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Göttingen befindet sich im Süden [[Niedersachsen|Niedersachsens]]. Die [[Leine]] durchfließt die Stadt in Nord-Süd-Richtung. Während der nördlichste Stadtteil [[Weende]] vom gleichnamigen Fluss durchquert wird, fließt die [[Lutter]] durch mehrere nordöstliche Stadtgebiete und die [[Grone (Fluss)|Grone]] durch mehrere Bereiche im Westen. Der höchste Berg Göttingens ist die [[Mackenröder Spitze]] an der Ostgrenze des [[Göttinger Wald|Göttinger Waldes]].
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== Basisdaten ==
 
== Basisdaten ==

Version vom 26. Juni 2007, 19:48 Uhr

Wappen der Stadt Göttingen
Wappen des Landkreises Göttingen

Göttingen ist eine Stadt in Südniedersachsen. Neben der Kernstadt besteht sie aus 18 Stadtbezirken und neun Ortschaften.

Göttingen befindet sich im Süden Niedersachsens. Die Leine durchfließt die Stadt in Nord-Süd-Richtung. Während der nördlichste Stadtteil Weende vom gleichnamigen Gewässer durchquert wird, fließt die Lutter durch mehrere nordöstliche Stadtgebiete und die Grone durch mehrere Bereiche im Westen. Der höchste Berg Göttingens ist die Mackenröder Spitze an der Ostgrenze des Göttinger Waldes.

Basisdaten

Bundesland: Niedersachsen

Landkreis: Göttingen

Koordinaten: 51° 32' N, 9° 56' O bis 51° 32' N, 9° 56' O

Höhe: Der höchste Punkt des Stadtgebietes liegt 426 Meter über NN, der niedrigste Punkt 138 Meter über NN

Ausdehnung: 17,5 km (Ost-West) - 12,0 km (Nord-Süd)

Gesamtfläche: 11.728 ha, davon 2.225 ha Gebäude- und Freifläche, 1.085 ha Verkehrsfläche, 4.118 ha Landwirtschaftsfläche, 553 ha Erholungsfläche, 3.491 Waldfläche und 103 ha Wasserfläche. Göttingen verfügt über 115 ha Naturschutzgebiet. 7.236 ha sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Das Kerstlingeröder Feld (FFH-Gebiet) misst 197 ha. Die öffentlichen Grünflächen nehmen eine Fläche von 257 ha ein. Außerdem findet man 82 Naturdenkmäler

Einwohner: 129.686 (Stand: 2006).

Die Einwohnerzahl schwankt: 1396 lebten 6.000 Menschen in Göttingen, 1503 waren es nur noch 5.000 und 1600 4.000. 1700 sank die Einwohnerzahl auf 3.100. Mit der Gründung der Universität stieg sie allerdings bis in die 1990-er Jahre kontinuierlich. 1800 lebten bereits 10.000 Menschen im Stadtgebiet, 1900 hatte sich ihre Zahl auf 30.234 mehr als verdreifacht. 1910 wurden 37.598 Göttinger verzeichnet, 1935 41.514 und 1939 51.214 Einwohner. 1946 kam man auf 68.577 Personen, die im Stadtgebiet lebten, 1950 auf 78.680 Personen und 1961 bereits auf 80.373 Göttinger. 1964 wohnten 107.478 Menschen in der Stadt, 1970 108.991 Personen und 1973 119.914. 1980 wurden 128.654 Einwohner in der Universitätsstadt verzeichnet, 1990 waren es 131.620. 2006 sank die Zahl der Göttinger auf 129.686 Personen.

Bevölkerungsdichte: 1101 Einwohner je km²

Postleitzahlen: 37001–37085 (alt: 3400)

Kfz-Kennzeichen: GÖ

Gemeindeschlüssel: 03 1 52 012

Stadtgliederung: 18 Stadtbezirke und 9 Ortschaften

Adresse der Stadtverwaltung: Hiroshimaplatz 1-4, 37070 Göttingen

Klimatische Verhältnisse 2006

Der Temperaturmittelwert betrug 2006 9,6 Grad Celsius. Von 55 Sommertagen konnte man 13 als "heiße Tage" bezeichnen. Es gab 85 Frosttage und 15 Eistage. Insgesamt schien 1779 Tage die Sonne und an 168 Niederschlagstagen fielen 525 mm Regen.

Politik

Bundestag

Im Bundestag wird die Region durch die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD), Jürgen Trittin (Grüne) und Hartwig Fischer (CDU) vertreten.

Landtag

Im Niedersächsischen Landtag sitzen aus Göttingen die Abgeordneten Lothar Koch (CDU), Dr. Harald Noack (CDU), Fritz Güntzler (CDU) und Dr. Gabriele Andretta (SPD) sowie Stefan Wenzel (GRÜNE).

