Gänseliesel-Märchen

Aus Wiki Göttingen
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ihre Existenz als Märchengestalt hat das Gänseliesel einem Schreibwettbewerb des Göttinger Tageblattes zu verdanken, den am 30. September 2001 die Adelebsenerin Sabine Lebensieg mit ihrer eigens für das Tageblatt ausgedachten Geschichte gewann.

Gänseliesel Göttingen

Göttingen und die Brüder Grimm, Göttingen an der Märchenstraße und seine Enzyklopädie des Märchens – mit diesen Themen beschäftigte sich im Frühjahr 2001 eine Serie des Tageblattes. Redakteur Jürgen Gückel fiel auf, dass zwar in vielen Märchenbüchern Fotos vom bronzenen Gänseliesel auf dem Markt zu sehen sind, ein gleichnamiges Märchen gab es aber nicht. Kann man ein Volksmärchen neu erfinden, fragte das GT den Märchenforscher Prof. Hans-Jörg Uther. Man kann.

Das Tageblatt schrieb einen Wettbewerb aus: 5000 Mark sollte erhalten, wer das schönste und künftig einzig wahre Gänseliesel-Märchen erfindet. Märchenforscher Uther gab Schreibhilfen, indem er erklärte, wie Märchen strukturiert sind, welche Ansprüche sie erfüllen müssen. Mehr als 300 Leser machten mit. Aus der Flut von Geschichten wählte die Jury schließlich das heute bekannte Märchen von Sabine Lebensieg heraus, das am 1. Oktober 2001 im GT gedruckt wurde und dessen Bühnenfassung durch das Göttinger Volkstheater am 28. Juli 2002 Weltpremiere hatte.

Das Gänseliesel-Märchen in gedruckter Form

Das Märchen ist 2002 auch als Buch mit Illustrationen von Kurt Rapp erschienen. Das 28-seitige Buch ist von zwei Seiten zu lesen: auf einer in Hochdeutsch, auf der anderen in plattdeutscher Sprache. Es ist im Tageblatt-Shop erhältlich

Weblinks