Friedland

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Infobox

Friedland
Wappen Friedland.png
Wappen von Friedlind
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Schulen: Grundschule
Einwohner: 8854 (Stand: März 2007)
Postleitzahl: 37133
Vorwahl: 05504
Kfz-Kennzeichen:
Bürgermeister: Andreas Friedrichs (SPD)
Website: Friedland im Internet

Friedland ist eine Gemeinde im südlichen Niedersachsen. Sie liegt im südlichen Teil des Landkreises Göttingen und hat 14 Ortsteile.

Ortschaften der Gemeinde Friedland

Ballenhausen, Deiderode, Elkershausen, Friedland, Groß Schneen, Klein Schneen, Lichtenhagen, Ludolfshausen, Mollenfelde, Niedergandern, Niedernjesa, Reckershausen, Reiffenhausen, Stockhausen

Das Wappen

Auf silbernem Untergrund ist das dominierende Symbol auf dem Wappen der Gemeinde Friedland das Friedland-Mahnmal auf dem Hagenberg. Das Mahnmal ist rot, der Hagenberg grün dargestellt. Zentral auf der unteren grünen Fläche ist ein silberfarbenes Vierspeichenrad angeordnet.

Wappenerklärung

Das Vierspeichenrad ist das Symbol der Gerichtsbarkeit. Im Wappen steht es für den Bezirk des alten Amtes Friedland, das etwa den Bereich der heutigen Gemeinde Friedland umfaßt. Die Nachkriegsgeschichte der Gemeinde ist von den Flüchtlingsströmen aus Osteuropa geprägt. An das Grenzdurchgangslager Friedland, das heutige Integrationszentrum, und die Nachkriegsjahre erinnert das Friedland-Mahnmal, das häufig bei auf- oder untergehender Sonne in rötlicher Färbung zu sehen ist. Das Grenzdurchgangslager machte Friedland weltweit bekannt, so dass für den Namen der neuen Großgemeinde mit seien 14 Ortschaften Friedland gewählt wurde, obwohl der Ort Groß Schneen als Verwaltungssitz vorgesehen und festgesetzt wurde.

Die Symbole im Wappen vereinen somit die ältere und jüngere Geschichte der Großgemeinde Friedlands.

Geographie

Die Gemeinde Friedland liegt in Südniedersachsen, an der Südgrenze des Landkreises Göttingen im Länderdreieck Hessen, Thüringen und Niedersachsen. Die Gemeinde verfügt über eine gute Anbindung an das nationale und internationale Straßennetz. Die A 7 als wichtige Nord-Süd-Verbindung verläuft in unmittelbarer Nähe, mit Fertigstellung der A 38 hat die Gemeinde Anbindung an den Wirtschaftsraum Halle/Leipzig. Die durch die Gemeinde führende Bundesstraße 27 bietet Anbindung an Witzenhausen und die nahe gelegene Universitätsstadt Göttingen.

Die Topographie der Gemeinde ist durch die Leine und das waldreiche Leinebergland geprägt. Der überwiegende Teil der Ortschaften ist in der fruchtbaren Leineniederung angesiedelt. Zwei Drittel der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte

Im Jahr 1289 ist die Ortschaft Friedland erstmalig mit der Landesherrschaftliche Burg "Vredeland" erwähnt. Sie befand sich auf dem Burgberg bei Friedland und gab der Ortschaft ihren Namen. Die "Vredeland" wurde während des 30-jährigen Krieges zerstört. Die Ruine wurde 1743 größtenteils abgetragen und ihre Steine zum Bau des Amtshauses, des Schlosses (heute Kur- und Pflegeheim) und der Amtsmühle im Ort verwendet. Aufgrund Friedlands Lage im Leinetal und an der alten Hansestraße wurde der Ort 1852 Sitz des Amtsgerichtes.

