Ferna

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Einwohnerzahl : 582

Am 19. Juli 1090 übereignete Erzbischof Ruthard von Mainz bei der Stiftung des Klosters Lippoldsberg diesem unter anderen Besitzungen den Zehnten in „Vernithe„ Dieses Datum wird als geschichtliche Ersterwähnung von Ferna angenommen.

Am 06. Januar 1204 verkaufte das Kloster Lippoldsberg dem Kloster Pöhlde den Zehnten in der Pfarrei Teistungenburg und in Dörfern Vernada, Jeckendorf, Teistungen und Wintzingerode.

Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert unterstand Ferna dem vom Westernhagenschen Gericht, dessen Sitz sich in Berlingerode befand.

Die Katholische Pfarrkirche, welche dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht wurde, ist im Jahre 1736 neu erbaut an Stelle der alten baufälligen Kirche. Die Weihe der Kirche erfolgte im Oktober 1739 durch Weihbischof Christoph Ign. von Gudenus aus Erfurt. Patronat vor 1610 derer von Westernhagen.

Ferna liegt am Fuße des Ohmgebirges. Der Ort war einst bekannt durch seine Müllerschen Ziegelei. Im Volksmund wurde diese auch „Auf der Hütten„ genannt.

Der Ort Ferna und seine Einwohner werden auch als „Fernsche Pieper„ bezeichnet. Der Name entstand durch folgende Geschichte :

„Als der Nachtwächter nachts noch durch das Dorf zog, blies er um zehn, um zwölf um zwei und um vier in sein Tutehorn. Nun war es so, dass der Nachtwächter von Ferna ein neues Tutehorn brauchte. Jedoch war das Geld sehr knapp und reichte nicht für ein neues. So kam er zu dem Entschluss, kein neues Horn zu kaufen, sondern eine Pfeife. Da damals zu den Pfeifen „Piepen„ gesagt wurde, nannten die Bewohner der umliegenden Orte die Fernaer „Fernesche Pieper„, und das ist bis heute so geblieben.