Stadtverwaltung

Oberbürgermeister: Wolfgang Meyer (SPD)

Bürgermeisterin: Katharina Lankeit (SPD)

Bürgermeister: Wilhelm Gerhardy (CDU)

Bürgermeister: Ulrich Holefleisch (Grüne)

Kommunalwahlergebnisse 2006

Bei einer Wahlbeteiligung von 41,8 % errang die Christlich Demokratische Union (CDU) 28,2 % der Wählerstimmen, die Sozialdemokratische Partei (SPD) kam auf 34,8 %, Bündins 90/Die Grünen kamen auf 20,8 %, die Freie Demokratische Partei (FDP) auf 8,8 %. 0,1% der Stimmen fiel auf den Einzekandidaten Bode, 0,6% auf Die Grauen und 6,8 % auf die Wählergruppe Göttinger Linke. Im Rat der Stadt Göttingen kann die SPD nach diesem Ergebnis 16 Sitze besetzen, die CDU hat 13 Sitze inne, die Grünen zehn Sitze, die FDP vier und die Göttinger Linke drei Sitze.

siehe auch Bürgermeister

Ratsmitglieder

Aufgrund der Kommunalwahl am 10.September 2006 sind die nachfolgend aufgeführten Damen und Herren für die Dauer von 5 Jahren (ab 1. November 2006) in den Rat der Stadt Göttingen gewählt worden:

SPD-Ratsfraktion (16 Sitze)

Tom Wedrins (Fraktionsvorsitzender),Mark-Mario Adam, Frank-Peter Arndt, Renate Bank, Helmi Behbehani, Gudrun Czech, Uwe Friebe, Martin Gilewski, Christian Henze,Dr. Klaus-Peter Hermann, Inse Janssen-Oldigs, Andreas Klatt, Stephan Klecha, Uta Kölz,Katharina Lankeit (Bürgermeisterin und Ratsvorsitzende),Prof. Dr. Fritz-Wilhelm Neumann

CDU-Ratsfraktion (13 Sitze)

Fritz Güntzler (MdL) (Fraktionsvorsitzender); Hans Otto Arnold,Hans-Henning Eilert, Brigitte Eiselt (Stellv. Ratsvorsitzende),Karl-Heinz Ernst,Gerda Fischer,Wilhelm Gerhardy (Bürgermeister),Dr. Thomas Häntsch,Pasquale Perriello, Jörg Rudolph ,Dr. Hans-Georg Scherer,Holger Welskop, Stefan Wittkop

Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion (10 Sitze)

'''Rolf Becker''' (Fraktionsvorsitzender), Bahman Ayegh, Ulrich Holefleisch (Bürgermeister),Michael Höfer, Marie Kollenrott, Sabine Morgenroth, Cosima Richter-Koch, Dr. Dagmar Sakowsky, Mehmet Tugcu, Frank Vaupel

FDP-Ratsfraktion (4 Sitze)

Wolfgang Thielbörger (Fraktionsvorsitzender), Michaela Klages, Benjamin Schröter, Karl Semmelroggen

GöLINKE-Ratsfraktion (3 Sitze)

Patrick Humke (Fraktionsvorsitzender), Petra Fuge, Helmhard Ungerer

siehe auch Rat, Geschäftsordnung, Verwaltungsausschuss

Stadtteile von Göttingen

Elliehausen

Geismar

Grone

Groß Ellershausen

Herberhausen

Holtensen

Nikolausberg

Ostviertel

Roringen

Weende

Geschichte

"Gutingi" ist das Dorf, auf das die heutige Stadt Göttingen zurückgeht. Zum ersten Mal wird "Gutingi" im Jahre 953 in einer Urkunde Kaiser Ottos I. erwähnt und ist bis ins siebte Jahrhundert nachzuweisen. Ein kleiner Bach namens "Gote" war Namensgeber für das Dorf, das sich am Ostrand des Leinetalgrabens in der Nähe der heutigen St. Albani-Kirche auf einem Hügel befand.

915 wurde eine frisch erbaute Burg, die später zur Pfalz Grona ausgebaut wurde, zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Noch heute erinnert der Stadtteilname "Grone" an dieses Kapitel der Geschichte. Im 13. Jahrhundert verlor die Pfalz ihre Funktion und wurde zur Burg der Herren von Grone ausgbaut. Die Göttinger zerstörten sie zwischen 1323 und 1329.

Heinrich der Löwe könnte für die Erlangung der Stadtrechte für Göttingens zwischen 1150 und 1200 verantworlich sein. Pfalzgraf Heinrich ist von 1201 bis 1208 als Stadtherr angegeben. Und auch die ersten Göttinger Bürger wurden zu dieser Zeit erwähnt. Allerdings war noch keine Rede von einer Reichsstadt, vielmehr war Göttingen den welfischen Herzögen von Braunschweig-Lüneburg unterworfen.

Zwischen 1351 und 1572 war die Stadt Mitglied in der Hanse, 1737 erfolgte die Gründung der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 1854 ist Göttingen an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Zu ihrer heutigen Ausdehnung gelangte die Universitätsstadt in den 1960-ern und 1970-er Jahren: 1963 wurde die Gemeinde Herberhausen eingegliedert, Ein Jahr später folgte die Eingliederungen der gemeinden Geismar, Grone, Nikolausberg und Weende. Seit 1973 gehören die Gemeinden Deppoldshausen, Elliehausen, Esebeck, Groß Ellershausen, Hetjershausen, Holtensen, Knutbühren und Roringen zum Stadtgebiet.

