Fleischerei Sebert

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Hermann Sebert


Eröffnet haben die Fleischerei Sebert die Eltern von Hermann Sebert 1948. 1973 musste der Vater aufgrund von Krankheit die Firma schließen. Der Sohn führte die Schweinezucht der Eltern weiter. Da das keine Familie ernährte, arbeitete er außerdem bei der Stadt. Geschlachtet wurde in Geismar nur noch für den eigenen Bedarf. Als nach der Wende die Preise für Schweine einbrachen, begannen Sebert und seine Frau Heidi Sebert mit der Direktvermarktung ihrer Produkte. Im Januar 1996 meldeten sie die Fleischerei erneut als Gewerbe an. Der Verkauf erfolgte anfangs in einem winzigen Raum, in dem keine drei Kunden Platz fanden. Viele mussten draußen vor der Tür warten, bis sie dran kamen. 2001 brannte ihr Betrieb in Geismar ab. Der Bestandsschutz erlosch. Sebert musste die strengen Auflagen für eine moderne Fleischerei erfüllen. Im Nachhinein erwies sich das als Vorteil. Für den alten Betrieb wäre es erheblich schwieriger gewesen, eine Zulassung der Europäischen Union zu erhalten. 2008 durchlief Sebert das Verfahren. Selbst in seiner modernen Fleischerei musste er noch einmal 20000 Euro investieren. Um den Betrieb auszulasten, richtete die Firma 2002 in Rosdorf und 2007 in Weende eine Filiale ein.

Hermann Sebert bekommt sein Fleisch nicht von Großschlachtereien und Zerlegebetrieben, die Tiere aus ganz Deutschland verarbeiten. Sebert züchtet in Beienrode selbst Ferkel und mästet sie. Die übrigen Schweine bezieht er von anderen Landwirten aus der Region. 4000 Schweine und 200 Rinder schlachtet er selbst im Jahr. Die Fleischerei Sebert betreibt nach eigenen Angaben in der Fäutlingsgasse 2 den letzten Schlachtbetrieb im Gebiet der Stadt Göttingen. Schweine werden dort dreimal in der Woche geschlachtet.

30 Mitarbeiter beschäftigt der Handwerksbetrieb. Er hat auch zwei Lehrlinge. Die Firmennachfolge ist geklärt. Tochter Nina Sebert hat ihre Meisterprüfung als Fleischerin bestanden und arbeitet mit ihrem Mann im elterlichen Betrieb mit.

Firmenporträt

Firmenporträt Sebert-Quelle: Wirtschaftsbeilage GT 2009