Franz Arnholdt

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Franz Arnholdt (1885-1951) war Verlagsleiter der Göttinger Druckerei- und Verlagsgesellschaft. Am 1. Januar 1885 in Leipzig-Plagwitz geboren, kam er im Jahre 1907 als Optiker bei der Firma Winkel nach Göttingen. Von 1919 bis 1933 war Arnholdt Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Göttingen und als solcher in der Gewerkschaftsbewegung sehr aktiv. Während der nationalsozialistischen Zeit politisch kaltgestellt, widmete er sich nach dem Zusammenbruch 1945 wieder der Kommunalpolitik und wurde schon im November dieses Jahres in dem von der britischen Besatzungsmacht ernannten Rat Ratsherr, dem er später als gewähltes Mitglied bis zu seinem Tod angehört hat. Im Jahre 1947/48 bekleidete er als Vertreter der damals stärksten Fraktion im Rat, der Sozialdemokratischen Partei, das Amt des Oberbürgermeisters. Der Heimgegangene erfreute sich seines bescheidenen, gerechten und pflichtbewußten Wesens halber weit über seine Partei hinaus größter Wertschätzung. Er hatte politische Gegner, doch keinen persönlichen Feind, war vielmehr allgemein geachtet.