Eine umfangreiche Darstellung der Stadtgeschichte finden sich im Göttinger Stadtarchiv.

Wappen

Das älteste erhaltene Siegel der Stadt Göttingen stammt aus dem Jahr 1278 und dient als Vorlage für das Wappen. Der Löwe ist das Wappenbild der welfischen Herzöge und macht die ehemalige Zugehörigkeit Göttingens zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg deutlich. Durch die Türme und Mauern ist zu erkennen, dass Göttingen im Besitz der Stadtrechte war. Die Mauern werden durch einen silbern-weißen Bogen symbolisiert. Schwarz und Gold sind die Farben der Stadtflagge. Diese heute gültige Form wurde 1961 in der Hauptsatzung der Stadt festgelegt.

Bildung und Forschung

1737 wurde die Georgia Augusta, die Georg-August-Universität Göttingen, gegründet. Namensgeber und Gründer war Kurfürst Georg II. August von Hannover. Seither ist Göttingen als Studentenstadt bekannt. Der kulturelle und wirtschaftliche Einfluss, der von den in Göttingen ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen ausgeht, äußert sich u.a. im selbst gewählten Werbespruch "Stadt die Wissen schafft".

Zu Göttingens Bildungs- und Forschungseinrichtungen zählen unter anderem auch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, die Private Hochschule, diverse Max-Planck-Institute, fünf Gymnasien und zwei Gesamtschulen.

Felix-Klein-Gymnasium

Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Hainberg-Gymnasium

Hainbundschule

Max-Planck-Gymnasium

Montessori-Schule mit 120 Schülern (Stand 2006)

Otto-Hahn-Gymnasium

Theodor-Heuss-Gymnasium

Freie Waldorfschule Göttingen mit 426 Schülern (Stand 2006)


Insgesamt besuchten 2006 in Göttingen 16.634 Schüler Allgemeinbildende Schulen. Auf 19 Grundschulen sind 4.008 Schüler verteilt. 775 Schüler besuchen insgesamt drei Hauptschulen, 1.389 Schüler insgesamt drei Realschulen. 6.418 Schüler verteilen sich auf fünf Gymnasien. 426 Schüler besuchen eine der beiden Gesamtschulen. 164 Schüler besuchen das Abendgymnasium und 552 Schüler verteilen sich auf drei Förderschulen. 6.403 Schüler besuchen eine der Berufsbildenden Schulen.

Außerdem findet man in Göttingen die Staatliche Fachhochschule (HAWK) mit 1.347 Studenten, die Private Fachhochschule mit 186 Studenten und die Private Fachschule im DRK mit 144 Studenten.

Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung

In Göttingen finden sich sieben vom Land Niedersachsen anerkannte Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Außerdem 15 nicht-staatliche berufsbildende Schulen, darunter vier Schulen mit Schwerpunkt EDV-Ausbildung und vier Schulen mit Schwerpunkt Naturschutz. Es gibt 14 Berufsfachschulen für die Aus- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen, eine Berufsakademie, ein Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien, ein Studienseminar für den Grund-, Haupt- und Realschulbereich sowie vier Musikschulen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Theatern in Göttingen gehören das Deutsche Theater, das Junge Theater und das Theater im OP (das Theater im OP hat seinen Namen durch seine ehemalige Funktion als Operationsaal des Uniklinikums). Außerdem gibt es das Göttinger Volkstheater, die Theatervereinigung Domino, das Figurentheater Gingganz, das Buchfink-Theater und die Fusselbande. Drei Kinos verfügen insgesamt über 924 Plätze. Im Cinemaxx sind 1.712 Plätze auf neun Kinos verteilt. das Kommunale Kino Lumiére verfügt über 144 Plätze. Großveranstaltungen finden entweder in der Stadthalle oder in der Lokhalle, im Otto-Hahn-Zentrum, ihren Platz. Von der Goetheallee zieht sich über Prinzen- und Theaterstraße durch das Ostviertel bis hinauf zum Bismarckturm der Planetenweg.

Neben dem Städtischen Museum gibt es unter anderem auch die Kunstsammlung der Universität, das Bismarck-Häuschen am Wall und das Stadtarchiv.

Wahrzeichen der Stadt Göttingen ist das Gänseliesel am Markt. Unter jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die ihre Doktorprüfung bestanden haben, ist es Brauch, das Liesel zu küssen. Auf dem Markt ist auch das Alte Rathaus zu finden, das ab 1270 erbaut wurde und bis 1978 Sitz des Rates und der Verwaltung war. Mitten in der Göttinger Innenstadt zieht der Wilhelmsplatz, mit großem Aufwand restauriert, die Blicke der Touristen auf sich. Er wurde nach König Wilhelm IV. benannt, dem letzten gemeinsamen Herrscher von Großbritannien und Hannover (1830-1837). Auf der Südseite ist das von Ernst von Bandel entworfene Standbild des Königs zu sehen. Das von Wilhelm IV. gestiftete Aulagebäude bestimmt optisch die Nordseite. Der "Willi" ist ein beliebter Aufenthaltsplatz der Göttinger Jugend.