Friedland erlangte nach dem Zweiten Weltkrieg weltweite Bekanntheit. Schnittpunkt der britischen, sowjetischen und amerikanischen Besatzungszonen, die heutigen Grenzen der Bundesländer, war das Gut Besenhausen. Hier kamen die Flüchtlinge und Heimkehrer über die Grenze. In Friedland wurde für sie ein Aufnahmelager, das Grenzdurchgangslager, heute Integrationszentrum, errichtet. Als Mahnung, Warnung und zum Dank wurde vom "Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermissten-Angehörigen" auf dem Hagenberg bei Friedland das Friedland-Mahnmal errichtet.

Die ehemals selbständigen Gemeinden Ballenhausen, Deiderode, Elkershausen, Friedland, Groß Schneen, Klein Schneen, Lichtenhagen, Ludolfshausen, Mollenfelde, Niedergandern, Niedernjesa, Reckershausen, Reiffenhausen und Stockhausen wurden 1973 durch das Gesetzt zur Neugliederung der Gemeinden im Kreis Göttingen zur Gemeinde Friedland zusammengeschlossen.


Grenzdurchgangslager Friedland

siehe: Grenzdurchgangslager Friedland

Heimkehrerkirche Friedland

siehe: St. Norbert-Kirche Friedland

Die Partnerstädte der Gemeinde

Die Gemeinde Friedland ist Partnergemeinde von sieben Städten und Gemeinden, die den Namen "Friedland" führen oder geführt haben. Erste Kontakte zwischen den heutigen Partnerstädten und -gemeinden wurde 1990 geknüpft. Jedes Jahr treffen sich alle Partnergemeinden an wechselnden Orten.

  • Frydlant nad Ostravici, Tschechien
  • Frydlant/Nordböhmen
  • Korfantow, Polen
  • Mieroszow, Polen
  • Prawdinsk, Russland, Oblast Kaliningrad

Vereine/Unternehmen

Jüngste Gemeinde

Unter allen größeren Städten in Niedersachsen hat Göttingen die jüngste Bevölkerung. Das Durchschnittsalter betrug nach einer jetzt veröffentlichten Vergleichsstudie des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) zum Stichtag 31. Dezember 2011 genau 41,8 Jahre.

Zum Vergleich: In Niedersachsen lag das Durchschnittsalter bei 43,8 Jahren. Die jüngste Gemeinde im Landkreis Göttingen ist Friedland mit einem Durchschnittsalter von 40,6 Jahren. Älteste Kommune ist Ebergötzen. Die Einwohner bringen es hier auf durchschnittlich 47,0 Jahre.

Älteste Bevölkerung in Osterode und Goslar

Die durchschnittlich älteste Bevölkerung lebt in den Kreisen Osterode (47,6) und Goslar (47,4 Jahre). Auch die Einwohner der Städte Oldenburg (42,5 Jahre), Osnabrück (42,9), Hannover (43,0), Braunschweig (43,7), Hildesheim (44,2), Wolfsburg (44,8) und Salzgitter (45,2) und Wilhelmshaven sind zum Teil deutlich älter als die Göttinger. Im Göttinger Umland liegt das Durchschnittsalter bei 44,4 Jahren. Im Schnitt jünger als die Göttinger sind nur die Einwohner der Kreise Cloppenburg und Vechta (jeweils 39,8 Jahre).

Höheres Durchschnittsalter auch in Göttingen

Die allgemeine Entwicklung hin zum höheren Durchschnittsalter ist an Göttingen aber ebenso wenig vorbeigegangen wie an allen anderen niedersächsischen Kommunen. 1990 betrug das Durchschnittsalter in der Stadt noch 38,8 Jahre, drei Jahre weniger als heute. Im Göttinger Umland ist die Differenz sogar noch größer. 1990 war die Bevölkerung im Schnitt 39,0 Jahre alt, 5,4 Jahre jünger als jetzt.

Quelle: Artikel von Matthias Brunnert im Göttinger Tageblatt vom 14. August 2013.

Weblinks