Friedrich Specht

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Friedrich Specht

Prof. Friedrich Specht war von 1970 bis 1994 Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendpsychatrie am Universitätsklinikum Göttingen. 2010 starb er im Alter von 85 Jahren.

Specht wurde am 3. Dezember 1924 in Emden geboren. Noch während der Wehrdienstzeit konnte er die ersten vorklinischen Semester Medizin in Berlin, Freiburg und Prag studieren. Nach der Entlassung aus amerikanischer Gefangenschaft setzte er das Medizinstudium in Göttingen fort. 1949 erhielt er die Approbation zum Arzt, ein Jahr später wurde er promoviert. 1970 nahm er den Ruf auf die neu eingerichtete Professur mit Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Göttingen an und leitete die Abteilung 24 Jahre lang.

Specht hat die im Jahr 1970 neu eingerichtete Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Göttingen von Anfang an bis 1994 geleitet und aufgebaut. Er zählte zu den Medizinern, die die Kinder- und Jugendpsychiatrie nach dem Zweiten Weltkrieg als eigenständiges Fachgebiet in der Bundesrepublik installiert haben. Für seine Verdienste um die Versorgung psychisch kranker und behinderter Kinder und Jugendlicher erhielt er 1985 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Im Bereich der Forschung lagen Spechts Schwerpunkte auf die Felder „Sonderpädagogik bei Behinderten“, „Erziehungsberatung“, „Jugendkriminalität und Jugendverwahrlosung“ sowie „Versorgungsforschung“. Als Mitglied der Sachverständigenkommission Psychiatrie-Enquete (1971 bis 1975) trug er zur Entwicklung einer modernen und menschenwürdigen Kinder- und Jugendpsychiatrie bei.