Bekannte Göttinger

Politiker:

Dr. Gabriele Andretta

August Beuermann

Wolfgang Meyer

Thomas Oppermann

Jürgen Trittin [1]

Rita Süßmuth [2]

Reinhard Schermann

Tom Wedrins

Inge Wettig-Danielmeier [3]


Wissenschaftler:

Wilhelm Eduard Albrecht

Max Born

Friedrich Christoph Dahlmann

Manfred Eigen

James Franck

Georg Gottfried Gervinius

Maria Goeppert-Mayer

Wilhelm und Jacob Grimm

Heinrich Georg August Ewald

Otto Hahn

Werner Heisenberg

Edmund Husserl

Hermann Minkowski

Wilhelm Eduard Weber

Carl-Friedrich von Weizsäcker

Auf eine strukturierte Liste aller bislang dargestellten Persönlichkeiten kann hier zugegriffen werden.

Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek verfügt über sechs Zweigstellen. Insgesamt wurden 2006 1.087.036 Entleihungen getätigt.

Göttinger Firmen und ihre Tradition

Böker-Brot

Cron & Lanz

Göttinger Brauhaus AG

Peguform

Kirchen

St. Albani-Kirche

St. Jacobi-Kirche

St.Johannis-Kirche

St. Marien-Kirche

St. Michaelis-Kirche

St. Nicolai-Kirche

Pauliner-Kirche

Reformierte Kirche


Schulen

Lohbergschule

Sport und Erholung

Die acht Göttinger Sportvereine haben insgesamt 33.168 Mitglieder. Davon sind 11.589 Mitglieder Jugendliche.

Die Vereine haben einige bekannte Sportler hervorgebracht. Regelmäßig finden auch große Sportereignisse, wie die Tour d'Energie von den Zietenterrassen oder der Göttinger Altstadtlauf statt.


In Göttingen kommen auch Wasserratten voll auf ihre Kosten: Wassersport ist im 15 ha großen Kiessee möglich. Außerdem verfügt die Georg-August-Universität Göttingen am Institut für Sportwissenschaften über eine eigene Schwimmhalle. Im Stadtgebiet finden sich weiterhin sieben Lehrschwimmbecken, vier beheizte Freibäder und das Natursolebecken der Saline Luisenhall.

Partnerstädte

Cheltenham (England) seit 1951

Pau (Frankreich) seit 1982

Torun (Polen) seit 1978

Wittenberg (Deutschland) seit 1988

siehe auch Städtepartnerschaften

Zitate über Göttingen

"Extra Gottingam non est vita, si est vita non est ita." (zu deutsch: "Außerhalb Göttingens gibt es kein Leben; gibt es Leben, dann kein solches") Vermutlicher Autor: August Ludwig von Schlözer (1769-1809 Göttingen), Publizist und Historiker.

„Hildesheimis det hooge Fest
Hameln is det Rattennest
Einbeck is det Raawennest
Nörttin is de Antjepaul (Übers.: Northeim ist der Entenpfuhl.)
Göttingen is de hooge Schaul.“


Lou Andreas-Salomé

Die Tochter eines russischen Generals wurde 1861 in St. Petersburg geboren, und kam 1903 nach Göttingen wo sie 1937 starb. Die Schriftstellerin war mit Nietzsche und Rilke eng befreundet. Von den Einwohnern Göttingens wurde diese ungewöhnliche Frau „Die Hexe am Hainberg“ genannt. Nach ihrem Tod wurde ihre Bibliothek von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und vernichtet. In ihrem „Lebensrückblick“ schrieb sie 1931/32 über Göttingen:

"Im Spätherbst 1903 waren wir nach Göttingen übergesiedelt, wohin mein Mann als Iranist berufen worden war. Außer anderen Wünschen erfüllte sich uns damit der nach vollkommener Ländlichkeit des Wohnens, denn das Oberhalb von Göttingen verheiß davon mehr als das Neben-Berlin. Wie durch ein kleines erlösendes Wunder im Märchen gerieten wir, auf schon halb verzweifelter Suche nach Stadtabgelegenem, auf der Rohnshöhe an unser Fachwerkhäuschen in altem Obstgarten. Damals umgab’s noch soviel Einsamkeit, dass an des langen Gartens Endwinkel sogar einmal junge Füchslein auftauchten. Diese Naturnähe wirkte auf mich jedesmal erneut wie eine Lebenserfüllung." Lou Andreas-Salomé, Göttinger Vademecum


Gottfried Benn

Seine Lyrik und frühe Prosa zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen des Expressionismus. Im Frühjahr 1935 ging er als Militärarzt zur Wehrmacht. Am 7. Mai 1936 erschien im SS-Blatt „Das Schwarze Korps“ ein vernichtender Artikel über Benn, der seine Dichtung als „widernatürliche Schweinereien“ brandmarkte. Am 14. Mai 1936 schrieb er in einem Brief an Tilly Wedekind:

