Fritz Röling

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"Der Rembrandt des Eichsfelds": Malereien von Fritz Röling im öffentlichen Raum. Hier im Hotel zum Löwen.

Der Duderstädter Fritz Röling war Maler und Künstler sowie Ehrenobermeister der Maler- und Lackierer-Innung Südniedersachsen. Er schuf sich mit zahlreichen Kunstwerken ein bildhaftes Andenken. Er lebte und arbeitete in der Christian-Blank-Straße.

Sein Leben

Fritz Röling wurde am 16. Juni 1924 in Duderstadt geboren. Er absolvierte im väterlichen Malerbetrieb eine Lehre.

1941 absolvierte er ein Semester an der Meisterschule für das gestaltene Handwerk in Hannover, bevor er eingezogen, sechsmal verwundet wurde und schließlich in Kriegsgefangenschaft landete.

Im Februar 1946 heiratete Röling Johanna Gut. Sie bekamen zwei Töchter.

Von 1946 bis 1948 setzte Röling die Meisterschule fort und wurde 1948 Malermeister.

Am 27. Februar 2011 starb Röling im Duderstädter Hollenbachstift mit 86 Jahren. Die jüngere Tochter arbeitete 40 Jahre lang mit ihrem Vater in der Malerwerkstatt und starb einen Tag vor ihm.

Sein Schaffen

Witz, Ironie, Sarkasmus und eine gehörige Prise Schalkhaftigkeit kennzeichneten einen Mann, der über Jahrzehnte hinweg zu den tragenden Säulen der Duderstädter Handwerkerschaft gezählt hat: Fritz Röling, lange Jahre Obermeister (später Ehrenobermeister) der Malerinnung, gehörte in der Brehmestadt zu jenen Menschen, „die man kennt“ - und schätzt. Jetzt ist er gestorben, aber nicht vergessen. Und dafür hat er selbst in mannigfaltiger Weise gesorgt. Er hat sich als Maler nicht nur darauf beschränkt, die klassischen Tätigkeiten seines Metiers auszufüllen, sondern er wandte sich ebenso einer eher künstlerischen Tätigkeit zu und malte diverse Räumlichkeiten aus – beispielsweise den Rats-Sitzungssaal, diverse Gaststätten, Privathäuser und nicht zuletzt auch Fabriken.

So schuf er beispielsweise sein eigenes Meisterstück in der Feilenfabrik, wo er 1948 in der ehemaligen Kantine drei Bilder mit heimatlichen Motiven gestaltete: Stadtkulisse Duderstadt, Seeburger See und Ansicht der Fabrik. Das Werk lobte den künftigen Malermeister so sehr, dass ihm der Prüfungsausschuss nicht nur den Meistertitel verlieh sondern, den auch noch mit der Note „sehr gut“ garnierte.

Ab diesem Zeitpunkt war die Schaffenskraft Rölings nicht mehr zu bremsen, und das wollte auch keiner. Vielmehr konnte er sich über viele Aufträge freuen, deren inhaltliches Spektrum sehr weit reichte. Von der Ausmalung der Bushaltestelle an der ehemaligen DDR-Grenze bis hin zur künstlerischen Gestaltung in der Assisi-Kapelle reichte das Spektrum.

Insgesamt waren es vorwiegend heimatliche Motive, denen sich Röling widmete – nicht selten aus dem Schützenwesen entliehen, dem er selbst seit 1949 als Mitglied der Duderstädter Schützengsellschaft angehörte. Zahlreiche Orden, Auszeichnungen und Ehrungen krönen sein Lebenswerk.