Freiwillige Feuerwehr Bernshausen

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bernshausen um 1968

Die Freiwillige Feuerwehr Bernshausen wurde in ihrer heutigen Struktur am 19. Mai 1934 gegründet. Zu ihrem ersten Einsatz musste sie volle drei Jahre später ausrücken – im Nachbarort Wollbrandshausen.

Während des zweiten Weltkriegs mussten fehlende Einsatzkräfte mit Notdienstverpflichtungen ersetzt werden, Jungmädel wurden zum freiwilligen Dienst herangezogen. Ein Jahrzehnt später konnte nach langen Forderungen der Brandschützer ein neues Gerätehaus eingeweiht werden. 1965 wurde Heinz Bringmann Brandmeister. Ein automatischer Feueralarm – verbunden mit der Sirenenanlage im Schulgebäude – wurde im Jahr darauf installiert. Mit der Anschaffung eines Ford Transit Löschfahrzeugs ging für die Wehr 1972 ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Der Neubau des Feuerwehrhauses wurde Anfang der 80-er Jahre beschlossen. Bei der offiziellen Einweihung 1985 erhielt der jetzige Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Kasulke die Schlüssel aus den Händen des Samtgemeindebürgermeisters Bernward Heckerodt. In den Folgejahren traten nach langer Zeit erstmals wieder Frauen den freiwilligen Dienst an, die Jugendfeuerwehr wurde belebt.

Von großen Feuerkatastrophen blieb Bernshausen seit 1897 verschont. Damals hatte ein Brand dutzende Wohnhäuser, Nebengebäude und Scheunen in Schutt und Asche gelegt. Dass sich die Aufgaben der Feuerwehr mit der Zeit geändert haben, darauf weist Ortsbrandmeister Kasulke hin. Ursprünglich sei die Brandbekämpfung vorderste Aufgabe gewesen. Inzwischen würden jedoch Hilfeleistungen überwiegen. Dazu gehören Öleinsätze oder die Rettung von in Not geratenen Menschen am Seeburger See. Seit 2003 besitzt die Feuerwehr einen Rettungsschlitten. Ein Jahr zuvor hatte es einen tödlichen Unfall gegeben, als ein Schlittschuhläufer auf dünnem Eis eingebrochen war. Er konnte erst mit dem Göttinger Rettungshubschrauber tot geborgen werden.