“Gestern Dienstreise nach Göttingen. Das Schwarze Korps hängt ja jetzt überall in Kästen aus u. wird viel gelesen. Ich hatte in der Göttg. Universität zu tun, da hing es, es war gerade Pause u. die Studenten standen alle es lesend herum. Hätten sie geahnt, wie nahe ihnen der Teufel in Person stand, sie hätten eine Kerze angezündet. Der Flieder blühte überall, es war reizend, eine nette kleine Universitätsstadt... .“ Gottfried Benn, Göttinger Vademecum


Gottfried August Bürger

Gottfried August Bürger - erfolgloser Landwirt und Ehemann, mäßig erfolgreicher Justizamtmann und Dozent an der Uni, erfolgreicher Dichter und Liebhaber seiner Schwägerin. Anläßlich des Universitätsjubiläums 1787 schuf er folgende Odenverse:

Georgia Augusta, schön und stark,
Voll Lebensgeist und Mark, mit Athenäens Rüstung angetan,
Ging tadellos bis heut der Ehre Bahn,
Und stritt des Ruhmes Streit
Mit ungeschwächter rascher Tapferkeit.
Nun steht sie, lehnt sich ruhend auf den Speer,
Und darf – das zeuge Du Gerechtigkeit! –
Getrost zurück auf ihre Taten schaun.

Gottfried August Bürger, Göttinger Vademecum


Franz Josef Degenhard

Der Anwalt und Liedermacher veröffentlichte 1983 auf seiner Langspielplatte „Lullaby zwischen den Kriegen“ ein Lied über die Universitätsstadt an der Leine.

Göttingen

In dieser Stadt, my love, müßt man reiten in einem Flatterumhang, so wie ein Husar, am Gänselieselbrunnen aus dem Sattel gleiten und sich zu denen setzen mit dem bunten Haar, mit ihnen Bier aus Dosen trinken, schweigen und sich erinnern an die Nächte im August:

Da spielten hier Harmonika und Geigen, und um den Brunnen tanzten wir in nackter Lust. Die Ära Adenauer ging zu Ende, wir sangen laut von einer freien Republik, und viele träumten sich die Bündnis-Wende aus noblem Prinzenstolz und Schmuddelkinderglück.

Ich hab mein Lied in dieser Stadt gesungen, mich hat das Tageblatt berotzt und vollgespritzt, nannt’ mich den schmierigen Proletenjungen. Das hat mir nicht nur bei Genossen sehr genützt. Hier gab es Lehrer, die auf Schüler schossen, in meiner Robe brüllte ich hier vor Gericht, mit der Gitarre habe ich zurückgeschossen. Hier war ich Trauzeuge, doch traute man mir nicht. Und hier sang Barbara von blonden Knaben und auch von Rosen und von der Melancholie, die die Verliererkinder an sich haben, bis Mescaleros kommen und befreien sie.

Ich lauf zu Fuß im Wind über den Graben. Zum Beispiel schleifen wollte Hans von hier die Stadt, weil eine Freundin hatten wir begraben, die sich den goldenen Schuß im Schnee geschossen hat. Geh’ in den Bismarckturm und laß mich führen, der blinde Rentner schnarrt so wie ein Corpsstudent, zeigt Bismarcks Säbelschläger für Mensuren und Band und Mütze und ein blutbeflecktes Hemd. Ich renne raus und steh vor einer Mauer, daran gesprüht in Rot: „Rache für Christian Klar“. Ich merke hier noch immer viel genauer, daß dieses Land nicht bleiben wird wie es mal war. Franz Josef Degenhard, Göttinger Vademecum


Hermann Duensing

Der 1901 in Nörten-Hardenberg geborene Verwaltungsangestellte war seit 1966 Gemeindearchivleiter in seinem Heimatort. Er schrieb Gedichte und Sinnsprüche in Vers und Prosa. 1962 erscheint seine Sammlung „Bunte Geschichten aus dem Göttinger Land.“ Lesen sie daraus das Gedicht:

Die alten Gleichen
Die Burgen, wo sind sie geblieben,
die auf den Höhn’n so stolz gethront?
Der Zahn der Zeit hat sie zerrieben –
was ist noch, was den Anblick lohnt?
Dir wen’gen Trümmer, die noch ragen,
eindringlich künden sie uns heut’
von der Geschicht’
wechselnden Tagen:
Von Aufstieg, Macht – Vergänglichkeit.

