau und Gold.

Geschichte

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Duderstadt auf einem Schriftstück vom 16. September 929. 974 gelangte der Ort an das Stift Quedlinburg, das ihn 262 Jahre lang verwaltete. 1237 erhielt Landgraf Heinrich Raspe von Thüringen Duderstadt als Lehen, 10 Jahre später Otto das Kind, ein Enkel Heinrichs des Löwen. Duderstadt ging an Braunschweig. Ein Jahrhundert lang blieb Duderstadt unter Herrschaft der Welfen. Das Stadtrecht erhielt Duderstadt um das Jahr 1250.

Zwischen 1334 und 1366 ging Duderstadt schrittweise an die Erzbischöfe von Mainz, die 450 Jahre lang die Herrschaft inne hatten. Um das Jahr 1400 konnte Duderstadt ein Territorium mit 16 Dörfern erwerben. Mit etwa 4000 Einwohnern war die Stadt zu diesem Zeitpunkt fast so groß wie Hamburg. Nach 1450 nahmen die Einwohnerzahlen ab, die Finanzlage wurde schwieriger. Noch heute wird das Stadtbild durch etwa 400 mittelalterliche Fachwerkbauten geprägt.

1573 beschloss der Rat der Stadt Duderstadt eine Apotheke zu errichten. Das Gebäude wurde in der Hohen Straße, der heutigen Apothekenstraße errichtet. Wegen der Zeichen am Haus nannten die Duderstädter diese Apotheke Schwanapotheke. Im Rahmen der großen Pestepidemie 1682/83 wurde eine zweite Apotheke gebaut. Und auch sie wurde nach dem Zeichen am Haus benannt. Die Löwenapotheke.

Im Jahr 1979 konnten die Duderstädter das Jubiläum zu 1050 Jhre Duderstadt feiern.

Am 29. Juli 1964 besuchte Heinrich Lübke Duderstadt. Während ihrer Amtszeiten besuchten auch Prof. Dr. Karl Carstens (30. August 1980), Dr. Richard von Weizsäcker (11. Oktober 1989) und Prof. Dr. Roman Herzog (14. Oktober 1998) Duderstadt.

Die Sage um die Namensgebung der Stadt

Der Name Duderstadt soll laut einer Legende zurückgehen auf den Streit der drei Brüder, die die Stadt gebaut hatten. Da sie sich nicht einigen konnten, welcher den Namen wählt, sondern jeder dem anderen sagte, „Gib Du der Stadt den Namen“, sollen die drei sich auf Duderstadt geeinigt haben.

Der Westerturm und die Sage darum

Der Westerturm

Das Wahrzeichen der Stadt ist der 1424 erbaute Westerturm mit seiner berühmten Spitze. Die aufgrund eines Baufehlers entstandene Drehung der Balken ist bis heute sagenumwoben: Laut der Legende habe der mit dem Bau beauftragte Architekt, der in Zeitnot geraten war, einen Vertrag mit dem Teufel abgeschlossen, nach dem dieser das Dach fristgerecht fertig stellen sollte. Als Entlohnung würde er die Seele des Architekten erhalten. Doch dieser übergab erfüllte seinen Part des Vertrages nicht. In seinem Zorn darüber habe der Teufel das Dach bei der Spitze gepackt und sich darum geschwungen. Seither seien die Balken gebogen.

Tatsächlich ist die charakteristische Drehung des Turmes auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen.

Der Westerturm ist zu einem Teil begehbar. Mit dem gläsernen Bachmannschen Haus bildet er ein Museums-Ensemble am westlichen Eingang der Fußgängerzone.

Das historische Rathaus

Das historische Rathaus

Das Fachwerkgebäude im Stadtzentrum soll um 1229 errichtet worden sein, 1673 erhielt es durch einen Anbau seine heutige Form. In seinen Räumen kann die Salzkammer besichtigt werden, in der sich eine Sammlung alter Schriftstückebefindet. Im Keller ist eine Folterkammer untergebracht. Das von verschiedenen baulichen Epochen zeugende Duderstädter Rathaus zählt zu den touristischen Attraktionen des Ortes, da zu jeder ungeraden Stunde der "Anreischke", das "Maskottchen" der Stadt, seinen Kopf aus dem Fenster streckt.

