Göttingen

Aus Wiki Göttingen
Version vom 30. März 2007, 12:39 Uhr von Admin (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wappen der Stadt Göttingen Wappen des Landkreises Göttingen

Göttingen

Göttingen ist eine Stadt in Südniedersachsen. Neben der Kernstadt besteht sie aus 18 Stadtbezirken und neun Orschaften.

Göttingen befindet sich im Süden Niedersachsens. Die Leine durchfließt die Stadt in Nord-Süd-Richtung. Während der nördlichste Stadtteil Weende vom gleichnamigen Fluss durchquert wird, fließt die Lutter durch mehrere nordösliche Stadtgebiete und die Grone durch mehrere Bereiche im Westen. Der höchste Berg Göttingens ist die Mackenröder Spitze an der Ostgrenze des Göttinger Waldes.

Basisdaten

Bundesland: Niedersachsen

Landkreis: Göttingen

Koordinaten: 51° 32¢ N, 9° 56¢ O51° 32¢ N, 9° 56¢ O

Höhe: 150 m ü. NN

Fläche: 117,27 km²

Einwohner: 129.151 (Stand: 31. Dezember 2005)

Bevölkerungsdichte: 1101 Einwohner je km²

Postleitzahlen: 37001–37085 (alt: 3400)

Vorwahl: 0551

Kfz-Kennzeichen: GÖ

Gemeindeschlüssel: 03 1 52 012

Stadtgliederung: 18 Stadtbezirke und 9 Ortschaften

Adresse der Stadtverwaltung: Hiroshimaplatz 1-4, 37070 Göttingen

Oberbürgermeister: Wolfgang Meyer (SPD)

Geschichte

"Gutingi" ist das Dorf, auf das die heutige Stadt Göttingen zurückgeht. Zum ersten Mal wird "Gutingi" im Jahre 953 in einer Urkunde Kaiser Ottos I. erwähnt und ist bis ins siebte Jahrhundert nachzuweisen. Ein kleiner Bach namens "Gote" war Namensgeber für das Dorf, das sich am Ostrand des Leinetalgrabens in der Nähe der heutigen St. Albanikirche auf einem Hügel befand.

915 wurde eine frisch erbaute Burg, die später zur Pfalz Grona ausgebaut wurde, zum erstn Mal urkundlich erwähnt. Noch heute erinnert der Stadtteilname "Grone" an dieses Kapitel der Geschichte. Im 13. Jahrhundert verlor die Pfalz ihre Funktion und wurde zur Burg der Herren von Grone ausgbaut. Die Göttinger zerstörten sie zwischen 1323 und 1329.

Heinrich der Löwe könnte für die Stadtgründung Göttingens zwischen 1150 und 1200 verantworlich sein. Pfalzgraf Heinrich ist von 1201 bis 1208 als Stadttherr angegeben. Und auch die ersten Göttinger Bürger wurden zu dieser Zeit erwähnt. Allerdings war noch keine Rede von einer Reichsstadt, vielmehr war Göttingen den welfischen Herzögen von Braunschweig-Lüneburg unterworfen.

Wappen

Das älteste erhaltene Siegel der Stadt Göttingen stammt aus dem Jahr 1278 und dient als Vorlage für das Wappen. Der Löwe ist das Wappenbild der welfischen Herzöge und macht die ehemalige Zugehörigkeit Göttingens zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg deutlich. Durch die Türme und Mauern ist zu erkennen, dass Göttingen im Besitz der Stadtrechte war. Die Mauern werden durch einen silbern-weißen Bogen symbolisiert. Schwarz und Gold sind die Farben der Stadtflagge. Diese heute gültige Form wurde 1961 in der Hauptsatzung der Stadt festgelegt.

Bildung und Forschung

1737 wurde die Georgia Augusta, die Georg-August-Universität Göttingen, gegründet. Namensgeber und Gründer war Kurfürst Georg II. August von Hannover. Seither ist Göttingen als Studentenstadt bekannt

Zu Göttingens Bildungseinrichtungen zählen unter anderem auch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, die Private Hochschule, diverse Max-Planck-Institute, fünf Gymnasien und zwei Gesamtschulen.

Felix-Klein-Gymnasium

Hainberg-Gymnasium

Max-Planck-Gymnasium

Otto-Hahn-Gymnasium

Theodor-Heuss-Gymnasium

Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Die "Göttinger Sieben"

Göttingens Georgia Augusta hat einige bekannte Namen vorzuweisen. So auch die der "Göttinger Sieben", die sich im Jahre 1837 gegen die Verfassungsänderung durch Ernst August I. von Hannover aussprachen. Mit einer Protestaktion zeigten sie ihre oppositionelle Haltung in Bezug auf die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover. Friedrich Christoph Dahlmann (der an der Ausarbeitung des ursprünglichen "Staatsgrundgesetztes" von 1833 beteiligt gewesen ist), Wilhelm und Jacob Grimm, Wilhelm Eduard Albrecht, Georg Gottfried Gervinius, Wilhelm Eduard Weber und Heinrich Geog August Ewald unteschrieben die Protestation. Die Straße "Platz der Göttinger Sieben", in der sich auch der Hauptcampus der Universität befindet, erinnert heute an die Protestler.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Theatern in Göttingen gehören das Deutsche Theater, das Junge Theater und das Theater im OP (das Theater im OP hat seinen Namen durch seine ehemalige Funktion als Operationsaal des Uniklinikums).

Neben dem Städtischen Museum gibt es unter anderem auch die Kunstsammlung der Universität, das Bismarck-Häuschen am Wall und das Stadtarchiv.

Wahrzeichen der Stadt Göttingen ist das Gänseliesel am Markt. Unter Studenten, die ihre Doktorprüfung bestanden haben, ist es Brauche, das Liesel zu küssen. Auf dem Markt ist auch das Alte Rathaus zu finden, das ab 1270 erbaut wurde und bis 1978 Sitz des Rates und der Verwaltung war. Mitten in der Göttinger Innenstadt zieht der Wilhelmsplatz, mit großem Aufwand restauriert, die Blicke der Touristen auf sich. Er wurde nach König Wilhelm IV. benannt, dem letzten genmeindamen Herrscher von Großbritannien und Hannover (1830-1837). Auf der Südseite ist das von Ernst von Bandel entworfene Standbild des Königs zu sehen. Das von Wilhelm IV. gestiftete Aulagebäude bestimmt optisch die Nordseite.

Kirchen

St. Albani-Kirche

St. Jacobi-Kirche

St.Johannis-Kirche

St, Marien-Kirche

St.Michaelis-Kirche

St. Nicolai-Kirche

Pauliner-Kirhe

Reformierte Kirche

Partnerstädte

Cheltenham (England) Torun (Polen) Wittenberg (Deutschland)

Zitate über Göttingen

"Durch Göttingen fließen die Ströme der Welt." Theodor Heuß

Links

Göttingen im Internet