Hermann Duensing, Göttinger Gedichte


Benjamin Franklin

Er war Journalist, Schriftsteller, Drucker, Politiker und Diplomat im Dienst der nordamerikanischen Kolonien. Mitte des 18. Jahrhunderts war Franklin vor allem als Erfinder und Naturwissenschaftler bekannt und geachtet, zum Ende desselben war er als amerikanischer Freiheitsheld in aller Munde. Vom 19. bis 21. Juli 1766 besuchte er Göttingen. In einem Brief an den Biblothekar Rudolf Erich Raspe schrieb er im September 1766:

"Remember me also affectionately to the Professors at Göttingen, whose Learning and Politeness impress’d me with the highest Esteem for them: I wish every kind of Prosperity to them and their University". Benjamin Franklin, Göttinger Vademecum


Johann Wolfgang von Goethe

Sein „sehnlichster Wunsch“ war eigentlich Professor in Göttingen zu werden. Doch Goethes Vater hatte „einige Abneigungen“ gegen die Leinestadt und so mußte Johann Wolfgang in Leipzig studieren. Auf dem Rückweg von einer Badereise nach Pyrmont, verweilte er vom 17. Juli bis 14. August 1801 in unserer Stadt. Er wohnte bei dem Instrumentenmacher Krämer, in dem Haus, das heute Nummer 12 der Goethe-Allee ist. 14 Jahre nach seinem Besuch schrieb er an die Gräfin Egloffstein Erinnerungsverse an seinen Aufenthalt in Göttingens Umgebung:

Zum Bildchen der Ruine Pleß bei Göttingen
Auf diesen Trümmern hab ich auch gessesen,
Vergnügt getrunken und gegessen
Und in die Welt hinausgeschaut
War aber wenig nur davon erbaut.
Kein liebes Kind gedachte meiner
Und ich fürwahr gehörte keiner,
So war die ganze Welt umgraut.
Ihr wißt ja selbst was sie erheitert.

Johann W. von Goethe, Göttinger Vademecum


Lars Gustafsson

Der schwedische Schriftsteller Lars Gustafsson weilte am 5. April 1984 zu einer Lesung im Saal des Alten Rathauses zu Göttingen. Er eröffnete die Lesung mit einem Gedicht über Lou Andreas-Salomé, das in dem Band „Die Stille der Welt vor Bach“ erschienen ist.

"Vor einem Porträt von Lou Andreas-Salomé Das klarwache, kalte Grau in ihren Augen, als habe sie gesehen und verstanden, daß das Leben groß ist oder klein, je nachdem, was wir von ihm verlangen. Ihr stolzer, königlicher Hals verbirgt für immer das Weinen darüber, Frau zu sein: Körper zu sein, und jeder Körper ist stets im Stich gelassen. Ihr hochmütiges, kluges Haar, das schimmert. Ihre sehr helle Haut, die weiß, daß Haut die Grenze zwischen einem Feindesland und dem andern ist." Lars Gustafsson, Göttinger Vademecum


Heinrich Heine

Der große deutsche Dichter errichtete in seiner „Harzreise“ Göttingen ein literarisches Denkmal von zweifelhaftem Ruhm:

"Die Stadt Göttingen, berühmt durch ihre Würste und Universität, gehört dem Könige von Hannover und enthält 999 Feuerstellen, diverse Kirchen, eine Entbindungsanstalt, eine Sternwarte, einen Karzer, eine Bibliothek und einen Ratskeller, wo das Bier sehr gut ist. ... Die Stadt selbst ist schön und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rückenansieht. ... Im allgemeinen werden die Bewohner Göttingens eingeteilt in Studenten, Professoren, Philister und Vieh, welche vier Stände doch nichts weniger als streng geschieden sind. Der Viehstand ist der bedeutendste."


Johann Gottfried Herder

Herder hielt sich in der Zeit von 1771/1772 zu Studienzwecken in Göttingen auf. Die guten Kontakte zu Heinrich Christian Boie, dem Orientalisten Johann David Michaelis und dem Altertumsforscher Christian Gottlob Heyne erleichterten es ihm die Bibliotheken zu nutzen. Dreimal versuchte die Theologische Fakultät der Universität Herder nach Göttingen zu ziehen, dreimal folgte dieser der Berufung nicht. In einem Brief an Heynes Frau Therese äußerte sich Herder 1772 über die Leinestadt:

"...wenn ich seit der Zeit meines letzten Aufenthalts in Göttingen fast täglich daran gedacht habe: ‘Wie, wenn ich bei Ihnen wäre?’ so ists im eigentlichsten Verstande ‘bei Ihnen und Ihrem Heyne’ gewesen. Vorher war nie ein Gedanke der Art in meine Seele gekommen, weil ich mir Göttingen nicht anders als ein Nest voll Professoren und Michaelisse dachte! Polyhistors! Wissenschaftler! Büchertitulare! Compendienmenschen, Trödler, die die Welt betrügen oder junge Leute mit Dunst füllen, oder endlich arbeitsam und fleißig unter der Form und dem Schutt der Wissenschaften erliegen. Und da ich aus alle dem kein wirklich wirksames Gute für die Welt (ich sage nicht für die Gelehrsamkeit, die freilich leider! auch zur Welt gehöret) sehe: meine liebe Freundin kann sich daraus das Resultat im Kopf eines jungen Menschen gedenken, der damals in lauter Dunst von Wirksamkeit und Nutzbarkeit für die Welt schwebte." Johann Gottfried Herder, Göttinger Vademecum


Theodor Heuß

"Durch Göttingen fließen die Ströme der Welt."