LNS-Park

Duderstädter LNS-Park aus der Luft

Der LNS-Park ist ein Park in Duderstadt. Auf der Bühne im LNS-Park finden unter anderem Veranstaltungen des Duderstädter Kultursommers statt.

Die Stadtmauer und der Stadtwall

Rings um Duderstadt herum sind noch Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlagen in Form der Stadtmauer zu sehen. Zudem wird der um den Stadtkern verlaufene Wall, der mit 3,3 Kilometern Länge vollständig erhalten ist, noch heute von Spaziergängern und Joggern genutzt.

Der jüdische Friedhof

Erstmalig werden jüdische Einwohner der Stadt Duderstadt in einer Urkunde von herzog Heinrich II von Braunschweig aus dem Jahr 1314 erwähnt. Die Duderstädter Juden hatten eine Synagoge und laut Hans Heinrich Ebelings Aufsatz "Duderstadt", erschienen in Herbert Obenhaus' Historisches Handbuch der Jüdischen gemeinden in Niedersachsen und Bremen, idt davon auszugehen, dass es auch einen jüdischen Friedhof gegeben haben muss.

Im Oktober 1867 wurde ein jüdischer Friedhof an der Kreuzung Northeimer Straße und Am Gänseweg hinter dem heutigen Martini-Krankenhaus am Sulbig-Bach angelegt. Da es nach jüdischem Brauch nicht üblich ist, eine Grabstelle mehrmals zu nutzen, wurde 1870 die Vergrößerung des jüdischen Friedhofes beschlossen. Im gleichen Jahr durfte die Fläche auch eingefriedet werden, so dass kein Vieh, wie bisher, auf dem Friedhof weiden konnte.

1942 wurde der Friedhof durch die Nationalsozialisten eingeebnet. Die Steine sollen zum Bau eines Luftschutzbunkers am Platz der abgebrannten Synagoge verwendet worden sein.

Außenlager der Konzentrationslagers Buchenwald

Auf dem Euzenberg bestand vom 4. November 1944 bis zum 5. April 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Daran erinnert die Stadt Duderstadt mit einem Gedenkstein. Während dieser Zeit verstarben auf dem Euzenberg vier Frauen und ein Neugeborenes.

West-Östliches Tor

das West-Östliche Tor‎ ist ein Denkmal auf dem Kutschenberg.

Bahnhof Duderstadt

Einst Anlaufstelle für viele Eichsfelder, jetzt privat genutzt: der Duderstädter Bahnhof.

Bis 1974 rollte der Personenverkehr, bis Ende 1994 fuhren Güterwaggons. Seitdem fristet der Duderstädter Bahnhof – was den amtlich öffentlichen Charakter angeht – ein Schattendasein. Ändern will das Hans Georg Näder, Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe Otto Bock: Zwei Kinderarztpraxen sollen im denkmalgeschützten Gebäude eingerichtet werden.

In der Pressekonferenz zur der Buchvorstellung zum Masterplan Duderstadt 2020 im Rathaus (Duderstadt) kündigte Näder das Vorhaben an. Die Vertragsunterzeichnung für den Erwerb der Immobilie stehe unmittelbar bevor, erläuterte der Firmeninhaber. Zwei Praxen für die in Duderstadt ansässigen Kinderärzte sollen im ehemaligen Bahnhof eingerichtet werden und eine Pizzeria im Gebäudekomplex bestehen bleiben. 1,5 Millionen Euro Investitionssumme für das Objekt nannte Näder auf Tageblatt-Nachfrage.

