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Duderstadt ist eine Stadt im Landkreis Göttingen im südöstlichen Niedersachsen.
Aktuell
- Am 22. November 2009 kam es zu einer Bürgerbefragung in Duderstadt. Die Duderstädter sollten darüber abstimmen, ob die Fußgängerzone in der Brehemstadt erhalten bleiben soll oder nicht.
Personen und Organisationen
Kirchen
Schulen
Kindergärten
Das Heimatmuseum
Eine Ausstellung zur Heimatentwicklung und Geschichte des Handwerks im Eichsfeld ist im Heimatmuseum an der Oberkirche zu sehen.
Das Bersten einer Wasserleitung am 10. Januar 2009 im Obergeschoss hat das Duderstädter Heimatmuseum stark beschädigt. In dem historischen Fachwerkgebäude stand das Wasser in mehreren Etagen auf dem Fußboden, Lehmdecken sind herabgestürzt. Die Feuerwehr war in der Nacht zu Sonntag mehrere Stunden mit der Rettung der Exponate beschäftigt.
Das Wasser war bereits die Fassade hinunter gelaufen, als die Einsatzkräfte eingetroffen sind. Am Sonntagmorgen um 2.14 Uhr hatten die Alarmglocken bei der Feuerwehr geschrillt, nachdem Wasser in die Brandmeldeanlage des Heimatmuseums eingedrungen war.
Statt des erwarteten Brandes seien die Einsatzkräfte der Duderstädter Feuerwehr dann mit großen Mengen Wassers konfrontiert gewesen. Mehrere 10000 Liter sind ausgetreten.
Nachdem sie die Hauptleitung abstellen werden konnte, war die Polizei mehrere Stunden mit der Rettung der Exponate beschäftigt gewesen.
Die Sulbergswarte
Als ein Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlagen ist die Sulbergswarte nördlich von Duderstadt erhalten. Der restaurierte Wachturm stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Gut Herbigshagen
Drei Kilometer nordöstlich von Duderstadt befindet sich seit 1994 der Sitz der Heinz Sielmann Stiftung, Gut Herbigshagen. Das Gut liegt auf einer mittelalterlichen Wüstung und beherbergt ein Naturerlebniszentrum.
Heinz Sielmann Stiftung im InternetSielmann Rocks HSR !!!! the best
Stadtarchiv Duderstadt
In Duderstadt befindet sich am Wall das Stadtarchiv Duderstadt. Es beherbergt Bestände, also Bücher, Urkunden, Dias und Bilder vom frühen Mittelalter bis heute.
Vereine
Stadtgliederung
15 Ortsteile (Kernstadt und 14 Dörfer: Breitenberg, Brochthausen, Desingerode, Esplingerode, Fuhrbach, Gerblingerode, Hilkerode, Immingerode, Langenhagen, Mingerode, Nesselröden, Tiftlingerode, Werxhausen und Westerode)
Adresse der Stadtverwaltung
Worbiser Str. 9, 37115 Duderstadt
Bürgermeister
Wolfgang Nolte (CDU)
Geografie
Duderstadt liegt in Südniedersachsen, nahe der Grenze zu Thüringen. Die Stadt ist Teil des Untereichsfeldes im südlichen Harzvorland. Etwa 10 Kilometer südöstlich von Duderstadt beginnt das thüringische Ohmgebirge, 20 Kilometer im Nordosten liegt der Harz.
Wappen
Das Duderstädter Wappen zeigt zwei übereinander angeordnete goldene Löwen mit blauen Zungen auf rotem Grund. Es geht zurück auf das Siegel des damaligen Landesherrn Albrechts I. von Braunschweig. Das Wappen blieb auch nach dem Übergang der Stadt in Mainzer Landesherrschaft um die Mitte des 14. Jahrhunderts bestehen. Die Stadtfarben sind Blau und Gold.
Geschichte
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Duderstadt auf einem Schriftstück vom 16. September 929. 974 gelangte der Ort an das Stift Quedlinburg, das ihn 262 Jahre lang verwaltete. 1237 erhielt Landgraf Heinrich Raspe von Thüringen Duderstadt als Lehen, 10 Jahre später Otto das Kind, ein Enkel Heinrichs des Löwen. Duderstadt ging an Braunschweig. Ein Jahrhundert lang blieb Duderstadt unter Herrschaft der Welfen. Das Stadtrecht erhielt Duderstadt um das Jahr 1250.
Zwischen 1334 und 1366 ging Duderstadt schrittweise an die Erzbischöfe von Mainz, die 450 Jahre lang die Herrschaft inne hatten. Um das Jahr 1400 konnte Duderstadt ein Territorium mit 16 Dörfern erwerben. Mit etwa 4000 Einwohnern war die Stadt zu diesem Zeitpunkt fast so groß wie Hamburg. Nach 1450 nahmen die Einwohnerzahlen ab, die Finanzlage wurde schwieriger. Noch heute wird das Stadtbild durch etwa 400 mittelalterliche Fachwerkbauten geprägt.
