Göttinger Sammlung von Gipsabgüssen antiker Skulpturen

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Pergamonsaal: Unter der Skulptur der Nike von Samothrake fertigt Manuela Csincsura eine Vergleichsstudie an.

Die Göttinger Sammlung von Gipsabgüssen antiker Skulpturen ist eine Sammlung von Gipsabgüssen in der Georg-August-Universität Göttingen

Im Nikolausberger Weg sind Gipsabgüsse antiker Skulpturen aus 150 Museen in aller Welt an einem Ort: Die Sammlung des Archäologischen Instituts der Universität verfügt über mehr als 2000 Werke. Den Grundstock für die älteste Universitätssammlung von Gipsabgüssen legte 1764 der Altertumsforscher Christian Gottlob Heyne. Er kaufte originalgetreue Abbildungen antiker Skulpturen „zur Erweckung des Kunstsinns“ und zu „Nutzen und Vergnügen der Studierenden“. Damals schmückten die lebensgroßen Figuren die Universitätsbibliothek am Papendiek.

Im 19. Jahrhundert kamen unter der Leitung von Carl Otfried Müller bedeutende Stücke hinzu. 1823 wurde der Abguss der Venus von Milo aus dem Pariser Louvre aufgestellt, mit den Elgin Marbles folgten Skulpturen des Parthenon in Athen. Und die Sammlung war im Aulagebäude am Wilhelmsplatz untergebracht.

Seit 1912 hat die beeindruckende Sammlung ihr Domizil im Seminargebäude am Nikolausberger Weg. Die teils überlebensgroßen Figuren sind dort in elf Sälen nach Epochen präsentiert: Originalgetreue Abgüsse berühmter Skulpturen der Antike, die vor allem aus dem griechischen und römischen Kulturraum, aber auch aus Ägypten, Vorderasien und Byzanz stammen. Manche der Originale sind zerstört oder verschollen und haben sich nur in der Sammlung des Archäologischen Instituts erhalten. Die ist an ausgewählten Sonntagen für Besucher geöffnet. Wochentags ist die Abgusssammlung zentraler Bestandteil der Lehre am Archäologischen Institut.

Die Sammlung von Gipsabgüssen des Archäologischen Instituts, Nikolausberger Weg 15, bietet jeden zweiten Sonntag im Monat um 11.15 Uhr Führungen an.