Der Backsteinbau des Bahnhofs samt angebautem Güterschuppen wurde in den vergangenen Jahrzehnten privat und gewerblich genutzt. Unter anderem war dort ein Getränkemarkt untergebracht. Besitzer des Bahnhofsgebäudes, in dem sich auch zwei Wohnungen befinden, ist seit 1980 ein Ehepaar aus Duderstadt. Seit 1981 ist das Gebäude als Einzeldenkmal deklariert. Als Vermarkter trat jetzt die Sparkasse Duderstadt auf, ist einem Schild am Bahnhofsfenster zu entnehmen.

Viele Duderstädter und Eichsfelder verbinden mit dem Duderstädter Bahnhof ein Stück Eisenbahngeschichte. Der Bahnhof wurde im Jahr 1889 mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Duderstadt-Wulften eröffnet und war Anlaufpunkt für Tausende von Menschen. „Der erste Zug fuhr am 31. Oktober um 10.38 Uhr“, berichtet Eisenbahnkenner Gerhard Hülfenhaus aus Duderstadt.

Am 25. Mai 1974, so der Vorsitzende des Eichsfelder Eisenbahnclubs, sei mit der Fahrt des letzten Schienenbusses der Personenverkehr auf der Strecke Duderstadt-Wulften eingestellt worden. Bis Ende 1994 habe es noch Güterverkehr gegeben. Nur noch einmal, am 9. und 10. September 1989, seien Dampfzüge in Duderstadt eingerollt. Zum 100-jährigen Bestehen der Strecke hätten der Eisenbahnclub und die Gemeinde Wulften Sonderfahrten arrangiert.

Bis vor einigen Jahren lagen am Duderstädter Bahnhof, ebenso wie an anderen Stellen der Bahnstrecke nach Wulften, noch Gleise. Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989 flammten Hoffnungen auf, die Strecke ins Obereichsfeld wieder in Betrieb nehmen zu können. Doch sie zerschlugen sich.


Hans Georg Näder kauft Duderstädter Bahnhof

Bis 1974 rollte der Personenverkehr, bis Ende 1994 fuhren Güterwaggons. Seitdem fristet der Duderstädter Bahnhof – was den amtlich öffentlichen Charakter angeht – ein Schattendasein. Ändern will das Hans Georg Näder, Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe Otto Bock: Zwei Kinderarztpraxen sollen im denkmalgeschützten Gebäude eingerichtet werden.

In der Pressekonferenz zur der Buchvorstellung zum Masterplan Duderstadt 2020 am Sonnabend im Rathaus kündigte Näder das Vorhaben an. Die Vertragsunterzeichnung für den Erwerb der Immobilie stehe unmittelbar bevor, erläuterte der Firmeninhaber. Zwei Praxen für die in Duderstadt ansässigen Kinderärzte sollen im ehemaligen Bahnhof eingerichtet werden und eine Pizzeria im Gebäudekomplex bestehen bleiben. 1,5 Millionen Euro Investitionssumme für das Objekt nannte Näder auf Tageblatt-Nachfrage.

Der Backsteinbau des Bahnhofs samt angebautem Güterschuppen wurde in den vergangenen Jahrzehnten privat und gewerblich genutzt. Unter anderem war dort ein Getränkemarkt untergebracht. Besitzer des Bahnhofsgebäudes, in dem sich auch zwei Wohnungen befinden, ist seit 1980 ein Ehepaar aus Duderstadt. Seit 1981 ist das Gebäude als Einzeldenkmal deklariert. Als Vermarkter trat jetzt die Sparkasse Duderstadt auf, ist einem Schild am Bahnhofsfenster zu entnehmen.

Viele Duderstädter und Eichsfelder verbinden mit dem Duderstädter Bahnhof ein Stück Eisenbahngeschichte. Der Bahnhof wurde im Jahr 1889 mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Duderstadt-Wulften eröffnet und war Anlaufpunkt für Tausende von Menschen. „Der erste Zug fuhr am 31. Oktober um 10.38 Uhr“, berichtet Eisenbahnkenner Gerhard Hülfenhaus aus Duderstadt.

