Gaußturmsanierung ab Mai 2008

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Im Mai 2008 begann die Außensanierung des 51 Meter hohen Gaußturms.

Beton des Gaußturms platzt ab

Der Gaußturm

Allein für den Bau des Gerüsts sind drei, vier Wochen Zeit veranschlagt. Im Mai 2008 beginnt die Außensanierung des 51 Meter hohen Gaußturms. Die Arbeiter brauchen starke Nerven. Das Bauwerk auf dem Hohen Hagen, der höchsten Erhebung Südniedersachsens, steht im Wind. Der lässt nicht nur das Gerüst wackeln, er bewegt auch leicht den Turm. Zunächst reinigt eine Firma die Fassade von Schmutz. Anschließend erfolgt die Sanierung des Betons. Haarrisse und Abplatzungen werden verfüllt. Der Beton über dem inneren Stahlgerüst des Turms ist im Schnitt drei Zentimeter stark, haben Voruntersuchungen ergeben. Besonders geachtet werden muss auf die Stahlbänder, die wie Ringe um die senkrecht stehenden Stahlträger liegen. Würden die Bänder durchrosten, bräche der Turm auseinander.

Damit der neu aufgebrachte Beton nicht zu schnell trocknet, wird er jeweils auf einer Höhe von zwei Metern mit Planen geschützt. Eine größere Fläche lässt sich nicht abdecken, weil sich die Planen wie Segel im Wind aufblähen. Sie könnten das Gerüst vom Turm reißen. Die Verfüllung des großen Risses, der kurz nach dem Bau entstand und sich über den ganzen Turm zieht, ist noch in Ordnung. Am Ende streichen Maler den Turm neu an. Den wird auch in Zukunft kein Bild schmücken, das den Göttinger Mathematiker Carl Friedrich Gauß und seine berühmten Landvermessungen auf dem Hohen Hagen zeigt. Diese Anregung von Tourismus-Experten greift Dransfeld nicht auf. Die obere Plattform erhält ein neues Geländer aus Aluminium und Edelstahl. Es wird angeleuchtet. Eventuell strahlen Lampen den ganzen Turm an. Über ein entsprechendes Konzept wird noch beraten. Alle Arbeiten sollen bis zu den ersten Nachtfrösten im Oktober 2008 beendet sein. Die Kosten belaufen sich auf 450 000 Euro brutto. Jedoch spielt der Turm das Geld wieder ein. Die Stadt erziele durch die Antennenanlagen und die Café-Verpachtung jährlich Einnahmen in fünfstelliger Höhe. Das Dach des Gaußturmcafés in der unteren Plattform wurde 1993 saniert. 2004 reparierte die Stadt den Fahrstuhl, der seither auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden kann, und erneuerte Fenster und Fassade der Gangway mit Leader-plus-Mitteln. 2006 wurden die Räume des Cafés für 33 000 Euro saniert.


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