1573 beschloss der Rat der Stadt Duderstadt eine Apotheke zu errichten. Das Gebäude wurde in der Hohen Straße, der heutigen Apothekenstraße errichtet. Wegen der Zeichen am Haus nannten die Duderstädter diese Apotheke Schwanapotheke. Im Rahmen der großen Pestepidemie 1682/83 wurde eine zweite Apotheke gebaut. Und auch sie wurde nach dem Zeichen am Haus benannt. Die Löwenapotheke.
Im Jahr 1979 konnten die Duderstädter das Jubiläum zu 1050 Jhre Duderstadt feiern.
Die Sage um die Namensgebung der Stadt
Der Name Duderstadt soll laut einer Legende zurückgehen auf den Streit der drei Brüder, die die Stadt gebaut hatten. Da sie sich nicht einigen konnten, welcher den Namen wählt, sondern jeder dem anderen sagte, „Gib Du der Stadt den Namen“, sollen die drei sich auf Duderstadt geeinigt haben.
Der Westerturm und die Sage darum
Das Wahrzeichen der Stadt ist der 1424 erbaute Westerturm mit seiner berühmten Spitze. Die aufgrund eines Baufehlers entstandene Drehung der Balken ist bis heute sagenumwoben: Laut der Legende habe der mit dem Bau beauftragte Architekt, der in Zeitnot geraten war, einen Vertrag mit dem Teufel abgeschlossen, nach dem dieser das Dach fristgerecht fertig stellen sollte. Als Entlohnung würde er die Seele des Architekten erhalten. Doch dieser übergab erfüllte seinen Part des Vertrages nicht. In seinem Zorn darüber habe der Teufel das Dach bei der Spitze gepackt und sich darum geschwungen. Seither seien die Balken gebogen.
Tatsächlich ist die charakteristische Drehung des Turmes auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen.
Der Westerturm ist zu einem Teil begehbar. Mit dem gläsernen Bachmannschen Haus bildet er ein Museums-Ensemble am westlichen Eingang der Fußgängerzone.
Das historische Rathaus
Das Fachwerkgebäude im Stadtzentrum soll um 1229 errichtet worden sein, 1673 erhielt es durch einen Anbau seine heutige Form. In seinen Räumen kann die Salzkammer besichtigt werden, in der sich eine Sammlung alter Schriftstückebefindet. Im Keller ist eine Folterkammer untergebracht. Das von verschiedenen baulichen Epochen zeugende Duderstädter Rathaus zählt zu den touristischen Attraktionen des Ortes, da zu jeder ungeraden Stunde der "Anreischke", das "Maskottchen" der Stadt, seinen Kopf aus dem Fenster streckt.
Die Stadtmauer und der Stadtwall
Rings um Duderstadt herum sind noch Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlagen in Form der Stadtmauer zu sehen. Zudem wird der um den Stadtkern verlaufene Wall, der mit 3,3 Kilometern Länge vollständig erhalten ist, noch heute von Spaziergängern und Joggern genutzt.
Der jüdische Friedhof
Erstmalig werden jüdische Einwohner der Stadt Duderstadt in einer Urkunde von herzog Heinrich II von Braunschweig aus dem Jahr 1314 erwähnt. Die Duderstädter Juden hatten eine Synagoge und laut Hans Heinrich Ebelings Aufsatz "Duderstadt", erschienen in Herbert Obenhaus' Historisches Handbuch der Jüdischen gemeinden in Niedersachsen und Bremen, idt davon auszugehen, dass es auch einen jüdischen Friedhof gegeben haben muss.
Im Oktober 1867 wurde ein jüdischer Friedhof an der Kreuzung Northeimer Straße und Am Gänseweg hinter dem heutigen Martini-Krankenhaus am Sulbig-Bach angelegt. Da es nach jüdischem Brauch nicht üblich ist, eine Grabstelle mehrmals zu nutzen, wurde 1870 die Vergrößerung des jüdischen Friedhofes beschlossen. Im gleichen Jahr durfte die Fläche auch eingefriedet werden, so dass kein Vieh, wie bisher, auf dem Friedhof weiden konnte.
1942 wurde der Friedhof durch die Nationalsozialisten eingeebnet. Die Steine sollen zum Bau eines Luftschutzbunkers am Platz der abgebrannten Synagoge verwendet worden sein.
Außenlager der Konzentrationslagers Buchenwald
Auf dem Euzenberg bestand vom 4. November 1944 bis zum 5. April 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Daran erinnert die Stadt Duderstadt mit einem Gedenkstein. Während dieser Zeit verstarben auf dem Euzenberg vier Frauen und ein Neugeborenes.
Literatur
Giuseppe Chiampo, Überleben mit Stift und Papier. Aus dem Tagebuch eines Italienischen Militärinternierten im Zweiten Weltkrieg in Hilkerode/Eichsfeld. Herausgegeben für die Geschichtswerkstatt Duderstadt von Günther Siedbürger 2004.
Christoph Lerch, Duderstädter Chronik. Von der Vorzeit bis zum Jahre 1973. Stadt und Ortsrat Duderstadt 1979.
Links
Duderstadt im Internet
Galerie
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Blick auf die Servatius-Kirche
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