Göttinger Verkehrsbetriebe

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Die Göttinger Verkehrsbetriebe (kurz GöVB) führen den öffentlichen Nahverkehr in Göttingen, Rosdorf, Bovenden und angrenzenden Dörfern durch.

Die GöVB verfügen über etwa 80 Busse. Es werden täglich etwa 45.000 Personen bei ungefähr 500 Haltestellen bedient.

Im Oktober 2007 schaffen die GöVB 14 neue Fahrzeuge an mit dem Ziel, ab 2009 eine komplett rußfreie Flotte stellen zu können

Durch das Stadtgebiet von Göttingen fahren 14 Linien, davon 2 Nachtbusse (Linien 28 und 29), Linie 14 fährt von Rosdorf nach Bovenden.

Die GöVB betreiben außerdem auch die Industriebahn Göttingen.

Linien


Nicht alle Linien werden direkt von der GöVB betrieben. Einige Linien werden im Auftrag der GöVB von der Nahverkehr Göttingen GmbH (NVG) betrieben. Auf den Linien 9, 10, 12 und 13 werden regelmäßig Kurse durch die NVG gefahren. Die Linie 6 wird komplett von der NVG betrieben. An Wochenenden und im Spätverkehr sind auch auf weiteren Linien Fahrzeuge der NVG anzutreffen.

Das Mitführen von Fahrrädern ist im gesamten Stadtgebiet kostenlos möglich. Eingeführt wurde diese Regelung zunächst nur zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNV-Angebots in Richtung Zietenterrassen.

Seit dem 4. April 2006 müssen alle Fahrgäste - mit Ausnahme von Fahrradfahrern, Personen mit Kinderwagen sowie körperlich Behinderten - an der vorderen Tür einsteigen und den Fahrausweis vorweisen. Durch die hinteren Türen der Busse ist nur noch das Aussteigen gestattet. Der Werbeslogan dazu heißt "Vorn ist fair". Diese Maßnahme hat sich nach einigen Anfangsschwierigkeiten durchgesetzt und wird von den Fahrgästen akzeptiert.

Tickets

Die GöVB bieten folgende Fahrkarten an:

  • Einzelfahrschein - Gültig eine Stunde nach Kauf
  • Viererkarte - Einzelabschnitt gültig eine Stunde nach Entwertung
  • Tageskarte - Gültig vom Kauf bis Betriebsschluss; Übertragbar
  • Wochenkarte - Im Voraus kaufbar, Gültigkeit beginnt nicht mit Kauf; Übertragbar
  • Bürger-/ Monatskarte - Beispiel zur Gültigkeit: 15.Februar - 14. März; Übertragbar
  • Jahresabonnement - Dem Besitzer werden die Monatskarten (vom 1. bis zum letzten Tag des Monats) zugesandt; Übertragbar

Kinder von 6-11 Jahren fahren zu ermäßigten Tarifen, jüngere benötigen keine Fahrkarte. Tages-, Wochen-, Monats- sowie Bürgerkarten werden auch für Schüler, Studierende und Auszubildende vergünstigt angeboten. Dazu wird allerdings eine Kundenkarte benötigt. Die Karten sind damit auch nicht mehr übertragbar.

Anschrift

Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH
Gustav-Bielefeld-Straße 1
37079 Göttingen
Telefon: 0551 0551-38444-0

Kundenzentrum

Markt 3
37073 Göttingen
Öffnungszeiten: montags bis freitsg 9 bis 18 Uhr, sonnabends 9:30 bis 14 Uhr.

Blick hinter die Kulissen der Göttinger Verkehrsbetriebe

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Betriebshalle der GöVB: Busse in Reih und Glied

Der kleine Marcel Hurtig aus Nörten-Hardenberg ist von der Leitstelle der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) hellauf begeistert. Per Knopfdruck lässt er die Schranke am Eingangstor hoch und runter fahren. Fred Quentin, der gerade Dienst hat, nimmt die Sache gelassen und blickt routiniert auf die fünf Monitore, die vor ihm auf einem großen Tisch stehen. „Die Leitstelle ist rund um die Uhr besetzt“, sagt Stephanie Gallinat, die in der Marketing-Abteilung arbeitet und die 15 Besucher durch das Unternehmen führt. Von der Leitstelle aus wird der gesamte Göttinger Busverkehr gesteuert. Dort laufen alle Informationen zusammen. Es werden zum Beispiel die Anfragen der Fahrer über Funk beantwortet und die Pünktlichkeit der Busse, die alle mit GPS ausgestattet sind, kontrolliert. Von der Leitstelle geht es direkt in die „Schatzkammer“ der GöVB. Kassierer Walter Herwig ist mit zwei Mitarbeitern für die Einzahlungen und Abrechnungen zuständig. 200 Kilo Hartgeld und 10000 Scheine bringen die Fahrer jede Woche in die Zentrale, so Herwig. Dort erhalten die Busfahrer auch das nötige Kleingeld zum Wechseln. Gegenüber dem Verwaltungsgebäude steht die große Betriebshalle, in der die Busse gewartet, gewaschen und betankt werden. „Mehr als 1,7 Millionen Liter Diesel verbraucht die Bus-Flotte pro Jahr“, informiert der Werkstattleiter Marco Gescher. In der Halle stehen nur wenige Fahrzeuge, zur Mittagszeit sind die meisten Busse auf den Straßen in Göttingen und Umgebung unterwegs. Nachts gibt es in der Halle dagegen kein Durchkommen mehr. Dicht an dicht stehen dann die Busse und warten auf den nächsten Einsatz am frühen Morgen. Zum Abschluss der Führung besichtigen die Gäste den bekannten roten London-Bus, an dessen Steuer es sich der kleine Marcel gemütlich gemacht hat. Ihm und seiner Mutter Monika Hurtig hat es sichtlich gefallen. Auch das Ehepaar Jäkel, das aus dem Göttinger Tageblatt von der Besichtigung erfahren hat, findet die Führung „informativ und gelungen“.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 18. Juli 2008

Fotovoltaik

Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) haben auf dem Dach ihrer Hallen, in der nachts die Busse stehen, eine der größten Fotovoltaikanlagen in der Stadt installiert. Auf einer 6000 Quadratmeter großen Fläche stehen 1236 Module.

In ihren ersten Betriebstagen habe die Anlage trotz vieler Wolken 18 000 Kilowattstunden Strom produziert, so GöVB-Geschäftsführer Michael Neugebauer. Schon damit könnten fünf bis sechs Einfamilienhäuser ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Im Jahresverlauf rechne das Unternehmen mit einer Energieproduktion von 280 000 Kilowattstunden.

Die GöVB speist den Strom ins Netz und erhält dafür nach eigenen Angaben knapp 55 000 Euro jährlich. Damit könne sich die Investition in Höhe von 525 000 Euro nach zwölf Jahren amortisieren. Wichtiger aber sei für das städtische Unternehmen der Beitrag zum Schutz der Umwelt: Durch die Fotovoltaikanlage würden pro Jahr 175 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden.

  • Quelle: Ulrich Schubert, "Verkehrsbetriebe setzen auf Fotovoltaik", Artikel im Göttinger Tageblatt vom 19. Juli 2012.

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