Walter Höllerer

Im Jahre 1947 zog es Walter Höllerer aus Erlangen nach Göttingen. Er studierte hier zwei Semester, machte sein Staatsexamen jedoch in Bayern und wurde später Professor für Germanistik an der Technischen Universität Berlin. In seinem Roman „Die Elephantenuhr“ heißt es:

"Göttingen, anheimelnd knarrende Atombomben-Schneewittchen-Wiege, berühmt, wie ein Semiologe gesagt hat, wegen seiner Würste und Universität, Stadt, der man nicht so genau ins Maul schauen soll, aus dem seit alters Wahrheiten kommen, wahre Sätze ... das Zitieren überfällt einen hier, und wer nicht zitieren will, bleibe weg aus Göttingen. „Ist es nicht sonderbar“, höre ich, sage ich, „daß sobald du in Göttingen bist, Zitate zu Hunderten, wie auf Rhodos die Svhmetterlinge, dir in den Kopf kommen, oder auch nur, sobald Göttingen dir in den Kopf kommt?“ Walter Höllerer, Göttinger Vademecum


Wilhelm von Humboldt

Der spätere Spachforscher, Diplomat und Minister Wilhelm von Humboldt wollte vor dem Eintritt in den preußischen Staatsdienst seine wissenschaftlichen Kenntnisse auf den neuesten Stand bringen. Deshalb schrieb er sich am 23.April 1788 an der juristischen Fakultät der Universität Göttingen ein. Er arbeitete ziemlich viel und lobte die „vortreffliche Bibiliothek“. Kurz bevor Humboldt Göttingen in Richtung Paris verlies, hätte ihn ein unvorhergesehenes Ereignis fast für ewig an die Leinestadt gebunden. Mit seinem Freund Stieglitz hatte er ein erholsames Bad in der Leine nehmen wollen. Die Strömung des Flüsschens, damals noch unbegradigt und wild, hatte die beiden erfass. Nur mit Mühe konnten sie dem Tod durch ertrinken entgehen. Humboldt berichtet über das Abenteuer in einem Brief an Henriette Herz:

“Wir umfassten uns und strengten noch einmal alle Kräfte an. Doch wieder umsonst. Wir sanken nun ganz tief und verzweifelten beide jetzt völlig. Allein halb unwillkürlich machte ich noch eine Bewegung, und glücklicherweise brachte sie uns dem Lande näher. Stieglitz ergriff zuerst ein Bündel Rohr, dann ich; und so retteten wir uns ans Ufer. ... Wir gingen ganz kalt nebeneinander zu unseren Kleidern, scherzten und räsonierten über den Vorfall. ... Wir lachten über so manche lächerliche Folgen, die unser Tod gehabt haben würde, über die Leichenreden, die man uns gehalten, die Gespräche, die man über uns geführt hätte.“ Wilhelm von Humboldt, Göttinger Vademecum.


Moritz Jahn

Der Lehrer und Mundartdichter Moritz Jahn (1884-1979) studierte in Göttingen Deutsche Philologie und war Rektor der Volksschule in Geismar (dem heutigen Göttinger Stadtteil). In einem unveröffentlichten Vers widmet er sich dem Wahrzeichen Göttingens:

"Gänselieselbrunnen in Göttingen 1972
Metallene Ranken streben empor
Wie eh’ zu luft’gem Gehäuse.
Doch was hat die gute Liese heut vor?!
– Sie zählt bei den Gammlern die Läuse."


Adolph Freiherr von Knigge

Der Autor des sprichwörtlich gewordenen Werkes „Umgang mit Menschen“ hielt sich mit Unterbrechungen vom Wintersemester 1769 bis 1772 in Göttingen auf. Er studierte Jurisprudenz und Kameralwissenschaften an der Universität der Leinestadt. Hier trat er dem geheimen Concordien-Orden bei. Knigge wurde später zu einem führenden Mitglied des Illuminaten-Ordens, der sich für Aufklärung und republikanische Ideen stark machte. In seinem „Roman meines Lebens“ (1781) beschreibt er Göttingen nicht gerade positiv:

"Göttingen ist gar nicht schön, aber die Herrn Pursche sein doch sehr lustig. Spazieren gehen kann man gar nicht, denn es ist hier kein Garten. Wenn mein Herr sich im Sommer wird wollen eine Verlustierung machen; so wird er müssen ausreiten auf ein Dorf, und da ist auch kein gut plaisir. Die Herrn Professors sollen nicht sehr lustig in Gesellschaft sein, und haben alte Frauen. Es ist gewaltig teuer hier... ." Adolph Freiherr von Knigge, Göttinger Vademecum


Wilhelm Kutschbach

Der Realschullehrer, Redakteur, Bergmann, Dirigent und Lautenlehrer wurde 1905 in Bad Salzdetfurth geboren. Er war von 1931 bis 1935 an der Deutschen Schule in Bilbao tätig, später Schulleiter in Rittmarshausen und bis 1971 Realschullehrer in Göttingen. Er übersetzte bedeutende spanische Schriftsteller wie Lorca und Jimenez, schrieb Sendungen für den Rundfunk und Kompositionen und veröffentlichte Erzählungen sowie Kurzgeschichten. In seinem Gedicht „Göttingen 1974“ übt er Kritik an den städtebaulichen Maßnahmen dieser Zeit.

