Eckhard Fascher

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eckhard Fascher

Eckhard Fascher kandidiert 2008 um ein Mandat im niedersächsischen Landtag. Er ist Direktkandidat der Partei Die Linke für den Wahlkreis 15.

Der Sozialwissenschaftler lebt in Göttingen.

Geboren in Marburg und aufgewachsen in Kassel-Calden studiert Fascher nach dem Abitur Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Politik. Seine Dissertation befasst sich mit „modernisiertem Rechtsextremismus“. Es folgen verschiedene wissenschaftliche Tätigkeiten – unter anderem für den Göttinger Verein für Umwelt und Konfliktforschung.


Fascher engagiert sich ehrenamtlich für ein Hilfsprojekt in Äthiopien und leistete mehrere Jahr lang Arbeit als Entwicklungshelfer in Mosambik.


Politisch aktiv ist Fascher seit seinem 18. Lebensjahr. Er wird Grüner und vertritt die damalige Umwelt- und Friedenspartei von 1981 bis 1984 im Kasseler Kreistag. Das Studium treibt ihn nach Göttingen – seit 1985 gehört er mit Unterbrechungen auch hier dem Grünen Kreisvorstand an. 13 Jahre später aber kehrt er der Partei den Rücken zu – und schließt sich der PDS an. Militäreinsätze im Ausland, Kompromisse in der Regierungsarbeit statt Basisdemokratie und dann Hartz IV – „die Partei hatte sich immer mehr verändert, es ging dann einfach nicht mehr“, begründet Fascher seinen Wechsel.


Inzwischen ist der Fraktionsvorsitzender der Linken im Göttinger Kreistag und kümmert sich um die Fachausschüsse für Finanzen, Gleichstellung, Umwelt, Kultur sowie Wirtschaft-Bauen. Der Kommunalpolitiker ist außerdem Kreissprecher seiner Partei und Vorstandsmitglied des Rosa-Luxemburg-Bildungswerkes Niedersachsen. Der Sozialwissenchaftler engagiert sich ehrenamtlich im Haus der Kulturen und arbeitet für den Verein Göttinger Wissenschaftler, für den er unter anderem das „Institut für Forschung und Bildung – Frieden, Umwelt und globale Gerechtigkeit“ aufbaut.


Politische Ziele

"Ich stehe für soziale Gerechtigkeit und ökologische Inhalte“, beschreibt Eckhard Fascher den Leitgedanken seiner politischen Ziele. Unsozial sei es, dass viele Arbeitslose durch Hartz IV auch noch bestraft und viele Arbeitnehmer schlecht entlohnt werden. Es sei „ein Skandal“, dass die Lehrmittelfreiheit in Niedersachsen abgeschafft wurde. Denn in einer sozialen Gesellschaft müssten Familien mit Kindern besonders gefördert werden – durch einen absolut freien Zugang zu Bildung bis hin zu kostenlosem Schulessen. Und die integrierte Gesamtschule sollte Regelschule werden. Mit Blick auf eine nachhaltige Umweltpolitik will sich Fascher auf Landesebene auch für bessere Angebote im öffentlichen Personennahverkehr einsetzen. Und mit einer gezielten Flächenplanung könne eine „Struktur der Erreichbarkeit“ entstehen, die Märkte auf der grünen Wiese und die alleinige Nutzung von Autos überflüssig mache.


  • Quelle: Uli Schubert, "ich will die Gesellschaft verändern", Göttinger Tageblatt, 8. Januar 2008.


Aktuelles

Im Wahlkreis 15 Duderstadt tritt der heute 50-jährige Fascher als Direktkandidat für die Landtagswahl 2013 an.

  • Quelle: Gerald Kräft, "Linke wählen Direktkandidaten", Göttinger Tageblatt, 10. Juli 2012.

Links