Feridoon Ahmadi-Marwi

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Feridoon Ahmadi-Marwi

Feridoon Ahmadi-Marwi ist Diplom-Wirtschaftingenieur. Der gebürtige Iraner setzt sich für die Integration vom Migranten in Göttingen-Grone ein. Dafür wurde er im November 2009 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Er zeigt uns, wie Integration gelingt“

„Das ist eine große Ehre für mich und meine Familie“, sagte Feridoon Ahmadi-Marwi, nachdem Dagmar Schlapeit-Beck, Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland angesteckt hatte. Die Auszeichnung war dem gebürtigen Iraner von Bundespräsident Horst Köhler auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministerpräsidenten für seine jahrelangen Bemühungen um die Integration von Migranten verliehen worden. Besonders im Göttinger Stadtteil Grone wirkte der Diplom-Wirtschaftsingenieur Ahmadi-Marwi in zahlreichen Organisationen und Insitutionen mit. Schlapeit-Beck lobte Ahmadi-Marwis jahrelanges Eintreten für Demokratie und Integration: „Ahmadi-Marwi ist jemand, der zeigt, wie Integration gelingen kann, ohne die persönliche oder kulturelle Identität zu verlieren.“ Der Sohn des Geehrten, Parsa Ahmadi-Marwi, nannte seinen Vater einen „echten 68er“, der aber nie auf seinen politischen Ansichten stehengeblieben sei, sondern sich immer weiterentwickelt und selbst hinterfragt habe. 1962 war Ahmadi-Marwi zum ersten Mal nach Deutschland gekommen. Er absolvierte eine Lehre zum Maschinenschlosser und studierte später in Karlsruhe und Göttingen. 1987 musste Ahmadi-Marwi den Iran aus politischen Gründen verlassen und lebt seitdem mit seiner Familie in Göttingen-Grone.

  • Quelle: Göttinger Tageblatt vom 24. November 2009, "Er zeigt uns, wie Integration gelingt" von Christian Röther.