Edward Teller

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Edward Teller (* 15.01.1908 in Budapest; † 09.09.2003 in Stanford/CA) war ein ungarisch-amerikanischer Physiker. Der aktive Anti-Kommunist und Anti-Faschist gilt als "Vater der Wasserstoffbombe".

Frühe Jahre in Deutschland und Göttingen

U.a. wegen diskriminierender Zulassungsbeschänkungen für jüdische Studierende um seinerzeitigen Ungarn begann Teller 1926 an der Technischen Hochschule Karlsruhe Chemieingenieurwesen zu studieren. Er ging dann zum Physikstudium nach München und wurde 1930 bei Werner Heisenberg in Leipzig promoviert.

Etwa 1926/27 arbeitete er zwei Jahre an der Georg-August-Universität Göttingen. tätig. Er arbeitete mit James Franck, Hertha Sponer und Arnold Eucken zusammen. Er lernte in Göttingen auch Robert Oppenheimer kennen.

1934 verließ Teller Deutschland in Richtung England und später Kopenhagen, um bei Niels Bohr zu arbeiten. 1935 emigrierte Teller in die USA, deren Bürger er 1941 wurde.

Wissenschaftliche Bedeutung

Lt. Zusammenfassung bei wikipedia lag Tellers bedeutendste Arbeit in der Erklärung des Jahn-Teller-Effekts. Auch entwickelte er die BET-Theorie mit sowie mehrere weitere wichtige physikalische Theorien weiter.

Militärische Atomforschung

1942 wurde Teller von Robert Oppenheimer in die Planungen zum Manhattan-Projekt einbezogen. Er war dann in der Abteilung für theoretische Physik des Los Alamos-Labors tätig. Dort setzte sich schon vor Bau der Spaltungsbombe für den Bau von Wasserstoffbomben ein. Ab 1946 war Teller dann Professor an der Universität von Chicago. 1950 kehrte er nach Los Alamos zurück, als die Arbeiten an der US-Wasserstoffbombe nach seinen Plänen aufgenommen wurden. 1951 entwickelte er zusammen mit Ulam das Teller-Ulam-Design für eine Wasserstoffbombe, das dann 1952 erfolgreich umgesetzt wurde.

Kontroversen

Teller zeichnete eine schwierige Persönlichkeit aus. Über den persönlichen Bereich ragte sein Beitrag dazu heraus, dass Oppenheimer 1954 auf dem Höhepunkt der McCarthy-Ära die Sicherheitsstufe zur militärischen Atomforschung entzogen wurde. Teller näherte sich in Folge von Anfeindungen innerhalb der Wissenschaftlergemeinde danach immer stärker einflussreichen, extrem konservativen US-Kreisen.