Göttingen 1974
Eine Stadt
im Aufbruch
fast all ihrer Straßen.
Seit Ausbruch
des Abbruchs
alter Gebäude
der Anbruch
des Einbruchs
beton-ter Zyklopik.
Wer verhalf
diesem Umbruch
zum Durchbruch?
I ? DU ? NA !
Die da oben.
Die machen ja doch,
was sie wollen.

Wilhelm Kutschbach, Göttinger Gedichte


Wilhelm Raabe

Der Braunschweiger Schriftsteller lebte von 1831 bis 1910. Er kannte Göttingen wohl nur von der Durchreise mit dem Zug. Als Geschichtlichen Schauplatz und als bevorzugten Studienort seiner Figuren hat raabe die Universitätsstadt an der Leine in mehr als 18 seiner Romane und Erzählungen erwähnt. Mit Hilfe alter Stadtpläne gelang ihm das Lokalkolorit in seine Geschihcte einfließen zu lassen. In "Pfisters Mühle" von 1884 summt es den Altakademikern aus zeitlich und räumlich entlegener Ferne" zu:

“Weende, Nörten, Bovenden Und die Rasenmühle, Das sind Orte, wo man kann Sich behaglich fühlen.“ Wilhelm Rabe, Göttinger Vademecum.


Karl Johan Gustav Graf Snoilsky

Der Diplomat und Bibliothekar galt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als bedeutendster schwedischer Lyriker. Er bereiste Europa und lebte mehrere Jahre in Florenz und Dresden. Sein Göttingen-Gedicht wurde 1879 vollendet und erschien 1881 in „Nya Dikter“. Die vierte Zeile lautet in deutscher Übersetzung:

"Göttingen, an deine grünen Wälle / wogt gedämpft / das schlaflos wilde Rauschen des Streites und des Tands; / tief darunter / schimmert zwischen Weißdornhainen / des Gelehrten Studienlampe aus dem Haus." Karl Johan Gustav Graf Snoilsky, Göttinger Vademecum


Gabriele Wohnmann

Die Darmstädter Schriftstellerin kam in den 60er und 70er Jahren häufig nach Göttingen, um aus ihren Romanen und Erzählungen vorzulesen. Auch die Dreharbeiten ihres Fernsehfilms „Die Witwen“ fanden in der Universitätsstadt statt. Diese Besuche fanden in ihrem Erzählband „Treibjagd“ auch ein literarisches Echo: Eine Rückkehr nach Göttingen

“Die Kreiselbewegung der Straßen und Wälle habe ich auf meinem Stadtplan wiedergefunden, die umzingelte Jacobikirche, in die ich später eintreten will, das städtische Museum, das Hotel Münsterhof, den Fluß und die Flußarme, Postamt und Rathaus mit Ratskeller.“ Gabriele Wohnmann, Göttinger Vademecum


Barbara

Die französische Sängerin Barbara hatte 1964 ein Engagement am Jungen Theater. Dieses einschneidende Erlebnis verarbeite Sie eine liedermacherisch, indem Sie das folgende - in Frankreich sehr erfolgreiche - Lied komponierte und mehrfach sang:


Göttingen

Bien sûr, ce n'est pas la Seine, Ce n'est pas le bois de Vincennes, Mais c'est bien joli tout de même, A Göttingen, à Göttingen.

Pas de quais et pas de rengaines Qui se lamentent et qui se traînent, Mais l'amour y fleurit quand même, A Göttingen, à Göttingen.

Ils savent mieux que nous, je pense, L'histoire de nos rois de France, Herman, Peter, Helga et Hans, A Göttingen.

Et que personne ne s'offense, Mais les contes de notre enfance, "Il était une fois" commence A Göttingen.

Bien sûr nous, nous avons la Seine Et puis notre bois de Vincennes, Mais Dieu que les roses sont belles A Göttingen, à Göttingen.

Nous, nous avons nos matins blêmes Et l'âme grise de Verlaine, Eux c'est la mélancolie même, A Göttingen, à Göttingen.

Quand ils ne savent rien nous dire, Ils restent là à nous sourire Mais nous les comprenons quand même, Les enfants blonds de Göttingen.

Et tant pis pour ceux qui s'étonnent Et que les autres me pardonnent, Mais les enfants ce sont les mêmes, A Paris ou à Göttingen.

O faites que jamais ne revienne Le temps du sang et de la haine Car il y a des gens que j'aime, A Göttingen, à Göttingen.

Et lorsque sonnerait l'alarme, S'il fallait reprendre les armes, Mon cœur verserait une larme Pour Göttingen, pour Göttingen.

Mais c'est bien joli tout de même, A Göttingen, à Göttingen.

Et lorsque sonnerait l'alarme, S'il fallait reprendre les armes, Mon cœur verserait une larme Pour Göttingen, pour Göttingen.

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