Am 25. Mai 1974, so der Vorsitzende des Eichsfelder Eisenbahnclubs, sei mit der Fahrt des letzten Schienenbusses der Personenverkehr auf der Strecke Duderstadt-Wulften eingestellt worden. Bis Ende 1994 habe es noch Güterverkehr gegeben. Nur noch einmal, am 9. und 10. September 1989, seien Dampfzüge in Duderstadt eingerollt. Zum 100-jährigen Bestehen der Strecke hätten der Eisenbahnclub und die Gemeinde Wulften Sonderfahrten arrangiert.

Bis vor einigen Jahren lagen am Duderstädter Bahnhof, ebenso wie an anderen Stellen der Bahnstrecke nach Wulften, noch Gleise. Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989 flammten Hoffnungen auf, die Strecke ins Obereichsfeld wieder in Betrieb nehmen zu können. Doch sie zerschlugen sich.

Autokennzeichen DUD

Schon in Kürze werden Autokennzeichen mit den drei Großbuchstaben DUD im Straßenbild nichts Ungewöhnliches mehr sein. Rund 400 Fahrzeughalter aus dem Untereichsfeld haben sich bei der Zulassungsstelle bereits registrieren lassen, um ihr Auto umzumelden. Mitte November 2012 werden die ersten Schilder geprägt.

GÖ oder DUD: Ann Kathrin Wucherpfennig überlegt noch, ob sie ihr Auto ummeldet. (Thiele)

Nachdem am 01.11.2012 dieses Jahres die geänderte Fahrzeug-Zulassungsverordnung in Kraft getreten ist, sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Wiedereinführung der ehemaligen Autokennzeichen erfüllt. Ebenso wie Anne Neumann vom Niedersächsischen Verkehrsministerium geht auch Marcel Riethig vom Landkreis Göttingen davon aus, dass schon in wenigen Tagen das Bundesverkehrsministerium grünes Licht für die Zulassung der Altkennzeichen gibt.


Die Betreiber und Mitarbeiter von Firmen, die Autokennzeichen prägen, seien auf das Comeback der alten Kennzeichen eingestellt. Am Carcenter in Duderstadt sind es die Firmen Lautenbach und Kroschke.


Bei der Zulassungsstelle in Duderstadt haben die Mitarbeiter bis 06.11.2012, Stand 12.30 Uhr, 344 Registrierungswünsche verzeichnet, bei der Zulassungsstelle in Hann. Münden waren es 276 Anfragen beziehungsweise Anmeldungen für die „Umkennzeichnung“, wie es im Fachjargon heißt. Bei der Ummeldung kommen auf die Fahrzeughalter 40 Euro Gebühren plus Kosten für das Herstellen und Prägen der neuen Nummernschilder hinzu.


Mitbringen müssen die Fahrzeughalter neben Ausweispapieren auch Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief sowie Daten über die Konto-Verbindung, die für die Kfz- Steuer notwendig sind.


Im Bundesland Niedersachsen gibt es nach Angaben des Verkehrsministeriums zehn Bewerbungen von ehemaligen Kreisstädten, die ihr altes Kennzeichen wieder einführen wollen.


Neben Norden (NOR) und Bremervörde (BRV) im nördlichen Bereich hat auch Rinteln (RI) den Antrag gestellt. In Südniedersachsen werden neben den Altkennzeichen für Duderstadt und Hann. Münden folgende Autonummern wieder häufiger auftauchen: ALF (Alfeld) EIN (Einbeck), GAN (Bad Gandersheim), BRL (Braunlage) und CLZ (Clausthal-Zellerfeld).

  • Quelle: Eichsfelder Tageblatt 08.11.2012

Literatur

Giuseppe Chiampo, Überleben mit Stift und Papier. Aus dem Tagebuch eines Italienischen Militärinternierten im Zweiten Weltkrieg in Hilkerode/Eichsfeld. Herausgegeben für die Geschichtswerkstatt Duderstadt von Günther Siedbürger 2004.

Christoph Lerch, Duderstädter Chronik. Von der Vorzeit bis zum Jahre 1973. Stadt und Ortsrat Duderstadt 1979.

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